Jenseits klassischer Fanfiction und doch keine ’richtigen’ Bücher – Wie finde ich meine Zielgruppe?

Das Brüten über Ängsten, Selbstzweifeln, Gefühlen von Wertlosigkeit und Neid haben mich zu der Frage gebracht, ob ich eine falsche Vorstellung von meiner Zielgruppe habe und die ganze Sache völlig falsch angehe. Und wie ich überhaupt meine Zielgruppe finde.

Um seine Zielgruppe zu finden, so heißt es, soll man dahin gehen, wo sich Gleichgesinnte tummeln. In meinem Fall wären das Fanfiction-Seiten, Fan-Foren zu ’The Black Magician’ und Social Media ist natürlich immer gut, um sein mehr oder weniger infektiöses Gedankengut zu verbreiten. Denn es finden sich überall Fans der Bücher.

Aber ist das überhaupt der richtige Weg? Was bringt es tatsächlich? Und sind Fans der Bücher auch automatisch potentielle Leser?

Meine bisherige Bilanz ist eher ernüchternd.

Fans von The Black Magician findet manüberall. Aber entweder sie sind nicht verzweifelt genug, um eine alternative Fortsetzung lesen zu wollen, mit der offiziellen Fortsetzung zufrieden, oder haben generell kein Interesse an Fanfictions oder wenn dann nur an klassischen Fanfictions. Wieder andere lassen sich von meiner Begeisterung mitreißen und lesen die Bücher. Oder versprechen es zumindest.

Dass sich unter diesen jemand befindet, der meinen Geschichten eine Chance gibt, grenzt nahezu an ein Wunder. Aber hin und wieder habe ich damit tatsächlich Glück.

Erhoffte Zielgruppe vs. tatsächliche Zielgruppe

Meine Geschichten sind keine klassischen Fanfictions. Ich schreibe meine alternative Fortsetzung so, als würde ich ein Buch schreiben. Damit ich das Ende und die Fortsetzung erhalte, die ich mir gewünscht hätte. Mit Charakteren, die so sind, wie im Original und nicht nach dem persönlichen Geschmack des Autors verzerrt. Und ohne den Canon zu verdrehen*. Mit etwas anderem gebe ich mich nicht zufrieden und das ist auch der Grund, warum ich keine anderen Fanfictions mehr lesen kann. Selbiges gilt für die ’Schwarze-Sonnen’-Trilogie und sämtliche Kurzgeschichten (außer den Badfics), die allesamt zu meinem Headcanon gehören.

Früher ging ich ganz naiv davon aus, dass jeder Fan der Bücher, dem das Ende und/oder die offizielle Fortsetzung nicht gefällt, meine alternative Fortsetzung lesen würde. Und dass auch solche, die einfach nur Fans der Bücher sind, interessiert wären, weil sie die Welt und die Charaktere lieben und meine Geschichten ihnen mehr davon bieten. Weil es nicht einfach „nur eine Fortsetzung ist, in der Akkarin überlebt“, sondern eine Fortsetzung im Stil einer Buchreihe. Mit allen Charakteren, ohne die gängigen Fanfiction-Klischees und ohne den Canon zu verändern.

Lange Zeit war ich überzeugt, mit meiner Art zu schreiben mehr Fans zu erreichen, als mit klassischer Fanfiction, weil jeder Fan der Bücher damit ’mehr’ von den Büchern hat – und musste erkennen, dass ich falscher hätte liegen können.

Tatsächlich ziehen die meisten Fanfiction-Leser klassische Fanfiction vor. Nach allem, was ich so mitbekommen, ist meine Fortsetzung in ihren Augen wieder „nur eine Fortsetzung, in der Akkarin überlebt“, was sich ohne reinzulesen natürlich leicht sagt. Andere sehen die Zahl der Reviews und Empfehlungen und halten mich für die queenie** des Black-Magician-Fandoms. Denn die Reviewzahl ist häufig nicht alles. Aber um das herauszufinden, muss man einen oder zwei Klicks und Lesezeit investieren.

Wieder andere Fans lesen nur, was ihre Freunde in diesem Fandom schreiben und stürzen sich auf jede neue Geschichte dieser. Denn unter Fans und Autoren wird geklüngelt. Das ist wie mit der Cliquenbildung früher in der Schule. Als Außenseiter hat man keine Chance, da reinzukommen. Und eine solche Außenseiterrolle haben auch meine Geschichten trotz (oder vielleicht auch wegen) ihrer Statistiken und des Stils. Ich kann mir vorstellen, dass sie hier und da deswegen Neid und Ablehnung auf sich ziehen. Vielleicht erzeugt das in einigen Fans sogar eine Protesthaltung, weil sie etwas, das in ihren Augen total gehypt wird, aus Prinzip nicht lesen wollen.

Die meisten meiner Leser kommen von außerhalb. Leser, die noch nie etwas von Fanfiction gehört haben und in ihrer Verzweiflung über das Ende von ’The High Lord’ das Googlerakel befragt haben. Leser, die etwas mit dem Charakter eines Buches lesen wollen. Einige hatten sogar Vorurteile gegenüber Fanfictions, die durch meine Geschichten zerstreut wurden. Weil meine Geschichten ihnen gezeigt haben, dass man auch richtig gute Fanfiction schreiben kann.

Trotzdem erreiche ich von der potentiellen Zielgruppe nur einen kleinen Bruchteil sämtlicher deutsprachigen Black Magician Fans. Denn ich schreibe in einer absoluten Nische. Für die Leser klassischer Fanfiction ist meine alternative Fortsetzung eben „wieder nur eine Fortsetzung, in der Akkarin überlebt“ (oder vielleicht ist sie auch zu anspruchsvoll, zu wenig klischeehaft/ooc und hat zu wenig Pairings – wer weiß das schon?), während die Mehrheit der Nicht-Fanfiction-Leser vermutlich von zu vielen Vorurteilen behaftet ist. Wieder andere sind zu jung, um mit manchen der Themen, über die ich schreibe, zurechtzukommen. Und das nicht nur in Bezug auf Akkarin und seine Vergangenheit und wie diese seine Beziehung zu Sonea beeinflusst – es geht dabei auch um viele andere Themen, die Canavan nur oberflächlich und mit Samthandschuhen angegangen ist und die ich mit der Tiefe behandele, die sie meiner Meinung nach verdienen.

Wie vergrößere ich meine Reichweite?

Vielleicht kommt da wieder ein bisschen die größenwahnsinnige Fanfiction-Autorin in mir durch. Aber tief in meinem Herzen weiß ich, was ich kann. Und ich weiß, dass es gut ist. Und das will ich mit anderen teilen. Nicht nur, weil es mich selbst so sehr begeistert. Ich will den Fans der Bücher einer Alternative aufzeigen. Eine Alternative, die sie so glücklich macht, wie es mich glücklich macht.

Wenn ich mich auf Twitter umsehe, sehe ich, dass auch andere Autoren versuchen, ihre Reichweite zu vergrößern und ihre Zielgruppe zu erweitern. Ich bin mit diesem Bedürfnis also nicht alleine. Allerdings ist es unter Fanfiction-Autoren verpönt, Ansprüche zu stellen – dazu braucht man sich nur mal die Forumsdiskussionen auf Fanfiktion.de anzuschauen. Laut dem dort vorherrschenden Grundtenor dürfen wir nichts von dem, was ’richtige’ Autoren dürfen. Angefangen von Werbung bis sich über schlechte Kritiken, verschwindende Leser oder ausbleibende Reviews zu beklagen. Daher bleibe ich jenem Forum inzwischen weitgehend fern, was meine ohnehin schon geringen Chancen, Fanfiction-Leser zu gewinnen, vermutlich noch geringer macht. Aber es schont Nerven.

Ich stehe nun vor einer Vielzahl von Fragen:

  • Wie erreiche ich Fans, die meine Fortsetzung „nur für eine weitere Fanfiction, in der Akkarin überlebt“ halten? Wie kann ich ihnen zeigen, dass meine Fortsetzung sehr viel mehr als das ist?
  • Wie erreiche ich Fans, die nichts von Fanfiction halten? Wie kann ich ihre Vorurteile zerstreuen?
  • Wie erreiche ich Fans, die immer nur das lesen, was ihre Freunde schreiben und anderen Geschichten keine Chance geben und damit niemals erfahren, was ihnen entgeht?
  • Wie erreiche ich Fans, die Respekt vor der Länge der Geschichte haben? (oder auch solche, die auf Grund der Länge denken, ich würde eine Seifenoper schreiben?) Indem ich ihnen sage, dass andere einen Band in zwei Tagen weginhalieren?
  • Wie schaffe ich es, bereits existierende Leser bei der Stange zu halten?
  • Was kann ich tun, damit Leser mehr reviewen, Empfehlungen etc. geben und mit damit aktiv unterstützen, um die Reichweite der Geschichte zu erhöhen?

Ich gestehe, ich habe keine Ahnung. Man sagt mir nach, dass ich ein Talent hätte, andere für meine Leidenschaften zu begeistern. In letzter Zeit sehe ich das jedoch vermehrt schwinden. Wäre ich wirklich so gut darin, würde ich dann niht mehr Fans der Bücher anziehen und zu glühenden Fans meiner Geschichten machen? Und würde ich dann nicht andauernd Leser verlieren?

Drei Jahre auf Fanfiktion.de haben mich gelehrt, dass man nicht jeden missionieren kann. Trotzdem gehöre ich zu den Menschen, die niemals aufgeben – Sonea würde nicht aufgeben. Ich bin viel zu sehr daran gewöhnt, mir die Dinge hart zu erkämpfen. Wenn etwas unmöglich ist, dann will ich es erst recht und bekomme es in der Regel auch.

Wenn ich mir meine Statistik ansehe, kann ich mich nicht beklagen. Und doch ist diese Statistik das Resultat von mehr als drei Jahren. Seit mehr als zwei Monaten sind die Klick- und Leserzahlen rückläufig. Reviews zu einem neuen Kapitel zu bekommen, ist zur Glückssache geworden. Und dementsprechend frage ich mich, was ich falsch mache, ob meine Geschichten ihre Halbwertszeit überschritten haben oder ob die Leser etwas Spannenderes gefunden haben – und zweifele an mir selbst.

To boldly go where no fangirl has gone before …

„Geh dorthin, wo sich Gleichgesinnte tummeln“, haben sie gesagt. Und das habe ich. Jenseits von Fanfiktion.de habe ich weitere Archive ausprobiert. Myff hat sich als Reinfall erwiesen. Das Black-Magician-Fandom hatte kaum ein Dutzend Geschichten und ich konnte mich glücklich schätzen, wenn ich einen Klick für den ’Spion’ bekam. Wattpad war ebenfalls ein Reinfall. Es gibt nur eine riesige Fanfiction-Kategorie, aber keine Fandoms. Man muss die Geschichte mit Hashtags versehen und dann geht sie dennoch in der Masse unter. Dort habe ich es mit zwei Kurzgeschichten versucht. Kommentare auf Wattpad sind auch irgendwie Replies from Hell. Bei der einen Geschichte hieß es, das Kapitel wäre ja ’vieel zu lang’. Klar, bei einer Kurzgeschichte, die sich dadurch auszeichnet, nur aus einem Kapitel zu bestehen. Und lang war das Ding wirklich nicht.

Den bisher größten Erfolg jenseits von Fanfiktion.de, wenn man es so nennen kann, hat mir Fanfiction.net gebracht. Dort hatte ich für einige Kapitel eine Leserin aus Brasilien, die inzwischen aber auch nicht mehr kommentiert. Wahrscheinlich, weil sie erkannt hat, dass ’Der Spion’ keine Kitschromanze über Akkarin und Sonea, sondern eine echte Fortsetzung ist. Denn ungefährt da, wo das klar wird, hat sie aufgehört. Aber da kann ich nur spekulieren.

Auf Facebook bin ich in verschiedenen Fanfiction-Gruppen, aber da muss man immer aufpassen, was man schreibt. Es ist ähnlich wie mit dem Forum von Fanfiktion.de und ich habe ständig Angst, auf Grund meiner Einstellung und Erfahrung (ich schreibe seit fast 20 Jahren, so alt sind einige der User gerade mal) als arrogant zu gelten.

Außerdem habe ich ein Forum zu den Büchern gefunden und mich dort angemeldet, war allerdings seit über einem Jahr nicht mehr online, da es quasi tot ist. Dort gab es auch eine Fanfiction-Kategorie, wo ich meine Geschichten hätte verlinken können. Aber ohne eine Möglichkeit, die anderen User wegen mangelnder Aktivität näher kennenzulernen, kam mir das dreist vor. Also habe ich es gelassen.

Der beste Weg, Leute kennenzulernen, ist und bleibt für mich mein bevorzugtes soziales Medium Twitter. Allerdings sind die meisten meiner Follower andere Autoren. Fans der Bücher gibt es zwar auch, aber die sind fast ausschließlich entweder in das Lager „klassische Fanfiction-Leser“ oder „nicht an Fanfiction interessiert“ einzuordnen.

So wie andere Autoren auch, habe ich daher angefangen, mehr Content zu posten, in der Hoffnung, damit einen Teil der oben erwähnten Fragen für mich zu lösen:

  • Mehr Updates zu meinen Geschichten,
  • kurze Zitate von Stellen, an denen ich gerade dran bin und die mich begeistern,
  • Textpassagen in Form von Teasern zu kommenden Kapiteln
  • Selbstgebastelte Cover, die ich mit neuen Kapiteln und dem gelegentlichen Werbetweet poste.
  • Leserproben zu Band 1 meiner alternativen Fortsetzung (Leseproben zu weiteren Teilen folgen bald)
  • Cosplay-Autorenfotos
  • … und natürlich twittere ich auch anderen Kram, während mein Blog und meine FB-Seite sich rein ums Schreiben drehen. Denn schließlich bin ich jenseits von alldem auch eine reale Person.

All das soll potentiellen Lesern Einblick in meine Arbeit bieten und sie überzeugen, dass meine Geschichten es wert sind, ihnen eine Chance zu geben. Und es soll existierende Leser bei der Stange halten. Während Letzteres leidlich klappt, habe ich nach anderthalb Monaten mit dieser Strategie nicht das Gefühl, dass Ersteres ernsthaft funktioniert. Immerhin hat mich eine Testleserin, die im Bereich Social Media Marketing arbeitet, letzte Woche für meine Strategie gelobt. Also kann sie nicht völlig verkehrt sein.

Und was die Reviews betrifft: Ich habe es versucht, indem ich die Reviewschreiber bei einem neuen Kapitel dankend erwähnte. Das ging eine Weile gut, dann irgendwie nicht mehr. Ich habe es auf den Tipp gleich mehrerer Leser mit Fragen am Ende des Kapitels versucht. Denn anscheinend gibt es Leser, denen das hilft, weil sie damit wissen, worauf ich bei einer Rückmeldung wert lege und was mir an dem Kapitel besonders wichtig ist. Auch das ging nur eine Weile gut. Und mittlerweile habe ich den Eindruck, dass die Fragen eher irritieren oder der Eindruck entstanden ist, dass man nur mit diesen reviewen darf. (Obwohl ich wiederholt erwähnt habe, dass die Fragen nur eine Hilfestellung sind, die man auch ignorieren kann).

Die Fotos haben mir übrigens bis jetzt nichts eingebracht außer Rekordklicks auf meinen Blog und die Bewunderung einiger anderer Autoren. Das ist natürlich toll, doch den gewünschten Effekt hatten sie damit nicht. Und die Klicks auf die Leseproben kann ich an einer Hand abzählen.

Mir ist klar, dass ich niemals jeden erreichen kann. Ein Fantasy-Autor wird niemals jeden Fantasy-Leser erreichen können. Denn es ist nur ein Genre, in dem eine große Vielfalt herrscht. Aber in einem Fandom sind die Grenzen so viel enger gesteckt. Und wenn man die Bücher und insbesondere Akkarin toll findet, sollte man dann nicht auch etwas toll finden, das nicht nur den Geist der Bücher fortführt, sondern zugleich noch viel mehr Buchgefühl bietet?

Ich habe keine Ahnung, wie lange ich meine Social Media Content Marketing Strategien durchziehen muss, um erste ernsthafte Erfolge zu erzielen. Vielleicht bin ich schlichtweg zu ungeduldig. Ich versuche mir wieder und wieder zu sagen, dass Sonea nicht aufgeben würde. Ich frage mich jedoch, wann für mich die Grenze erreicht ist, an der ich zu frustriert bin, um es weiterhin zu versuchen. Ob ich all meine Möglichkeiten bereits ausgeschöpft habe, und es unmöglich ist, weitere Fans der Bücher zu gewinnen. Oder ob ich den Leuten mit meiner Aktion einfach nur auf die Nerven gehe.

Meine Frage an die Autoren:

Wie geht ihr euer Marketing an? Mit welchen Tricks ist es euch gelungen, eure Zielgruppe zu erweitern? Und wie lange habt ihr dafür gebraucht?

Was können Leser tun?

Ganz nach dem Prinzip „Promote what you love“ könnt ihr sogar einiges tun, um mich aktiv bei der Vergrößerung meiner Reichweite zu unterstützen. Wenn meine Geschichten euch gefallen, dann erzählt euren Freunden und Followern davon. Egal ob in Social Media oder per Mundpropaganda. Teilt die Geschichte oder gebt ihr Empfehlungen. (Für Letzteres braucht ihr allerdings einen Account auf FF.de).

Und natürlich: Schreibt Reviews!

Es müssen keine Romane oder Textanalysen sein. Wirklich nicht. Es genügt völlig, wenn ihr euch nach einem Kapitel hinsetzt und kurz aufschreibt, was euch im Gedächtnis geblieben ist, was euch gefallen hat und was ihr doof fandet. Das dauert nur ein paar Minuten. Fühlt euch nicht davon abgeschreckt, dass einige Leser gerne seitenlange Reviews verfassen (deren Beantwortung übrigens für mich ebenfalls mit viel Zeit und Arbeit verbunden ist). Ob ihr dabei die Fragen zur Hilfe nehmt, oder diese ignoriert, ist euch überlassen. Doch auf diese Weise macht ihr nicht nur die Autorin glücklich und gebt ihr hilfreiche Hinweise, die sie braucht, um sich weiterzuentwickeln – nein, damit helft ihr auch solchen Lesern, die erst Reviews lesen und sich darüber einen Eindruck verschaffen, ob die Geschichte ihrer Zeit wert ist.

*~*~*~*

* Zumindest bis auf die eine Stelle, an der es Canavan wichtiger war, ein Happy End zu vermeiden, anstatt ein der Geschichte würdiges Ende zu schreiben.

** queenie ist eine Autorin, die Harry Potter Fanfiction schreibt. Ihre Geschichte „When Hermione fights“ umfasst aktuell mehr als 3600k Wörter, 7000 Reviews und 200 Empfehlungen. Ich habe ihre Geschichten nicht gelesen, die einen loben sie jedoch in den Himmel, die anderen halten die Qualität für fragwürdig.

(14) Kommentare

  1. Ich habe wieder das Problem, dass ich beim Thema Fanfiction nicht wirklich mitreden kann. Deswegen kann ich auch nicht einschätzen, wie groß die potenzielle Zielgruppe für deine Romane eigentlich genau sein könnte. Ich kenne auch die Vorlage nicht. Damit bin ich (für dich zum Nachteil gereichend) natürlich ein Leser, der sich für deine Arbeit interessieren würde, weil ich den Schreibstil ansprechend finde, der aber sozusagen erst ein Universum für sich neu erschließen müsste, wobei nicht einmal gesagt ist, dass mir das Spaß macht, um dann deine Fiction dazu lesen zu können.

    Das heißt, dass an mir sowohl als Autor wie auch als Leser deine Strategie natürlich „verpuffen“ muss. Was schade ist.

    Macht es für dich vielleicht Sinn, falls du es nicht sowieso tust, gezielt auf Twitter nach Accounts zu suchen, die in dein Profil passen könnten? Folgst denen ein wenig und sprichst dann die (potenziellen) Leser einfach an?

    Ich weiß einfach zu wenig, wie das in deinem Metier so läuft, wollte aber meine Gedanken wenigstens mit dir teilen, wenn du dir schon die Mühe machst, so einen langen Artikel zu schreiben.

    1. sagt:

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar, Michael! Ich wünschte, ich könnte das selbst einschätzen! Mir ist nur, je mehr ich mich im Internet rumtreibe, aufgefallen, dass es überraschend viele Menschen gibt, die die Bücher kennen und lieben. Diejenigen, die ich darüber als Leser gewonnen habe, kann ich jedoch an einer Hand abzählen. Was du beschreibst, trifft vermutlich auch auf andere Personen zu, mit denen ich in Kontakt komme. Denn ihr müsstet erst einmal zu Fans der Bücher werden, bevor ihr meine Geschichten lesen könntet. Und das sind für sich genommen schon mehr „wenns“, als dass es realistisch wäre.

      Andererseits kann ich nur sagen: Lies die Bücher! Und das aus purer Überzeugung und Begeisterung 🙂

      Etwas in dieser Art tue ich tatsächlich schon, wobei ich normal mit diesen Usern kommuniziere und das nicht nur über die Bücher. Ich würde mir nie anmaßen, ihnen „Lies meine Fanfictions!“ unter die Nase zu reiben. Das wäre einfach nur dreist und da bin ich schon genug genervt von jenen Autoren, die einem, sobald man ihnen folgt, eine Werbe-DM schicken. Allerdings habe ich bei jenen Fans auch den Eindruck, dass sie entweder Leser „klassischer“ Fanfiction sind oder damit nichts am Hut haben. Leider gar nicht so einfach, das alles … :/

      Liebe Grüße,
      Sonea

    2. sagt:

      Hallo Sonea,

      nein, ich meinte auch um Himmels Willen nicht, dass du sofort deine Werbung an den Mann/die Frau bringen sollst. Ein Hinweis im Twitter-Account und ein Austausch mit den potenziellen Fans. Aber das machst du ja, wie du sagst.

      Mit den „wenns“ hast du, fürchte ich, wirklich Recht. Zumindest ist das für mich eine wirklich große Hürde, zumal ich nicht unbedingt der große Fantasy-Leser bin. Ein einzelner Roman hier und da, das ist okay. Aber nicht die großangelegten epischen Sagen.

      Tut mir ehrlich gesagt fast schon ein wenig leid.

      Liebe Grüße
      Michael

    3. sagt:

      Keine Sorge, so hatte ich das auch nicht aufgefasst! Ich wollte damit einfach nur sagen, dass mir das zu weit gehen würde. Einen vernünftigen Mittelweg zwischen plump und subtil im Sinne von nette Konversation betreiben sehe ich allerdings auch nicht.
      Du brauchst dich nicht dafür zu entschuldigen, dass du nicht zur Zielgruppe gehörst. Auch wenn ich das irgendwie gerade total lieb von dir finde 😉 Nicht jeder mag Fantasy und gerade bei epischen Geschichten muss man sehr begeistert dabei sein, um nicht irgendwann aufzugeben. Das Rad der Zeit werde ich z.B. wahrscheinlich niemals lesen, weil es von seinem Umfang her bei meinem Lesetempo viele Jahre dauern würde, bis ich durch bin (und in denen ich nichts anderes lesen würde).

      Liebe Grüße,
      Sonea

  2. Elenwe Damaris sagt:

    Leider muss ich an der Stelle sagen, dass ich die Bücher nach wie vor noch nicht gelesen habe. Ich werde sie mir allerdings diesen Monat von einer Bekannten ausleihen und dann endlich mal anfangen mit lesen.

    Deine Frage kann ich leider nicht beantworten – dafür schreibe ich zu wenig und auch bei Weitem nicht gut genug. Mittlerweile bin ich einfach dazu übergegangen, regelmäßig ein Kapitel hochzuladen und sich über die paar neuen Klicks die es dann immer gibt zu freuen. Allerdings schreibe ich auch hauptsächlich in den Freien Arbeiten, wo es meiner Erfahrung nach einfach weniger Leser gibt.

    Deine Strategie, es über Social Media zu versuchen finde ich ziemlich gut. Mich hast du damit in jedem Fall dazu gebracht, mir zuerst dein Profil auf Twitter und dann auf ff.de einmal genauer anzuschauen, worüber ich jetzt im Nachhinein auch sehr froh bin. Zumindest bei mir hat diese Strategie funktioniert und sobald ich mit den Büchern durch bin werde ich auch definitiv deine Fortsetzung lesen. Nach einem deiner Tweets habe ich, unvernünftig wie ich bin, auch einmal einen Blick in deine Leseproben geworfen, was mich in meinem Vorhaben noch bestärkt hat.

    Dass viele gegenüber FanFiktion im Allgemeinen viele Vorurteile haben, stimmt leider. Auch in meinem Bekanntenkreis sind viele der Meinung, dass alle FanFiktions von Teenagern geschrieben wurden, die keine Ahnung vom schreiben haben und noch dazu sowieso nur Schund produzieren und die x-te FanFiktion schreiben in der Legolas Tauriel heiratet, Regina eine ganz liebvolle und nette Person wird, Hermine mit Snape zusammenkommt und Obi-Wan in der Zeit zurückreist um die Welt zu retten. Und um dieser Vorurteile auszuräumen können wir Autoren wohl nichts weiter machen, als Gegenbeispiele zu zeigen und versuchen, selbst besser zu schreiben.

    Ansonsten tust du meiner Ansicht nach schon alles Menschenmögliche. Ich habe keine Ahnung, wie lange man so etwas machen muss, um damit noch mehr Leser anzuziehen, dafür habe ich zu wenig Erfahrung. Raten kann ich dir nur, nicht aufzugeben und weiter deine Strategie zu verfolgen, die wirklich alles andere als schlecht ist.

    Hups, bei den langen Reviews fühle ich mich ein klein wenig angesprochen. Woran das wohl liegt….

    Liebe Grüße!
    Elenwe

    1. sagt:

      Hallo Elenwe,

      Mach dich deswegen doch nicht verrückt! Ich freue mich, wenn du die Bücher liest und ich dann vielleicht einen Menschen mehr zum Fangirlen habe <3 Alles andere wird eh davon abhängen, ob dir die Bücher gefallen. (Und ob du ein glühender Akkarin-Fan wirst, denn ich denke, dass alles andere damit steigt und fällt).

      Aber ich freue mich, dass ich dich auf diese Weise begeistern konnte! Das zeigt mir, dass meine Strategie niht ganz erfolglos ist. Aber vielleicht muss man das wirklich sehr lange durchhalten, bevor es etwas bringt. Ich bin zwar schon seit zwei Jahren in Social Media aktiv, doch die Möglichkeiten es für die eigene Propaganda zu nutzen, entdecke ich erst jetzt.

      Stimmt, dass es bei Freien Arbeiten nicht so leicht sein soll, Leser zu bekommen, habe ich auch schon öfters mitbekommen. Wahrscheinlich liegt es auch ein wenig am Genre. Und bei Fanfictions kommt es stark darauf an, wie angesagt ein Fandom ist. Wenn ich in meinem Fandom mir die ganz alten Geschichten ansehe, dann stehen die Reviewzahlen in keinem Verhältnis zu den Geschichten, aber es war eben angesagt.
      Womit wir auch schon bei dem Thema "Schund" wären. Denn es ist leider so, dass diese ganzen klischee-erfüllenden Geschichten den Fanfictions ihren schlechten Ruf geben. Und es ist verdammt schwer, diese Vorurteile zu zerstreuen und zu zeigen, dass es auch anders geht, weil eben diese Geschichten sich zugleich so großer Beliebtheit erfreuen. Das merke ich jedes Mal, wenn ich eine kleine Textpassage auf Twitter poste und diese von der Mehrheit der Black Magician Fans gekonnt ignoriert wird, weil sie sich eben nur für klassische Fanfictions interessieren. Und vielleicht muss ich an dieser Stelle akzeptieren, dass ich solche Fans niemals erreichen werde.

      Ich kann mich jedoch glücklich schätzen, dass viele meiner Leser diese Vorurteile durch das Lesen meiner Geschichten überwunden haben 🙂

      Und mach dir bitte wegen der Reviews keine Gedanken! Ich finde es großartig, dass dir so viel zu den beiden Kurzgeschichten eingefallen ist! Wenn dir so viel einfällt und du dich damit nicht unter Druck setzt, ist das super! 🙂 Mit meiner Bemerkung, dass die Antwort auf lange Reviews für mich auch Zeit erfordert, wollte ich jene Leser ermuntern, die von der Länge manch anderer Reviews abgeschreckt sind, weil jede Rückmeldung für mich hilfreich ist. Allerdings habe ich auch hier oft das Gefühl, gegen Windmühlen anzukämpfen, weil es immer wieder vorkommt und viele dann einfach irgendwann gar nichts mehr sagen.

      Liebe Grüße,
      Sonea

  3. Hallo Sonea,

    wenn ich doch nur den Königsweg zu mehr Aufmerksamkeit und mehr Lesern wüsste …^^

    Die Situation von FF-Schreibern und Selfpublishern ist recht ähnlich, denn beide werden im ersten Angang oft in die Schundecke gesteckt und es gibt in beiden Bereichen genug Autoren, die dieses Vorurteil bestätigen.

    Als FF-Autorin hast du den Vorteil erhöhter Sichtbarkeit. Fans von Canavan, die ihre Bücher ausgelesen haben und „mehr in dem Stil“ suchen, werden durch deine Aktivität in verschiedenen Social Media Gruppen bei der Suche irgendwann auch auf dich stoßen. Ob sie deine Texte gut finden, steht dann noch mal auf einem anderen Blatt. Viele suchen ja explizit Slash und Mary Sues.
    Die enge Bindung an ein Fandom hat aber auch zwei Nachteile. Den einen hat Elenwe genannt: Man muss die Bücher kennen, auf die du dich beziehst, um den Anschluss zu finden. Das ist aber ein Problem, das (unabhängig von FF) für alle aufeinander aufbauenden Reihen gilt: Die letzten Bände werden erst interessant, wenn man mit den ersten durch ist. Das macht auch das Weiterempfehlen schwierig. Vermutlich wäre es deutlich leichter für dich, wenn du statt Fortsetzungen Spin-offs schreiben würdest, die keine oder nur ungefähre Kenntnisse der Haupthandlung voraussetzen.
    Den anderen habe ich erlebt, als ich noch FFs zum Herrn der Ringegeschrieben habe. Den HdR kennt ja nun auch wirklich jeder, aber durch die Filme war zeitweilig ein unglaublicher Hype entstanden. Dutzende von Foren haben aufgemacht und in jedem explodierten die Benutzerzahlen. Entsprechend lief es mit den FFs und den Lesern. Dann war der letzte Film draußen und der Hype verebbte. FFs interessierten allenfalls noch ein paar Hardcore-Fans. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Phänomen zumindest teilweise die zurückgehenden Klicks auf deine FFs erklärt.

    Wie du selber sagst: Du schreibst für eine Nische. Und ich fürchte, dass diese Nische enger wird. Menschen, denen an einer intelligenten Fortsetzung und einem guten Stil gelegen ist, werden dich weiterhin finden und lesen. Durch die erhöhte Sichtbarkeit werden sie dich sogar besser finden. Gleichzeitig werden sie aber weniger, weil die Gilde der schwarzen Magier nicht mehr so „heiß“ ist.
    Das klingt jetzt alles sehr deprimierend, hat aber einen positiven Kern. Es liegt nicht an dir! Eher im Gegenteil: „Der Spion“ lässt sich auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen (jedenfalls der Anfang; mir fehlt im Moment einfach die Zeit zum Lesen, deshalb bin ich noch nicht weiter gekommen). Mit anderen Namen und anderen Ortsbezeichnungen etc. hättest du vermutlich gute Chancen, dass daraus ein eigenes Fandom entsteht.

    Liebe Grüße
    Nike

    1. sagt:

      Hallo liebe Nike,

      Vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂 Deine Selfpublisher-Tipps, die du in deinem Blog gibst, helfen mir tatsächlich schon sehr gut! Der Erfolg lässt zwar noch auf sich warten, aber sie sind eine gute Anleitung, um überhaupt eine Strategie zu entwickeln. Denn ich sehe das ähnlich wie du, dass Selfpublisher und Fanfiction-Autoren viel gemeinsam haben. Die Vorurteile, die von einigen Autoren bestätigt werden, sind ein Teil davon, der uns das Leben schwermacht.

      Die erhöhte Sichtbarkeit ist ein guter Anfang, denke ich. Doch sie hilft mir eben nur bei solchen Fans, die mehr im Stil der Bücher suchen. Diejenigen, die gerne Mary Sues und ooc-Charaktere lesen, sind so wie ich das mitbekomme, der Mehrheit.
      Mit den Spin-Offs hätte ich tatsächlich den Vorteil, dass man sie ohne Vorkenntnisse lesen könnte. Damit würde sich die Zeilgruppe jedoch verlagern. Fans der Bücher wollen mehr von ihren Lieblingscharakteren lesen, was Spin-Offs ihnen nicht bieten würden. Das wäre dann eher interessant für Fantasy-Fans im Allgemeinen. Nicht zuletzt wäre es nicht das, was ich schreiben will.
      Auch wenn ich immer daran interessiert bin, andere Menschen für die Bücher zu begeistern, so würde es mir bereits reichen, wenn ich mehr der bereits existierenden Fans erreichen könnte (was allerdings wieder an Mary Sue, occ & Co scheitert). Aber da die Mehrheit der bereits existierenden Fans eher an Mary Sue und ooc interessiert ist, ist auch das Interesse da, es bei jenen zu versuchen, die noch keine Fans sind. Tatsächlich ist das jedoch gar nicht so sehr mein Hauptaugenmerk. Mir reicht es, andere auf die Bücher anzufixen und dann zu fangirlen. Wenn sie zusätzlich meine Geschichten lesen und gut finden, ist das ein toller Bonus 🙂
      Der Hype um Black Magician ist leider auch schon vorbei. Er hatte seine Blüte in der Zeit, in der ich anfing zu schreiben, allerdings war ich da noch weit davon entfernt, jemals etwas zu veröffentlichen. Es hat ganze vier Jahre gebraucht, bis meine Fortsetzung weit genug gediehen und der „Spion“ in präsentabler Form war. In meinem Fandom sieht man das auch sehr schön am Verhältnis Reviews vs. Qualität der Geschichten, was sich seit damals umgekehrt hat. Zugleich treffe ich jedoch auch immer wieder auf Menschen, die gerade mit den Büchern anfangen oder so davon begeistert sind, dass sie sie immer wieder lesen, weswegen vielleicht noch immer ein kleiner Markt vorhanden ist.

      Wenn ich jetzt ganz größenwahnsinnig wäre, würde ich ja versuchen, den Markt wieder anzukurbeln, um noch mehr Leute für die Bücher zu begeistern 😀

      Es tut auf jeden Fall gut zu wissen, dass man den „Spion“ auch ohne Lektüre der Bücher lesen kann. Mir war immer wichtig, Informationen aus dem Original so einfließen zu lassen, dass sich auch jene, die die Bücher seit Jahren nicht mehr gelesen haben, zurechtfinden. Bei anderen Buchreihen ist der Quereinstieg dagegen schwieriger.
      Ich habe sogar schon darüber nachgedacht, die Namen etc. zu ändern. Wenn E. L. James damit Erfolg hat, dann sollte mir das schließlich auch gelingen. Allerdings würde die Geschichte damit ihren Charme, ihre Essenz verlieren – all dies, weswegen ich überhaupt schreibe. Ich müsste darauf achten, dass es nicht „geklaut“ wirkt und darüber würde es zu etwas anderem. Allerdings kann ich mir gut vorstellen, eines Tages einen Roman zu schreiben, in dem einige Figuren von meinen Lieblingen inspiriert sind 🙂

      Liebe Grüße,
      Sonea

  4. Hi Sonea,

    ich denke, es ist, wie Nike sagt. Die Bücher sind inzwischen schon älter und dadurch verlierst du natürlich einen Teil deiner Zielgruppe.
    Was die Suche nach mehr Lesern angeht, kann ich nur empfehlen, was für mich funktioniert hat (Pokémon-FF auf Animexx). Sieh dich in deinem Fandom um, schau dir Autoren von FFs an, die deinem Stil zumindest ähneln (Fortsetzungsschreiber mit Qualität) und knüpfe dir dein eigenes Netzwerk. Das geht natürlich am einfachsten, wenn du deren Geschichten liest und reviewst und nebenbei einfließen lässt, dass du auch eine Fanfiction in diesem Fandom schreibst (wenn du so berühmt bist, wird das sicher kein Problem).
    Wenn ihr in Kontakt getreten seid, fangen diese Autoren möglicherweise auch damit an, deine Geschichte zu lesen und zu kommentieren (was dir zumindest mehr Reviews und damit Sichtbarkeit bescheren würde), vielleicht könnt ihr in euren Kapiteln oder Vorworten sogar die Geschichten des jeweils anderen empfehlen/verlinken. Je mehr Leute deine FFs in ihrer Favoritenliste haben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie von deren Lesern durch Zufall gefunden wird.
    Dieser Prozess dauert leider einige Monate und kostet viel Zeit, aber auf Animexx hat das immer gut funktioniert, ich weiß nur nicht, wie es damit auf Fanfiction.de aussieht.
    In meiner Erfahrung ist ein Netzwerk aber überall wichtig und die Leser überschneiden sich oft.
    Ansonsten bleib bei dem, was du tust. Manchmal ist einfach gerade eine Trockenphase und dann tauchen plötzlich mehrere Leser gleichzeitig auf 🙂

    LG, Otterfly

    1. sagt:

      Hallo Otterfly,

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! 🙂

      Die Aktualität des Fandoms ist sicher ein Problem, wobei das alle Geschichten darin betrifft, welcher Art sie auch immer sind. Aber hätte ich zu der Zeit, als ich mit Schreiben anfing, gewusst, dass es FF.de gibt und hätte meine Geschichten online gestellt, so wären sie von der Qualität her sehr viel schlechter gewesen und ich würde mich heute dafür schämen. Als ich vier Jahre später in das Fandom kam, war es schon nicht mehr so „heiß“. Aber zugleich haben die Bücher Fans, die diese wieder und wieder lesen, wodurch es immer noch aktuell ist.

      Hm, so ein wirklicher Fan von solchen Strategien war ich noch nie, weil auf mich sie immer ein wenig den Eindruck von Gefälligkeitsreviews und Autorengeklüngel erwecken. Das muss nicht so sein und ich sehe, welchen Vorteil das Knüpfen solcher Beziehungen bringen kann, aber ich möchte nicht, dass andere meine Geschichten lesen und kommentieren, bloß weil ich das bei ihnen tue. Da wüsste ich nicht, ob es ehrlich interessierte Leser sind, oder ob sie es nur aus Pflichtgefühl tun.

      Außerdem ist es schwer, in meinem Fandom Geschichten zu finden, die die von dir genannten Kriterien erfüllen. Ich habe schon in einige Geschichten reingelesen, allerdings bin ich nie weiter als ein Kapitel gekommen, weil sie mir die Charaktere und das Setting nicht originalgetreu genug darstellen und das zu lesen fällt mir einfach schwer.

      Vielleicht ist das in anderen Fandoms anders, aber da kenne ich mich noch weniger aus. Es freut mich jedenfalls, dass die Methode bei dir funktioniert hat! 🙂

      Liebe Grüße,
      Sonea

  5. Anja sagt:

    Hallo Sonea!
    Ich habe vor zwei Wochen deine Fanfictions entdeckt – Reviews werden eines Tages noch folgen, nur leider fehlt mir gerade die Zeit – und gestern wurde ich auch auf deinen Blog aufmerksam.

    Da ich selbst meinen Headcanon nicht zu Papier bringen kann, suche ich immer wieder in den verschiedenen Fandoms nach Fanfictions, die meinem Headcanon möglicherweise ein wenig entsprechen und stoße dabei stets auf folgendes Phänomen: Flache Geschichten, in denen die Charaktere mit ihrem Vorbild nichts als den Namen gemeinsam haben, haben hunderte von Reviews, während die wirklich guten Geschichten gerade einmal eine handvoll Leser haben.
    Einige Beobachtungen, die ich dabei gemacht habe:
    1.) Diese flachen Geschichten jedoch werden häufig auf zehn verschiedenen Fanfiction-Plattformen veröffentlicht – am besten die Kapitel auch noch an verschiedenen Tagen, sodass man immer auf die andere Plattform verwiesen wird, wo es dann schneller weiter geht.
    2.) Ein sehr neuartiges Phänomen: Fanfictions auf Instagram. Ich konnte es kaum glauben, doch Fanfictions wie „Harry hat sich so in Professor Snape verliebt und Professor Snape in Harry, die beiden machen jetzt alles zusammen“ haben teilweise hundert Follower.
    3.) Meist hat der jeweilige Fanfictionautor zig Freunde in der Community, die zig Reviews zu der Geschichte schreiben und sie in den Himmel loben, egal, wie sch**** sie eigentlich ist – also trügt der erste Blick oft nur.
    4.) Die Autoren, die wirklich gute Fanfictions schreiben, schreiben meist nur um des Schreibens willen und ihnen ist die Anzahl von Reviews und dergleichen überhaupt nicht wichtig, obwohl gerade sie diejenigen sind, die es verdient hätten. Oder sie haben schon längst resigniert und finden sich mit ihren wenigen Stammlesern ab.

    Ich habe versucht, das zu verstehen, doch es gelingt mir nicht. Wenn ich lese, dann sollten die Geschichten einen gewissen Anspruch haben, denn für irgendwelche „Kleinmädchenfatasien“, wie du es auf deinem Profil ausgedrückt hast, ist mir meine Zeit zu schade.Deshalb werde ich mir auch den letzten Abschnitts deines Blogs zu Herzen nehmen und wieder mehr Reviews schreiben – mit deinen Geschichten werde ich anfangen.

    Bei dir kommt zusätzlich zu der Komplexität, Durchdachtheit (in Ermangelung eines besseren Wortes musst du nun mit diesem hier Vorlieb nehmen) und der Tatsache, dass deine Charaktere überhaupt nicht ooc sind, noch dazu, dass das Fandom leider sehr klein ist und es kaum Neuzugänge gibt, da die Bücher einfach nicht mehr aktuell sind und sich leider nicht einer solchen Beliebtheit wie „Harry Potter“ oder „Herr der Ringe“ erfreuen.
    [Dazu am Rande: In meiner Stammbibliothek beispielsweise wurde „Die Gilde der schwarzen Magier“ Ende des vorigen Jahres aussortiert, da schon seit etlichen Jahren kein Mensch außer mir diese Bücher ausgeliehen hat. Ich habe die drei Teile schließlich zu einem Spottpreis von 1,50€ erworben – die Bibliothekarin wusste, wie sehr ich daran hänge -, andernfalls hätte man sie weggeworfen.]
    Außerdem haben sich viele Leser schon mit Trudi Canavans Fortsetzungstrilogie angefreundet (die übrigens noch immer in meiner Stammbibliothek steht) und interessieren sich überhaupt nicht für eine alternative Fortsetzung mit Akkarin und ohne das überaus schreckliche Pairing Sonea/Regin.

    Ich kann eigentlich nur wiederholen, was auch in den vorherigen Kommentaren steht:
    Es liegt überhaupt nicht an dir und deinen Geschichten, dass du immer weniger neue Leser hast.

    Da dies mein erster Kommentar zu einem Blog ist, weiß ich nicht, ob ich alles richtig gemacht habe. Falls ich zu sehr vom Thema abgeschwiffen bin – was bei mir desöfteren passiert – bitte ich, mir das nicht übel zu nehmen.

    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die folgende Woche!
    Liebe Grüße,
    Anja

    1. sagt:

      Hallo Anja,

      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar und herzlich willkommen als neue Leserin!

      Was du beschreibst, ist mir auch schon häufig aufgefallen und es tut mir (besonders in meinem Fandom) jedes Mal regelrecht in der Seele weh. Das Problem mit den Reviewzahlen und dem Inhalt ist jedoch, dass viele Reviews als gleichbedeutend mit „Super Geschichte“ verknüpft werden, so dass Leser eher geneigt sind, in diese reinzulesen. Dadurch erlangen Geschichten mit weniger Reviews automatisch weniger Aufmerksamkeit – unabhängig davon, ob sie gut sind oder nicht. Teilweise scheint es auch als wären die Geschichten umso beliebter, je absurder sie sind.
      In meinem Fandom sind es zum Glück nur selten seltsame Pairings und wenn dann allenfalls Sonea/Regin, in anderen Fandoms soll es viel schlimmer sein. Das macht die Geschichten jedoch nicht besser, weil es ihnen dennoch an Logik und authentischen Charakteren mangelt.

      Die Aktualität der Bücher ist sicher auch ein Problem. Allerdings habe ich eine Menge Leser, die die Bücher gerade erst angefangen haben oder lange Zeit nach einer guten Fanfiction dazu gesucht haben. Und die meisten finden die offizielle Fortsetzung einfach nur schrecklich. Es ist also schon ein „Markt“ vorhanden, wenn auch nur ein eher kleiner. Und gewiss liegt es auch daran, dass die Bücher weniger bekannt sind. Was mir jedoch Sorgen macht, ist dass die Leserzahlen bei meinen Geschichten zurückgehen so wie die der Reviews. Das zeigt mir auch, dass ich nicht in der Lage bin, die Leser dauerhaft und gut genug an mich zu binden. Oder vielleicht liegt es auch daran, dass die Qualität meiner Geschichten nachlässt, wenn auch die Testleser von Yukai mir etwas anderes sagen?

      Du hast geschrieben „Bei dir kommt zusätzlich zu der Komplexität, Durchdachtheit (in Ermangelung eines besseren Wortes musst du nun mit diesem hier Vorlieb nehmen) und der Tatsache, dass deine Charaktere überhaupt nicht ooc sind …“ – Wenn ich das richtig verstehe, willst du mir damit sagen, dass du glaubst, dass Fanfiction-Leser sich für diese Art von Fanfiction nicht interessieren, weil sie lieber die „leichte“ Kost lesen? Denn wenn das so ist, dann wäre das ziemlich traurig, wobei es bei näherem Betrachten unsere Gesellschaft irgendwie widerspiegelt. Ich kann das leider schlecht beurteilen, da ich nur wenig Fanfiction lese bzw. in die Geschichten nur reinlese und dann meistens auch schnell aus den von dir genannten Gründen wieder weg bin.

      Ich wünsche dir ebenfalls einen schönen restlichen Sonntag und einen guten Wochenstart!

      Liebe Grüße,
      Lady Sonea

      PS: Du hast alles richtig gemacht. Danke nochmals für deine lieben Worte 🙂

    2. Anja sagt:

      Hallo!
      Vielen Dank, ich habe deine Geschichten innerhalb von zwei Wochen gelesen und fange gerade mit deiner Schwarzen-Sonnen-Trilogie an.

      Nachdem ich dann eines Tages durchschaut habe, dass die eigentlichen Schätze die Geschichten, mit sehr wenigen Reviews sind, ignoriere ich diese Geschichten mit hunderten von Reviews, es sei denn, die Kurzbeschreibung haut mich total um.

      „Teilweise scheint es auch als wären die Geschichten umso beliebter, je absurder sie sind.“
      Oh ja. Englischsprachige Fanfictions sind in diesem Punkt am schlimmsten. Da gibt es Fanfictions mit dem Pairing Harry/Fawkes/Dumbledore (ich weiß nicht, wie vertraut du mit Harry Potter bist, aber Fawkes ist ein Phoenix und Dumbledore ist über 100 Jahre alt), Rechtschreibfehlern en masse und Kapitellängen von 800 Wörtern, die bis zu tausend Reviews haben.
      Mit „normal“ kann man viele Menschen einfach nicht mehr anlocken.

      Mich kannst du zu den Letzteren zählen, ich suche seit 2013, habe aber einige Wochen bevor du „Der Spion“ veröffentlicht hast aufgegeben.
      Ich muss gestehen, dass ich normalerweise auch einer dieser Leser bin, die anfangs Review nach Review von sich geben, aber sich irgendwann nicht mehr dazu aufraffen können und auch kein kurzes Review schreiben möchten. Und dann ereilt mich das schlechte Gewissen.
      Wie kann man Leser am besten an sich binden?
      Das weiß ich nicht, aber ich kann dir sagen, was mir bei Geschichten immer gut gefällt und mich dazu motiviert, ein Review dazulassen.

      1.) Ich mag Fragen am Ende des Kapitels (die du in „Die zwei Könige“ eingeführt hast) immer sehr gerne. Wenn die Fragen gut gewählt sind, dann habe ich nach dem Reviewschreiben manchmal einen ganz anderen Blick auf die Situation oder es geht mir ein anderes Licht auf.
      2.) Wenn ein Autor keine Reviews beantwortet, dann schreibe ich auch keine. Mir reicht schon ein „Danke“, aber keine Reaktion mag ich überhaupt nicht. Für mich ist die Konversation zwischen Leser und Autor gerade das, was Fanfictions ausmachen. Da du jedoch Reviews beantwortest, habe ich überhaupt keinen Grund, keine zu schreiben.
      3.) Ich habe einmal eine Geschichte gelesen, in der am Ende des Kapitels immer irgendetwas über das Neue geschrieben wurde. Mal war es der Titel, mal ein Zitat, das dazu passt, oder ein bis zwei Sätze aus dem Kapitel selbst (ähnlich wie bei einer Serienvorschau für die nächste Folge). Das hat zum Spekulieren angeregt, funktioniert aber auch nicht bei jeder Geschichte und bedeutet nochmals zusätzliche Arbeit. Aber dein Blog ersetzt das eigentlich.

      Ich könnte dir noch einige weitere Punkte aufzählen, doch du erfüllst diese in deinem Blog alle, daher erscheint mir das sinnlos. Für mich bist du (und deine Geschichten) gerade der Lichtblick am dunklen Fanfictionhimmel.
      Ich kann dir nur sagen, dass die Qualität deiner Geschichten meiner Meinung nach immer besser wird, doch ich kann mir vorstellen, dass einige mit der schweren Thematik in „Die zwei Könige“ zu kämpfen hatten, mich eingeschlossen. Ich habe dann schließlich sogar den ersten Teil übersprungen – das hatte jedoch private Gründe, die ich nicht näher erläutern werde. Ich konnte mich aber danach wieder gut in die Geschichte einfinden.
      „Das Heiligtum von Yukai“ gefällt mir bis jetzt aber sehr, sehr gut, ich kann deinen Testlesern nur zustimmen.

      Genau das möchte ich damit sagen, so traurig wie es ist.

      Ich lese ebenfalls nicht sehr viele Fanfictions, die Beobachtungen habe ich in den letzten fünf Jahren gemacht. Vorher hatte ich nicht einmal einen Internetanschluss, wofür ich im Nachhinein sehr dankbar bin.

      Liebe Grüße,
      Anja

    3. sagt:

      Hallo Anja,

      Wow, das ist schnell! Und viel Spaß mit „Unter tausend schwarzen Sonnen“! Ich hoffe, du kommst damit klar, wenn du mit Teil 1 von „Die zwei Könige“ deine Schwierigkeiten hattest. Falls es dazu kommt und du die Geschichte eigentlich weiterlesen möchtest, kannst du aber auch gerne die Stellen nennen, dann kann ich dir sagen, ab wo es wieder „sicher“ ist 🙂 Denn ich kann sehr gut verstehen, dass du mit dieser Thematik deine Probleme hattest. Und auch wenn ich deine Gründe nicht kenne und auch nicht kennen brauche, so bist du nicht die einzige, die damit ihre Schwierigkeiten hatte.

      Ich kenne von Harry Potter die Bücher und die Filme, Fanfictions dazu habe ich jedoch noch nie gelesen, dafür nur allerhand Schauerliches gehört, was mir auch ein wenig den Spaß am Original verdorben hat. Diese Art von Geschichten gibt es auf FF.de meines Wissens auch. Ich kann mir vorstellen, dass es auch eine Frage des Alters ist. Viele Fanfiction-Autoren und -Leser sind noch sehr jung und haben dementsprechend ihre Vorstellungen. Was das betrifft bin ich froh, dass es in meiner Teenager-Zeit noch kein Internet gab und ich nicht die Ausdauer hatte, meine geistigen Ausgeburten aufzuschreiben.

      Oh, das ist schade, dann haben wir uns ja knapp verpasst! Was DGDSM betrifft, hast du in der Zeit jedoch nicht viel verpasst, muss ich leider sagen. Doch ich glaube, das Problem hat man in allen Fandoms. Nur dass die anderen größer sind und man da vielleicht eher fündig wird.

      Wenn du wieder anfängst, Reviews zu schreiben, wirst du damit sicher einigen Autoren eine große Freude machen. Es ist immer sehr quälend und für Selbstzweifel nicht förderlich, wenn man nach einem Kapitel dasitzt und auf das erste, erlösende Review wartet. Kommt in den ersten beiden Tagen nichts, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr klein, dass danach noch etwas kommt und dann sinken die Hoffnung und steigen die Selbstzweifel, ob man nicht irgendetwas falsch gemacht hat. Das ist jedes Mal so. Und es ist sehr frustrierend.

      Die von dir genannten Punkte erfülle ich alle mehr oder weniger, denke ich. Der Ausblick auf das nächste Kapitel erfolgt bei mir auf meinen Twitter- und FB-Kanälen in Form kurzer Textauszüge, die ich irgendwann zwischen den Kapiteln poste. Meistens so eine Woche vorher und dann noch einmal am Wochenende, bevor das Kapitel dann kommt. Eine Zeitlang habe ich unter jedes Kapitel den Titel des nächsten geschrieben oder eine Anspielung darauf, was dort passiert, aber irgendwie habe ich das wieder schleifen lassen, da ich mit den Fragen mir teilweise schon einen abbreche.

      Liebe Grüße,
      Lady Sonea

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.