Schlagwort: Lorlen

Lady Sonea enthüllt: Das Geheimprojekt blackmagicXmas2016

In vier Tagen ist es wieder so weit, der NaNoWriMo ist zu Ende und es beginnt die Zeit der Lebkuchen, Zimtsterne, Tannennadeln und Kerzen. Nun, nicht ganz, denn eigentlich beginnt sie heute. Doch in vier Tagen startet der Countdown bis Weihnachten. Adventskalender – jeden Tag ein Türchen mit billiger Schokolade, Gourmet-Schokolade, Nostalgie-Bildern oder was sonst den persönlichen Vorlieben entspricht.

Und für alle, die keine Billigschokolade mögen, auf Gourmetkrams pfeifen und Nostalgiebilder einfach nur grottenhässlich finden – und natürlich für alle anderen, die nicht genug von Adventskalendern bekommen können oder immer wieder gerne etwas zu den schwarzen Magiern lesen, habe ich einen alternativen Adventskalender geschrieben. Einen Adventskalender mit 24 kleinen Episoden zu einem Thema, das meines Wissens nach viele Black Magician Fans beschäftigt.

Doch bevor ich hier noch mehr um den heißen Brei rede, denn es ist NaNoWriMo und ich muss schreiben, und ohne große Trommelwirbel und anderes Gedöns, präsentiere ich euch, womit ich im Spätsommer unter #blackmagicXmas2016 auf FB und Twitter rumgespammt habe:

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Akkarin, der introvertierte Hohe Lord

Akkarin, der introvertierte Hohe Lord


Warum es leichter ist, sich einem Fremden anzuvertrauen

Im heutigen Artikel geht es um ein Thema, über das ich vor wenigen Wochen mit einer meiner Testleserinnen diskutiert habe, während sie sich ’Schwärzer als die Nacht’ vorgeknöpft hat. Und weil ich dieses Thema nicht nur für diese Geschichte wichtig finde, sondern weil es sich lohnt darüber nachzudenken, will man Akkarin als Figur verstehen, habe ich diesem Thema einen Artikel gewidmet.

Es geht um die Frage, warum Akkarin sich in ’The High Lord’ ausgerechnet seiner Novizin anvertraut, wenn doch Lorlen sein bester Freund ist.

Motivation

Für Teil zwei und drei meiner ’Schwarze-Sonnen’ Trilogie habe ich mich verschiedene Fragen rund um Akkarins und Lorlens Verhalten auseinandergesetzt. Zahlreiche Passagen, die beim Lesen der Bücher auf den ersten Blick nicht nachvollziehbar erscheinen, brauchen eine plausible Erklärung, will man sie canontreu aus Akkarins Perspektive schreiben und diese Lücken in den Büchern schließen.

Einige dieser Themen habe ich auch unabhängig von meiner Akkarin-Trilogie mit anderen Fans diskutiert, darunter Testleser, Autorenfreunde und Leser, mit denen ich inzwischen auch privat in Kontakt stehe. Und ich finde es immer wieder faszinierend, wie andere diese Stellen interpretieren, auch wenn sich im Laufe einer Diskussion häufig herausstellt, dass unsere Theorien sich ähneln.

Sobald es jedoch um Akkarin geht, sobald dieser etwas tut, was ihn auf den ersten Blick in ein schlechtes Licht rückt, werden auch seine Gegner wach und verurteilen ihn für sein Verhalten. Besonders in Forumsdiskussionen, aber auch in Rezensionen, stößt seine Entscheidung, sich seiner Novizin anzuvertrauen, häufig auf ein Unverständnis, das mich gelinde gesagt schockiert.

In ’The High Lord’ ist dies ein zentraler Punkt, der die Handlung maßgeblich beeinflusst, und daher eine  Erklärung wert.

Vielleicht ist es jedoch auch eine Frage von Veranlagung und persönlicher Erfahrung, ob man Akkarins Entscheidungen und Motive nachvollziehen kann. Hier sehe ich vor allem zwei Aspekte, die sich bei Akkarin gegenseitig bedingen und die viele seiner Handlungen in den Büchern beeinflussen:

Introvertiertheit und Kontrollzwang.

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Rückblick auf mein 2015 als Fanfiction-Autorin und Ausblick auf 2016

2015 war nun wirklich alles andere als ’mein’ Jahr. Sowohl in Bezug auf mein Doppelleben als Fanfiction-Autorin als auch in Bezug auf mein Privatleben, auf das in an dieser Stelle nicht eingehen werde. Also beschränke ich mich auf meine schriftstellerischen Highlights und Tiefpunkte.

Eigentlich fing es ganz gut an. Ende Januar ging das letzte Kapitel von Soneas Erzählstrang in ’Die zwei Könige’ zu Ende. Die Begeisterung der Leser war riesig, ich hätte nie gedacht, dass dieser Teil, der nur von Sonea und zwei sachakanischen OCs bestritten wird und ziemlich harter Tobak ist, die Leser derart fesseln würde. Zu meinem Entsetzen stellte ich jedoch fest, dass einige Leser angefangen hatten, sich zwischen Sonea und Marika eine Romanze auszumalen, was in meinen ersten kritischen Blogartikel, der Missbrauchsbeziehungen als Thema hatte, endete.

Im April nahm ich am Camp-NaNoWriMo teil, indem ich mit der Überarbeitung von Band 3 meiner Trilogie, ’Das Heiligtum von Yukai’, fortgefahren bin. Dort bin ich ein gutes Stück weitergekommen. Ich habe ca. 300k der Story überarbeitet und dabei auch diverse neue Szenen geschrieben (mehr dazu auch hier).

Mit dem Beginn des zweiten Teils der zwei Könige stieg ich von wöchentlichen Updates auf zweiwöchentlich um und lud in den dazwischenliegenden Wochen die Geschichte über Akkarins Zeit in Sachaka ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ hoch. Leider erwies sich das sehr schnell als Fehler. Die Zeit, die Teil 2 braucht, um ein komplett neues Setting aufzubauen und die Grundsteine für den Rest der Trilogie zu legen, sorgte für reichlich Unmut. Zugleich ging das Interesse an Akkarins Geschichte nach wenigen Kapiteln zurück, bis ich diese nur noch unter Bauchschmerzen hochladen konnte. Dazu kamen einige Kommentare, die für mich wie ein Schlag ins Gesicht waren, was dazu geführt hat, dass ich das Projekt schließlich eingestellt habe (Traurige Entscheidung).

Das Ganze hat mich in eine ausgewachsene Krise gestürzt, die durch meinen gescheiterten Versuch, Anschluss an andere Autoren zu finden, noch schlimmer wurde. Mir war schon länger klar, dass ich mit meiner Schreibe und meinen Ansichten in das Forum von Fanfiktion.de nicht wirklich reinpasse. Also habe ich es in einer anderen Autoren-Community versucht. Das schien zunächst vielversprechend, nach kurzer Zeit hatte ich jedoch das Gefühl, als jemand, der ausschließlich Fanfiction schreibt, dort nicht akzeptiert zu werden. Meine Vorgehensweise beim Schreiben hat dazu geführt, mich noch mehr als Außenseiter zu fühlen.

Denn ich bin nicht nur Fanfiction-Autorin, sondern auch Chaos-Discovery-Writer, wie ich es selbst nenne. Ich schreibe nicht nach Plan, ich kann mit Schreibratgebern nichts anfangen, ich mache keine Rollenspiele oder Interviews mit meinen Charakteren oder schreibe Steckbriefe – ich lerne sie beim Schreiben kennen. Bereisen meine Charaktere ein neues Land, das im Original nur erwähnt, aber nicht ausgearbeitet ist, so entdecke ich dieses und seine Kultur mit ihnen. Ich schreibe nicht chronologisch, sondern das, was mich gerade anfixt. Und ob man es glaubt, oder nicht: Es funktioniert! Auf diese Weise habe ich eine komplette Trilogie geschrieben. Mir kam es jedoch so vor, als würde ich mir damit keine Freunde machen, denn ich fand ums Verrecken keinen Anschluss, was zu der ernüchternden Erkenntnis geführt hat, nirgendwo reinzupassen. Auf meine Bewerbung für das Schreibmagazin erhielt ich nicht einmal eine Absage.*

Damit waren die Selbstzweifel maximal, mein Selbstbewusstsein  am Ende. Ich habe mich wie ein Versager gefühlt, wie ein Nichts. Ich wusste nicht mehr, warum ich überhaupt schreibe – das alles erschien mir mit einem Mal so unendlich sinnlos, weil es ja doch nur scheiße ist. Und ich musste einen Weg finden, damit irgendwie fertigzuwerden, nachdem mein Fels in der Brandung wenige Monate zuvor weggebrochen war.

Ab dem Sommer kam dann allmählich die Wende zum Besseren. Im Juli nahm ich erneut am Camp-NaNoWriMo teil. Dieses Mal mit der Fortsetzung von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’, die unter dem Arbeitstitel ’Darker Than Black’ läuft. Nach dem Desaster mit Ersterem, wollte ich zuerst ein anderes Projekt schreiben, obwohl ich mich seit fast einem Jahr darauf gefreut hatte, Akkarins Geschichten fortzuführen. Am Ende schrieb ich diese Geschichte für mich, auch weil mein Gemütszustand aus privaten Gründen einen erneuten Tiefpunkt erreichte. Ich blendete alles um mich herum aus und schrieb, um mich von dem abzulenken, was ich nicht ändern kann, und an meinem Lieblingscharakter zu heilen, was ich bei dem wichtigsten Menschen in meinem Leben nicht heilen kann. Es war ein überaus therapeutisches Schreibcamp, während dem ich innerlich gewachsen bin und mich von allem gelöst habe, was mir nicht guttut und allmählich wieder die Liebe zum Schreiben und zu meinen Charakteren wiederfand (mehr dazu auch hier).

Zum Ende des Schreibcamps veröffentlichte ich meine erste Satire zu Black Magician Die Meisterin und ihr Wurm – Ein Drama in drei Akten. Es war meine erste Satire überhaupt und deswegen und angesichts ihres sehr BDSM-lastigen Inhalts war ich ein wenig nervös, wie sie bei den Lesern wohl ankommen würde. Mir war klar, dass eine solche Geschichte nicht viele Leser haben würde. Aber so wie ich beim Schreiben und Korrigieren gekichert und damit meine Nachbarn und in der Mittagspause meine Kollegen unterhalten habe (die zum Glück nicht wussten, warum ich kichere – bis auf den, der die Story unter mindestens genauso großem Gekicher testgelesen hat), musste ich sie einfach hochladen. Und das war eine gute Entscheidung, denn das Ding hat immerhin fünf Empfehlungen bekommen. Also anscheinend ist es gut, hin und wieder ein wenig mutig zu sein.

Ende Juli kam ein weiteres Highlight. Ben Lesser hat mich gefragt, ob ich Artikel für sein und Tinka Beeres Schreibmeer-Magazin schreiben möchte, weil eine liebe Freundin mich empfohlen hatte. Ich hatte mächtig Respekt davor, weil das Magazin einen hohen Anspruch hat und ich fürchtete, dem nicht gewachsen zu sein. Zugleich konnte ich nicht glauben, dass ich, die Fanfiction-Autorin, nach meinem gescheiterten ersten Versuch bei einem richtigen Schreibmagazin mitmachen darf. Inzwischen habe ich unter dem Namen Sonea (mein RL-Vorname hätte zu Verwechslung geführt) vier Artikel herausgebracht und habe an einer Weihnachts-Anthologie mitgewirkt. Seit vielen, vielen Jahren wieder eine Geschichte zu schreiben, die keine Fanfiction ist, war eine ziemliche Herausforderung, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht.

Das Schreibmeer ist eines der besten Dinge, die mir in diesem Jahr passiert sind. Ich merke, dass ich, mein Humor und meine Art, Artikel zu schreiben und die Dinge zu sehen, dort bestens aufgehoben sind. Besonders Ben und Tinka gelingt es immer wieder, mir einen miesen Tag zu verschönern, spätestens wenn man in den Chat kommt, steigt die Laune exponentiell.

Von da an ging es bergauf. Ich gewann ein zweites Mal beim Fanfiktion Award, dieses Mal als Autorin und mit meiner Kurzgeschichte über Dannyl und Rothen Die Hoffnung stirbt in Moll. Auch meine Hauptstory lief wieder besser und ich war dankbar, weil so viele Leser noch immer Geduld mit mir und Vertrauen in mich hatten, und sich dieses allmählich auszuzahlen begann. Und dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Ich weiß, das ist nicht immer leicht, wenn man nicht die ganze Story am Stück lesen kann.

Anfang September beendete ich ’Das Heiligtum von Yukai’ so weit, dass ich es nur noch auszudrucken und zu korrigieren brauchte. Direkt im Anschluss begann ich mit Band 1 meiner zweiten Fanfiction-Trilogie ’Das Erbe der schwarzen Magier’ und als ich Mitte September für ein paar Tage in Paris war, wo ich zum x-tem Mal Black Magician las, begann ich ein exzessives Brainstorming sowohl für die gesamte Trilogie als auch für Band 1 im Konkreten.

Nach Paris war ich so motiviert, dass ich beschloss, ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ noch eine Chance zu geben und habe eine Leserumfrage gestartet, mit dem Ergebnis, dsas es ab Oktober mit einem neuen Kapitel jeden Samstag weiterging. Bis jetzt läuft das auch recht gut, obwohl ich zwischendurch wieder Sorge hatte, dass die Tendenz ähnlich wie zum Jahresbeginn ist. Zugleich beschäftigte ich mich intensiver mit meiner zweiten Trilogie und nachdem ich Black Magician ausgelesen hatte, führte ich eine sprachliche Überarbeitung der ersten 21 Kapitel von ’Der Spion’ durch. Und ich versuchte mich erstmals an Drabbles für einen Adventskalender.

In diese Zeit fiel leider auch die Sache mit diesem Hater, die mich dazu veranlasst hat, über meine Verpflichtungen als Autor nachzudenken. Ich bin jetzt noch hingerissen, wie viel Rückhalt ich von Lesern und anderen Autoren bekommen habe.

Das Gefühl, ein Außenseiter zu sein, hat sich inzwischen verflüchtigt. Viel hat dazu auch der offizielle NaNoWriMo im November beigetragen, bei dem sich die Twitter-Followerzahl traditionsgemäß explosionsartig erhöht. Auch fand ich einige liebe Menschen, deren Herangehensweise an Projekte der meinen ähnelt und mit denen ich mich austauschen konnte, was unglaublich gutgetan hat. Überhaupt verging der November in einem einzigen Rausch, in nur 30 Tagen habe ich ganze 240k von Band 1 der zweiten Trilogie geschrieben, womit ich insgesamt 340k habe. Inzwischen hat das Kind auch einen Namen und schimpft sich ’Die Königsmörderin’. Mein aktueller Twittername ist übrigens keine Werbekampagne für diese Fanfiction, die in frühestens zweieinhalb Jahren zu lesen ist, sondern Ausdruck meiner Trauer darüber, dass mein böser heißer König mit dem Mitte Dezember hochgeladenen Kapitel von ’Die zwei Könige’ offiziell sterben musste.

Irgendwo zwischendurch habe ich auch mit meiner Kurzgeschichte über Akkarin und Lorlen Von Strippenziehern und besten Freunden den Bromance-Wettbewerb auf Fanfiktion.de gewonnen und erweiterte Karten für mein Black Magician-Universum gezeichnet, Worldbuilding in Sachaka, Duna und Lonmar durchgeführt und Ansätze einer fiktiven Sprache ’modern Lonmars’ entwickelt.

Den Dezember habe ich damit verbracht, die verbleibenden 14 Kapitel von ’Die zwei Könige’ für meine Testleserin fertigzumachen und habe die sprachliche Überarbeitung von ’Der Spion’ bis Kapitel 37 weitergeführt. Den Rest der Zeit habe ich die zahlreichen Reviews beantwortet, die durch den Adventskalender kamen, der wie eine Bombe bei den Lesern eingeschlagen ist. Ich hätte nie gedacht, dass ich, die zum Schwafeln neigt, Drabbles schreiben könnte und dass die Idee dahinter von den Lesern so gut angenommen wird, nachdem ein ähnlicher Versuch mit meiner Kurzgeschichtensammlung gescheitert ist. Damit haben meine Leser mir 24 Tage am Stück jeden Tag ein kleines Weihnachten beschert.

Kurz nach Weihnachten habe ich schließlich mit den Korrekturen zu ’Das Heiligtum von Yukai’ angefangen. Bis jetzt bin ich überrascht, wie wenig ich in den ersten Kapiteln korrigieren musste, nachdem mich das Schreiben an dieser Geschichte während der vergangenen zweieinhalb Jahre oft in den Wahnsinn getrieben hat. Es macht Freude, die Kapitel zu lesen, mein Schreibstil hat sich anscheinend gefestigt und ich fangirle die Charaktere wie nie.

Wie geht es nun 2016 weiter?

Die ersten Monate werden der Korrektur von ’Das Heiligtum von Yukai’ gewidmet sein. Währenddessen werde ich wahrscheinlich kleinere Zitate daraus auf meiner Facebook-Seite posten. Zwischendurch werde ich an der Königsmörderin weiterschreiben, wenn spontane Ideen kommen. Der Fokus wird jedoch auf der Korrektur von Yukai liegen. Außerdem kommt im Januar noch das ausstehende Märchen von Tavara und Hariko.

Im April werde ich wieder am Camp NaNoWriMo teilnehmen. Entweder mit der Überarbeitung von ’Darker Than Black’ oder falls die Korrektur von ’Yukai’ sehr schnell läuft und ich beides vor April abschließen kann, würde ich an der Königsmörderin weiterschreiben. Andernfalls tue ich dies im Mai und Juni.

Im Juli werde ich Teil 3 meiner Akkarin-Trilogie im Camp schreiben. Allerdings werde ich dafür einiges an Planung vornehmen müssen, weil diese Story parallel zu The High Lord spielt und ich die zahlreichen Akkarin-Szenen im Buch aus seiner Perspektive und in den Kontext seiner eigenen Geschichte bringen muss. Das heißt, ich werde sehr viele Szenen aus dem Buch übersetzen, abtippen und umformulieren und die Lücken mit seiner kompletten Storyline füllen, bis es sich wie ein eigenes Buch über ihn liest. So ähnlich bin ich bei ’Darker Than Black’ vorgegangen, nur dass die ersten beiden Bücher weniger Szenen mit Akkarin haben, was die Arbeit erleichtert hat.

Im September geht ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ und im Anschluss werde ich den zweiten Teil meiner Akkarin-Trilogie ’Darker Than Black’ hochladen. Außerdem endet im Juni ’Die zwei Könige’, das heißt Ende Juni / Anfang Juli geht es mit Band 3 ’Das Heiligtum von Yukai’ weiter.

Den Rest der Zeit, auch den offiziellen NaNoWriMo werde ich mit dem Schreiben an ’Die Königsmörderin’ verbringen. Auch das wird noch viel Arbeit. Nachdem sich das Gerüst so runtergeschrieben hat, brauche ich nun konkrete Ideen für die Nebenhandlungen, ohne die komplette Geschichte nicht existieren kann. Und darin liegt die eigentliche Herausforderung.

Zwischendurch werde ich voraussichtlich weitere Karten zeichnen, mein Sachakanisch-Dictionary erweitern und die ausstehenden Kapitel vom Spion sprachlich überarbeiten. Außerdem werde ich im Herbst an einem neuen Drabble-Adventskalender arbeiten – zu welchem Thema weiß ich jedoch noch nicht. Ganz vielleicht auch, werde ich meine Kurzgeschichtensammlung Die Gilde der ungelüfteten Geheimnisse wieder aufnehmen.

Fazit

Ein in weiten Teilen sehr mieses Jahr liegt hinter mir. Ich habe euch nur an meinen schrifstellerischen Tiefpunkten teilhaben lassen, weil der Rest zu privater Natur ist. Dadurch, dass mein Fels in der Brandung zerbrochen ist, musste ich mich allem anderen allein stellen, was besonders um den Sommer herum dazu geführt hat, dass ich selbst fast zerbrochen wäre. Im Nachhinein könnte ich nicht einmal sagen, wie ich dort wieder herausgekommen bin – nur, dass Juli-Camp und meine sture Entschlossenheit, diese eine Geschichte schreiben zu müssen und ihr ganz spezieller Inhalt dazu beigetragen haben. So auch wie Tatsache, dass ich mich von allem befreit habe, was mir nicht guttut und mir Kraft raubt, sofern es in meiner Macht liegt.

Wenn ich etwas Positives über 2015 sagen kann, dann dass ich an den Schwierigkeiten gewachsen bin und sowohl im RL als auch im Netz schließlich einige sehr liebe Menschen getroffen habe, die (wenn auch oft indirekt) dazu beigetragen haben. Trotzdem bin ich froh, dass dieses Jahr nun ein Ende hat und gehe mit dem Gefühl, dass es nur besser werden kann, ins nächste Jahr.

Vorsätze für 2016 mache ich mir keine, weil ich lieber dann etwas ändere, wenn es notwendig ist. Alles andere kommt mir nur wie eine bequeme Ausrede vor, um etwas Unbequemes hinauszuzögern.

Ich danke von Herzen allen, die mich 2015 unterstützt haben – sei es durch Gespräche, Trost, moralische Unterstützung, Herumalbern, Kommentare zu meinen Geschichten oder Blogartikeln, ihrer Geduld mit mir und meinen Autorenneurosen oder einfach dafür, dass ihr mir und/oder meinen Geschichten eine Chance gegeben habt <3

Ich wünsche euch allen einen guten Start in 2016 und wünsche euch viel Erfolg, Motivation und Kreativität! Mögen eure Träume in Erfüllung gehen!

Eure Lady Sonea


*Inzwischen habe ich damit abgeschlossen, weil ich gemerkt habe, dass es einfach nicht meine Welt ist und ich mich mit der dort herrschenden Philosophie nicht identifizieren kann.

Wenn der Sieg einen schalen Beigeschmack hat

Diese Woche kamen endlich die Ergebnisse zum Bromance-Wettbewerb, an dem ich vor einigen Monaten mit meiner Kurzgeschichte über Akkarin und Lorlen Von Strippenziehern und besten Freunden teilgenommen habe. Die Geschichte spielt während des noch unveröffentlichten Darker Than Black.

Die Bekanntgabe der Ergebnisse hatte sich auf Grund von Problemen in der Jury um mehrere Wochen verzögert, was bei einigen Teilnehmern für Unmut gesorgt hatte, weil man uns komplett im Dunkeln gelassen hatte.

Die Gute Nachricht vielleicht zuerst:

Mein Beitrag hat den 1. Platz belegt!!!

Das ist mir bis jetzt noch nie mit einer Kurzgeschichte zu The Black Magician, die ich für einen Wettbewerb geschrieben habe, passiert. Immer war ich knapp am Sieg vorbei, meistens, weil mir dusselige Tipp- und Editierfehler, die ich übersehen hatte, das Genick gebrochen hatten. Nur ein einziges Mal habe ich bis jetzt bei einem Schreibwettbewerb den 1. Platz belegt, doch das war in einem anderen Fandom und es gab auch nur fünf Teilnehmer (und vermutlich Vitamin B). Und jener Sieg bedeutet mir nicht einmal ansatzweise so viel, wie wenn in dem Fandom, in dem ich mich zuhause fühle, gewesen wäre.

Nachdem ich am Mittwochabend total geflasht Twitter mit meiner Euphorie vollgespammt habe – meine Follower erinnern sich vermutlich an den Tweet –

Sieger-Tweet

und ich allmählich wieder runterkam, kam leider auch die Ernüchterung. Anscheinend waren der Jury bei einigen Teilnehmern Fehler unterlaufen. Außerdem war zu den vier Bewertungskriterien, die in der Ausschreibung standen, das ominöse Kriterium ’Fandomtreue’ hinzugekommen, über das sich einige der Teilnehmer, darunter auch ich, gewundert bis geärgert hatten. Es gab also plötzlich Punkte für etwas, von dem wir vorher nicht gewusst hatten. Sinngemäß sollte mit diesem Kriterium die Canontreue der Beiträge bewertet werden. Problem war nur, dass nicht alle Jurymitglieder alle Fandoms kannten. Meines war beispielsweise nur einem Jurymitglied bekannt und das bei weitem nicht so gut, wie mir selbst.

Generell ist es eine schöne Idee, die Canontreue mit zu bewerten, aber dann müssen alle Jurymitglieder in den zu bewertenden Fandoms fit sein. Denn sonst ist eine Bewertung nicht nur aus statistischen Gründen Mist, sondern ist auch unfair. Es ist eben kein allgemeines Kriterium wie Stil, Rechtschreibung, Umsetzung der Vorgabe, für deren Beurteilung man das Fandom nicht kennen muss. Meiner Meinung macht es nur Sinn, wenn der Wettbewerb in einem einzigen Fandom stattfindet. Und da bei Wettbewerben, die nicht für ein bestimmtes Fandom ausgeschrieben sind, auch gerne mal Teilnehmer Beiträge in exotischen Fandoms schreiben, kann das nur schiefgehen.

Und ich muss ehrlich sagen, dass es mich nicht gerade begeistert, meine Geschichte unter diesem Aspekt von jemandem beurteilen zu lassen, der The Black Magician irgendwann einmal gelesen hat. Wäre ich Jurymitglied, wäre mir das zu vage, um mir ein Urteil darüber anzumaßen, ob die Geschichte canontreu ist.

Abgesehen davon, dass ein solches Kriterium nicht für alle Teilnehmer gleichsam bewertet werden kann, war es nicht in der Ausschreibung angekündigt. Sollte es zwischendurch beschlossen sein (was ich nicht mehr nachvollziehen kann), so wäre das den Teilnehmern gegenüber jedoch auch nicht fair. Nicht jeder schaut jeden Tag ins Forum und bei den vielen neuen Beiträgen überliest man auch schnell etwas. Dass gleich mehrere Teilnehmer sich darüber gewundert haben, zeigt, dass es nicht richtig kommuniziert wurde. Auch wenn diese Wettbewerbe von Usern für andere User ausgerichtet werden, sollte sich die Organisation von Beginn an über die Bedingungen einig sein oder zumindest spätestens ab dem Zeitpunkt, ab dem die Vorgaben an die Teilnehmer rausgegangen sind.

Eine andere Teilnehmerin hat in der Nacht auf Donnerstag noch für uns alle erkämpft, dass dieser Punkt wieder gestrichen wurde, und hat die Jury noch einmal tatkräftig bei der Auswertung unterstützt. Dadurch hat sich die Rangfolge noch einmal geringfügig verändert. Für einige Teilnehmer zum Positiven.

Es gab noch einige weitere Unschönheiten, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte, die man jedoch im Forum nachlesen kann.

Letztendlich konnte alles zur Zufriedenheit von Jury und Teilnehmern geklärt werden, ohne dass Köpfe eingeschlagen wurden oder ein Moderator eingreifen musste. Mich hat das sehr erleichtert, denn ich hätte mich nicht gut dabei gefühlt, einen Wettbewerb gewonnen zu haben, bei dem in der Bewertung einige grobe Fehler passiert sind. Aber der schale Beigeschmack bleibt trotzdem. Und im Nachhinein finde ich mein Twitter-Gespamme in meiner ersten Euphorie mehr als unangemessen. Die Bekanntgabe der Ergebnisse und diverse organisatorische Probleme und Unklarheiten und Unsicherheiten bei den Teilnehmern, weil wichtige Informationen nicht ausreichend kommuniziert wurden, sorgen leider dafür, dass dieser Wettbewerb nicht nur mir in nicht wirklich positiver Erinnerung bleibt, auch wenn es der erste ist, bei dem eine meiner Black-Magician-Fanfictions den ersten Platz belegt hat.