Kategorie: Writing

Auch der schönste Sommer geht einmal zu Ende – Monatsrückblick August

Auch der schönste Sommer geht einmal zu Ende – Monatsrückblick August

Nach dreieinhalb Monaten Urlaub von meinem Black Magician Universum und dem Einsetzen des Spätsommers bin ich nun soweit, mich von dem Projekt, das offiziell unter dem Titel „The Project which may not be named“ läuft, emotional zu lösen.

Obwohl schon Ende Juli mit Schreiben fertig geworden, habe ich mich im August einer intensiven Überarbeitung dieses Projekts gewidmet. Nicht nur, weil ich unfähig war loszulassen, sondern auch weil es sich angeboten hat, die erste Überarbeitung direkt zu erledigen. Beim Schreiben fallen mir in der Regel schon Todos auf, die ich dann entweder im Text vermerke oder in ein gesondertes Dokument schreibe. Manche Ideen verändern sich beim Schreiben und man sieht Teile des Plots mit dem Fortschreiten der Handlung noch einmal in einem anderen Licht, was eine Anpassung früherer Stellen erfordert. Und solange man von dem Projekt noch nicht genug und die Handlung dafür umso besser im Kopf hat, bietet sich eine unmittelbare Überarbeitung an.

Normalerweise brauche ich keinen kompletten Monat inklusive einer Urlaubswoche, um ein Projekt von ca. 200k zu überarbeiten. Allerdings war dies mein erstes Projekt auf Englisch, weswegen es sprachlich mehr zu korrigieren gab als sonst; mit ziemlich vielen Facepalms übrigens, weil es beim Lesen eigentlich so klar war. Andere Stellen wiederum haben mir echtes Kopfzerbrechen bereitet und Diskussionen mit Dritten erfordert, um meine Gedanken zu ordnen, neue Anregungen zu bekommen oder einfach Problempunkte bestätigt oder entkräftet zu bekommen.

Dreieinhalb Monate – ein ganzer Sommer – sind eine lange Zeit für einen Urlaub vom eigentlichen Schreibprojekt. Es war eine wundervolle, magische Zeit wie jeder Sommer, insbesondere des Juli-Camps, aber dieses Jahr war es noch einmal anders. Und das nicht nur wegen der neuen Erfahrungen in Bezug auf meine Schreibe. Zwischendurch war ich nicht einmal sicher, ob ich wirklich zurückfinden kann, hatte ich mir doch ein Akkarin-Gavin-Crossover geschrieben, das in etwas resultierte, für das ich kurz davor war alles über den Haufen zu werfen. Hätte ich gekonnt, ich wäre mit dem Kerl durchgebrannt. Mich so in dem Projekt zu vergraben war hingegen fast genauso gut.

Jetzt heißt es jedoch Abschied von meiner Sommeraffäre nehmen, schweren Herzens und mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn das Projekt ist abgeschlossen.

Die letzten Züge der Überarbeitung fanden hauptsächlich in meiner Urlaubswoche statt. Wie immer mit Kätzchen.

Ganz abgeschlossen? Nein. In einem abgelegenen Teil meines Hirns hält sich eine Horde hartnäckiger Plotbunnies, entschlossen bis zum nächsten Sommer zu überwintern und all meinen Vorsätzen zu trotzen. Da diese Erfahrung der vergangenen Monate so unglaublich gutgetan hat, werde ich es im nächsten Jahr erneut so handhaben und im Sommer mit meinem Akkarin-Gavin-Crossover ein weiteres Mal im Geiste durchbrennen. Davon abgesehen wird allerspätestens im April eine zweite Überarbeitungsphase folgen.

Ich weiß nicht, ob es an der ganz besonderen Magie des Spätsommers liegt oder daran, dass ich mit dem „Project which may not be named“ nun an einem Punkt angelangt bin, an dem ich die Hände in den Schoß legen und abwarten und Tee trinken muss – vielleicht ist es ein wenig von beidem, doch nun zieht es mich mit aller Macht zurück zu Akkarin, Sonea und den anderen Gildenmagiern und meinen sachakanischen OCs. Auf einmal habe ich wieder Lust, meinen Re-read von „The High Lord“ wiederaufzunehmen und im Anschluss mich der letzten Kapitel der Schwarze-Sonnen-Trilogie anzunehmen, die noch einer sehr gründlichen Überarbeitung bedürfen. Ich habe wieder Lust, mich wieder in meine laufenden Stories „Das Heiligtum von Yukai“ und „Schwärzer als die Nacht“ einzulesen und die bis zur Winterpause anstehenden Kapitel durchzukorrigieren, damit ich mich anschließend voll und ganz in die Arbeiten von „Das Erbe 2“ stürzen kann.

Das Einzige, auf das ich mich nicht freue, ist mich wieder an die deutsche Notation der wörtlichen Rede zu gewöhnen. Aber nach ein paar Wochen wird sich auch das wieder gelegt haben. Die Tatsache, dass es mir im Englischen leichter fällt, Dinge auf den Punkt zu bringen, wird allerdings dazu beitragen, die Wordiness meiner deutschen Projekte zu reduzieren.

Alles nur geklaut: Von Crossover-Charakteren, Interferenzen und der Wahrheit über meine OCs

Alles nur geklaut: Von Crossover-Charakteren, Interferenzen und der Wahrheit über meine OCs

Es ist unglaublich, wie eine Erkenntnis manchmal zu etwas völlig anderem führt. Wie sie dabei einen Zauber schafft und in letzter Konsequenz einen anderen Zauber aufhebt. Wie in diesem Fall die Wahrheit über die OCs (OC = Own Character) in meinen Geschichten.

Aber der Reihe nach.

Vor ein paar Tagen, nach ausgiebigem Schwelgen meinem NaNo-Projekt „The Project which may not be named“, wurde mir klar, dass ich dem Hauptcharakter hoffnungslos verfallen bin. Der Prozess war schleichend und ich hatte nicht einkalkuliert, dass es so eskaliert. Und der Zeitpunkt könnte nicht ungünstiger sein. Als wäre es nicht schon genug, dass ich neben Akkarin einen zweiten Buchcharakter zum Lieblingscharakter erhoben habe! Die Wahrheit ist jedoch: Es ist strenggenommen kein dritter Charakter. Ich habe etwas getan, das ich früher schon unbewusst getan habe, wenn auch nicht in diesem Extrem:

Ich habe zwei großartige Charaktere miteinander gekreuzt.

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Der CampNaNoWriMo 2017, das Projekt, dessen Name nicht genannt werden darf und warum man Kreativität nicht erzwingen sollte

Der CampNaNoWriMo 2017, das Projekt, dessen Name nicht genannt werden darf und warum man Kreativität nicht erzwingen sollte

In meinem letzten Blogartikel hatte ich angedeutet, entgegen meiner ursprünglichen Planung in diesem Camp-NaNoWriMo etwas für mich zu tun. Damals sagte ich zudem, dass ich kein abschließendes Wort darüber in diesem Blog verlieren werde, weil es euch, liebe Leser meiner Geschichten, nicht betrifft und damit hier fehl am Platze ist.

Aber irgendwie tut es das doch, und nach dem Facebook-Post eines meiner Lieblingsautoren, der gerade an der Vollendung des letzten Bandes seiner aktuellen Reihe laboriert und vor einem ähnlichen Dilemma steht, konnte ich meine Gedanken und (Schuld-)Gefühle zu diesem Thema endlich in Worte fassen.

In den vier Jahren, die ich meine Geschichten nun auf Fanfiktion.de veröffentliche, war ich mich meinen Zusagen immer zuverlässig. Noch im Winter habe ich euch versprochen, in diesem Camp meinen Headcanon um Akkarins und Lorlens Zeit als Novizen zu ergänzen, nachdem ich in meiner Schwarze-Sonnen-Trilogie schon zahlreiche Anspielungen und Rückblenden darauf gemacht hatte. Und ich hätte mich daran gehalten, weil ich stur genug bin, meine Pläne durchzuziehen und Versprechen einzuhalten und ich dies für das Vertrauen der Leser in mich wichtig halte.

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Missetat begangen – „Die Königsmörderin“ ist fertig

Missetat begangen – „Die Königsmörderin“ ist fertig

Nach etwas mehr als anderthalb Jahren, 831k Wörtern* und 56 Kapiteln ist es vollbracht: Die Rohfassung der ’Königsmörderin’ ist abgeschlossen und überarbeitet. Damit ist dieser erste Teil von „Das Erbe der schwarzen Magier“ von seinem Umfang her etwa gleichauf mit den Teilen der Vorgängertrilogie „Die Bürde der schwarzen Magier“. Also wieder reichlich Lesestoff.

Alles begann Anfang September 2015. Seitdem habe ich mit einigen Unterbrechungen an diesem ersten Band meiner zweiten Trilogie, die Black Magician auf alternative Weise fortsetzt, geschrieben. Darunter mehr als drei Monate Korrekturlesen von Band 3 der ersten Trilogie (Yukai) und, drei CampNaNoWriMos, in denen ich mich der Schwarze-Sonnen-Trilogie gewidmet habe und hier und da kleinere Unterbrechungen. Mehr als die Hälfte (ca. 470k) habe ich in den offiziellen NaNoWriMos 2015 und 2016 geschrieben.

Wo ’Yukai’ die Handlung ein wenig von der Gilde fortgeführt hat, ist diese in der ’Königsmörderin’ wieder in einem zentraleren Fokus. Trotzdem gibt es eine nicht gerade unwichtige Handlung in Sachaka, die sich durch die gesamte Trilogie ziehen wird. Es gibt jede Menge Action und Humor, ein in einer D/s-Beziehung lebendes Hauptpair, das sich selbst nicht so ganz ernstnimmt und das mit zwei schlimmen Kindern und einem verrückten Diener in einer Residenz lebt, einen Barney Stintson der Magiergilde, ein zwielichtiges Comeback, ein langersehntes Wiedersehen, unerwartetes Fremdflirten, sachakanische Cachikas und jede Menge Tote, die Gilde erschütternde Skandale und einen sie spaltenden Streit – und einen neuen Antagonisten. Und wahrscheinlich noch so einiges andere, das mir gerade nicht einfällt.

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„Aber dadurch wird er doch erst zu dem Charakter, den du liebst“ – eine Mutmach-Geschichte #wirsindtraumfaenger

Diesen Monat nehme ich an der Wir sind Traumfänger-Challenge von der wundervollen Annika Bühnemann teil. In dieser Challenge geht es um die Liebe zu Büchern und Geschichten oder dem geschriebenen Wort an sich. Denn mit Büchern fängt man Träume ein. Es ist egal, ob man als Autor oder Leser daran teilnimmt. Den ganzen März über gibt es jeden Tag eine Aufgabe, die es auf möglichst kreative Weise zu erfüllen gilt.

Obwohl ich ’nur’ Fanfiction schreibe, habe ich mich entschlossen, mitzumachen. Denn auch ich fange mit meinen Geschichten sowohl meine Träume ein als auch, so scheint es zumindest, die Träume meiner Leser. Und als Leser kenne ich wiederum Bücher, die mich zum Träumen verleiten.

In der heutigen Aufgabe geht es darum, anderen Autoren Mut zu machen. Ich weiß nicht, ob die Geschichte, die ich für euch habe, am Thema vorbei ist, oder ob sie eher zu Tag 6 passt (und außerdem habe ich es nicht so mit hübschen Bildern mit Sprüchen drauf), aber so wie mir damals Mut gemacht wurde, kann ich vielleicht anderen Mut machen, die vor einem ähnlichen Problem stehen.

Also höret nun eine aufregende und spannende Geschichte:

„Aber dadurch wird er doch erst zu dem Charakter, den du liebst“

Vor ziemlich genau drei Jahren, im Frühjahr 2014, nahm ich zum ersten Mal an einem Schreibwettbewerb teil. Das Thema lautete „Für dich gehe ich bis ans Ende der Welt“ und man durfte sowohl mit Fanfiction als auch mit einer freien Arbeit daran teilnehmen. Ziemlich schnell hatte ich mich für eine Geschichte darüber entschieden, wie Takan Akkarin aus Sachaka folgt und zu seinem Diener wird. Dieses Thema hatte mich in den Büchern schon immer fasziniert, weil seine Motivation nicht einzig daraus zu resultieren scheint, dass er kein anderes Leben als die Sklaverei kennt.

Also schrieb ich diese Kurzgeschichte und dann kamen weitere Dinge hinzu, die dazu führten, dass mich das Thema fortan nicht mehr loslassen sollte.

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Monatsrückblick Februar – Karnevalseskapismus & Homecoming

Irgendwie ist der Februar einer dieser Monate, die viel zu schnell vergehen, und das nicht, weil er 2-3 Tage kürzer als die übrigen ist. Jetzt, wo ich den Monat Revue passieren lasse, fällt mir jedoch einiges ein, was sich in dieser Zeit in meinem Autorenleben getan hat. Insgesamt habe ich im Februar sogar recht viel geschafft, auch wenn ich insgesamt nicht so viele Kapitel überarbeitet habe, wie im Januar und Dezember. Aber Überarbeiten und eine Geschichte zu beenden ist eben mehr als nur Kapitel zu lesen und beim Lesen zu korrigieren.

Überarbeitungsstatus der ’Königsmörderin’

Auch diesen Monat konnte ich meinen Plan ein Kapitel pro Tag zu überarbeiten, nicht immer einhalten, was neben Arbeit und allgemeiner Müdigkeit auch davon abhängt, wie viel es bei einem Kapitel zu tun gibt. Da ich mich dem Ende nähere, gibt es in jedem Kapitel mehr zu tun, weil mehr Szenen angepasst oder aufgefüllt werden müssen. Die zweite Februar-Hälfte bestand weitgehend aus einer längeren ToDo-Liste für den Mittelteil, die vor dem Finale abgearbeitet werden wollte. Da ich nur die Mittagspausen und die zu kurzen Abende zur Verfügung hatte, zog sich das über eine Woche hin. Als ich anschließend mit den Folgekapiteln weitermachte, wurde mir schnell klar, dass für den weiteren Verlauf ein Brainstorming erforderlich war. Insbesondere für die Sachaka-Storyline, womit die letzte Februar-Woche dann auch gefüllt war.

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Autorenwahnsinn Reloaded: Wann und wie hat du mit dem Schreiben angefangen?

Es gibt das ’’Schreiben’’ und das Schreiben. Daher muss ich meine Antwort zweiteilen.

Je mehr ich darüber nachdenke, wie alles begann, desto mehr fällt mir wieder ein. Und was ich dabei aus den tiefsten Tiefen meines Gedächtnisses hole, ist teilweise ganz schön pubertär.

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1. Das ’’Schreiben’’

Die ersten Anfänge waren mit 12/13. Damals war ich nacheinander in zwei Jungs aus meiner Klasse verknallt und hatte die glorreiche Idee, dies als eine Art Liebesgeschichte niederzuschreiben. Jeden Abend schrieb ich zu der schrecklichen Musik, die Mitte der 90er in war, meine Erlebnisse des Tages und jedes an mich gerichtete Wort und jeden mir gewidmeten Blick jener Jungs mit Füller in eine dicke Kladde. Es war also kein Tagebuch, sondern der Versuch einer echten Geschichte (inkl. Erträumten Happy End).

Weil ich dennoch meinen gesamten Tagesablauf festhielt, enthielten jene Stories auch meine Schwärmereien von den fiktiven Personen, in die ich in jenem Alter ebenfalls verliebt war. Zu jener Zeit waren das Mr. Spock und Han Solo. Zum Glück habe ich nie die Fanfictions aufgeschrieben, die ich mir in meinem Kopf zusammenspann, denn damit hätte ich die Menschheit mit Dingen vergewaltigt, bei denen sich mir heute die Fußnägel aufrollen, wenn ich die Scheuklappen abnehme und mich in meinem Fandom oder anderen Fandoms umblicke. Davon abgesehen gab es 1994/95 noch kein Internet und die Möglichkeiten, meine geistigen Auswüchse auf die Menschheit loszulassen, waren somit sehr eingeschränkt.

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Autorenwahnsinn Reloaded: Charakterbögen? Never!

Der Autorenwahnsinn geht weiter. Doch anders als im Januar mit einer Frage jeden Freitag, die man in den Sozialen Medien oder auf dem eigenen Blog im Laufe der Woche beantworten kann. Ich werde vermutlich nicht immer mitmachen, aber jedes Mal, wenn ich meinen Senf dazu geben will. So habe ich mich letzte Woche z.B. nicht daran beteiligt, weil ich keine Schreibziele für Februar habe, bzw. meine Pläne für die nächsten Wochen bereits in meinem Monatsrückblick von Januar kundgetan habe.

Das Schöne am Autorenwahnsinn ist, abgesehen davon, dass ich mir selbst über die Dinge rund ums Schreiben Gedanken mache, dass ich damit zugleich Lesern und Autoren Einblick in meine Arbeitsweise gebe.

In der heutigen Frage dreht es sich um Charakterbögen. Und das ist wieder so ein Thema, wo ich mit meiner chaotischen Arbeitsweise völlig aus der Norm falle und von gefühlt 90% meiner Kollegen als chaotisch und inkompetent betrachtet werde. So sehr ich Ersterem zustimme, möchte ich mich zu Letzterem nicht äußern.

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Nein, ich benutze keine Charakterbögen. Ich habe noch nie welche benutzt. Und bis vor ein oder zwei Jahren, wusste ich nicht einmal, was das ist. (Ich schreibe schon viel länger als das, so 20 Jahre ca., und ich habe bis jetzt wunderbar ohne überlebt).

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Das verflixte siebte Jahr – Lady Soneas schriftstellerischer und fangirlischer Jahresrückblick 2016

Kennt ihr das? Ihr sagt euch xxxx wird euer Jahr und seid hinterher bitter enttäuscht? Etwas Derartiges dachte ich von 2015 und im Nachhinein denke ich mir nur Schwamm drüber und sagte mir: „2016 wird mein Jahr!“ Aber abgesehen davon, dass in diesem Jahr viele meiner Kindheitshelden und Berühmtheiten, die mein Leben lang einfach nur ’’da’’ waren, starben, war 2016 keine solche Katastrophe wie 2015, auch wenn es seine eigenen Tiefpunkte hatte.

Aber es gab auch viel Schönes. Und nicht zuletzt hatten Akkarin und ich im August unser Siebenjähr – äh, meine ’’Karriere’’ als Fanfiction-Autorin ging dieses Jahr in ihr siebtes Jahr. Und wie wir alle wissen, ist das siebte Jahr das Jahr, in dem alles passieren kann.

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Der NaNoWriMo 2016-Schreibwahnsinn: Kitsch-Vanilla-Hauptpairs, BDSM-Dreier und ein Trump’scher Writus Interruptus

Der NaNoWriMo 2016-Schreibwahnsinn: Kitsch-Vanilla-Hauptpairs, BDSM-Dreier und ein Trump’scher Writus Interruptus

Wie Schlafmangel, der Shipper-Thread und schlechte Fanfictions mir das Hirn ruinierten

Dieser Bericht sollte gefühlt vor zwei Wochen kommen, doch der alljährliche Übergang von einem Monat Schreibwahnsinn in die Vorweihnachtszeit hat mich dieses Jahr ziemlich geschafft und ich weiß nicht, wo die letzten beiden Wochen geblieben sind. Mein Hirn, das ich mir in dieser Zeit nicht nur mit zu wenig Schlaf und zu viel Schreiben ruiniert habe, hat sich inzwischen wieder weitgehend erholt, während mein Körper nach all der Action gerade in Winterschlafmodus geht.

Da man die zu erreichende Wortzahl im November nicht anpassen kann, setzte ich vorab mein persönliches Ziel auf 200k. Damit wollte ich mich möglichst dem Showdown der Geschichte nähern oder diesen vielleicht sogar schon beginnen.

Trotz der einen oder anderen Schwierigkeit war es ein wahrhaft epischer NaNoWriMo und das nicht nur, weil die Geschichte sich mir nahezu selbst diktiert hat, sondern auch wegen der großartigen Stimmung im NaNo-Forum. So viel zu schreiben ist neben gutem Zeitmanagement auch mit einer gehörigen Portion Wahnsinn verbunden. Mir ist wichtig, dass ich im Schreibfluss bleibe und solange ich meine Arbeit erledige und die Katzen nicht vernachlässige, funktioniert dieses Prinzip für mich.

Eine andere, unerfreuliche Form des Wahnsinns kam auf unerwartete Weise hinzu. Im Oktober wagte ich aus Gründen der ’’Recherche’’ zum Thema Badfic einen Blick in die Abgründe meines Fandoms und blieb darüber an einer Fanfiction hängen, die (wie so viele andere und vermutlich unfreiwilligerweise) grauenhaft war. Aus jener ’’Recherche’’ wurde rasch ein guilty pleasure, auf das ich nicht sonderlich stolz bin. Es genügt an dieser Stelle, dass ich nur immer mal wieder weiterlas, weil ich unfähig war, mich von dem Grauen abzuwenden, so wie wenn man an einem Unfallort vorbeifährt, und dass ich mich darüber in Bezug auf meine Lieblinge sehr, sehr verstört habe.

Der Start begann grandios um Mitternacht am 1. November zusammen mit der Ankündigung an meine Katzen „Ihr müsst jetzt einen Monat lang ganz lieb sein, sonst koche ich Chinesisch“. Trotz Müdigkeit und dem Bedürfnis, mich in meinem Bett zusammenzurollen, habe ich mit jeder Menge Schwarztee noch in der Nacht die ersten 1000 Wörter geschrieben. Wie in den beiden Jahren zuvor mit einer Schweinkramszene, um der Tradition treuzubleiben. Dank zahlreicher Wordwars im NaNo-Forum wurden aus den für den Start-Marathon an Tag 1 gesetzten 12k rasch 14k. Zwischendurch hatte ich sogar noch Zeit für Sport und meine Katzen und konnte gegen 22 Uhr Feierabend machen.

So etwas macht man aber auch nur einen Tag, danach ist man durch.

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