Schlagwort: Die zwei Könige

Änderung an den noch verbleibenden Kapiteln von Yukai

Letzte Woche habe ich mich, schweren Herzens, von einem Handlungsstrang in Das Heiligtum von Yukai getrennt. Nicht komplett, aber in den kommenden Kapiteln wird Dorrien bis auf einen Auftritt am Ende nicht mehr auftauchen.

Die meisten von euch wird diese Neuigkeit vermutlich freuen. Für mich bedeutet dieser Schritt vor allem, dass ich bei diesem Charakter auf ganzer Linie versagt habe.

Für diese Entscheidung gab es keinen bestimmten Auslöser, es war vielmehr so, dass dieser Stein von einem steten Tropfen schließlich gehöhlt wurde. Seit etwa drei Jahren, seit Die zwei Könige, ist Dorrien neben Regin der unbeliebteste Charakter in meiner Fanfiction-Trilogie. Wo Regin als Ekelpaket und auf Grund seines vielseitigen Potentials für mich als Erzählcharakter seine Existenzberechtigung hat, verschwindet Dorrien in „Das Erbe der schwarzen Magier“ bis auf den einen oder anderen Gastauftritt in der Versenkung. Seine Geschichte ist für mich mit der ersten Trilogie zu Ende erzählt. Regin hingegen wird in der zweiten Trilogie noch eine tragende Rolle spielen. Continue reading „Änderung an den noch verbleibenden Kapiteln von Yukai“

Monatsrückblick März: Frühlingserwachen

Monatsrückblick März: Frühlingserwachen

Ich kann kaum glauben, dass seit meinem letzten ernsthaften Blogartikel ein Monat vergangen ist. Ich dachte immer, der Februar sei kurz, aber der März ist nur so dahingeflogen.

Im vergangenen Monat ist so viel passiert, wie in sonst nicht einmal in einem Jahr. So kommt es mir zumindest vor. Mein Leben ist immer noch dasselbe, die Veränderungen fanden in mir statt. Ich weiß nicht, ob es der Frühling ist, oder die Tatsache, dass ich mit Mitte 30 an einem Punkt bin, an dem ich mein bisheriges Leben bewerte und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Zukunft in Frage stelle. (Ich glaube übrigens, dass eine solche Evaluierung alle paar Jahre sinnvoll und wichtig ist)

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„Aber dadurch wird er doch erst zu dem Charakter, den du liebst“ – eine Mutmach-Geschichte #wirsindtraumfaenger

Diesen Monat nehme ich an der Wir sind Traumfänger-Challenge von der wundervollen Annika Bühnemann teil. In dieser Challenge geht es um die Liebe zu Büchern und Geschichten oder dem geschriebenen Wort an sich. Denn mit Büchern fängt man Träume ein. Es ist egal, ob man als Autor oder Leser daran teilnimmt. Den ganzen März über gibt es jeden Tag eine Aufgabe, die es auf möglichst kreative Weise zu erfüllen gilt.

Obwohl ich ’nur’ Fanfiction schreibe, habe ich mich entschlossen, mitzumachen. Denn auch ich fange mit meinen Geschichten sowohl meine Träume ein als auch, so scheint es zumindest, die Träume meiner Leser. Und als Leser kenne ich wiederum Bücher, die mich zum Träumen verleiten.

In der heutigen Aufgabe geht es darum, anderen Autoren Mut zu machen. Ich weiß nicht, ob die Geschichte, die ich für euch habe, am Thema vorbei ist, oder ob sie eher zu Tag 6 passt (und außerdem habe ich es nicht so mit hübschen Bildern mit Sprüchen drauf), aber so wie mir damals Mut gemacht wurde, kann ich vielleicht anderen Mut machen, die vor einem ähnlichen Problem stehen.

Also höret nun eine aufregende und spannende Geschichte:

„Aber dadurch wird er doch erst zu dem Charakter, den du liebst“

Vor ziemlich genau drei Jahren, im Frühjahr 2014, nahm ich zum ersten Mal an einem Schreibwettbewerb teil. Das Thema lautete „Für dich gehe ich bis ans Ende der Welt“ und man durfte sowohl mit Fanfiction als auch mit einer freien Arbeit daran teilnehmen. Ziemlich schnell hatte ich mich für eine Geschichte darüber entschieden, wie Takan Akkarin aus Sachaka folgt und zu seinem Diener wird. Dieses Thema hatte mich in den Büchern schon immer fasziniert, weil seine Motivation nicht einzig daraus zu resultieren scheint, dass er kein anderes Leben als die Sklaverei kennt.

Also schrieb ich diese Kurzgeschichte und dann kamen weitere Dinge hinzu, die dazu führten, dass mich das Thema fortan nicht mehr loslassen sollte.

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Monatsrückblick Februar – Karnevalseskapismus & Homecoming

Irgendwie ist der Februar einer dieser Monate, die viel zu schnell vergehen, und das nicht, weil er 2-3 Tage kürzer als die übrigen ist. Jetzt, wo ich den Monat Revue passieren lasse, fällt mir jedoch einiges ein, was sich in dieser Zeit in meinem Autorenleben getan hat. Insgesamt habe ich im Februar sogar recht viel geschafft, auch wenn ich insgesamt nicht so viele Kapitel überarbeitet habe, wie im Januar und Dezember. Aber Überarbeiten und eine Geschichte zu beenden ist eben mehr als nur Kapitel zu lesen und beim Lesen zu korrigieren.

Überarbeitungsstatus der ’Königsmörderin’

Auch diesen Monat konnte ich meinen Plan ein Kapitel pro Tag zu überarbeiten, nicht immer einhalten, was neben Arbeit und allgemeiner Müdigkeit auch davon abhängt, wie viel es bei einem Kapitel zu tun gibt. Da ich mich dem Ende nähere, gibt es in jedem Kapitel mehr zu tun, weil mehr Szenen angepasst oder aufgefüllt werden müssen. Die zweite Februar-Hälfte bestand weitgehend aus einer längeren ToDo-Liste für den Mittelteil, die vor dem Finale abgearbeitet werden wollte. Da ich nur die Mittagspausen und die zu kurzen Abende zur Verfügung hatte, zog sich das über eine Woche hin. Als ich anschließend mit den Folgekapiteln weitermachte, wurde mir schnell klar, dass für den weiteren Verlauf ein Brainstorming erforderlich war. Insbesondere für die Sachaka-Storyline, womit die letzte Februar-Woche dann auch gefüllt war.

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Soneas Sumikränzchen: Warum das Cravas keine Autorenmacke ist

Soneas Sumikränzchen: Warum das Cravas keine Autorenmacke ist

Das heutige Sumikränzchen ein wenig persönlicher. Das letzte liegt bereits eine Weile zurück, aber dort hatte ich euch versprochen, beim nächsten Mal etwas zu dem heutigen Thema zu schreiben. Durch den NaNoWriMo hat sich dies leider verzögert, aber immerhin habe ich es noch vor Weihnachten geschafft.

Vor ziemlich genau einem Jahr, nach erfolgreich beendeten NaNoWriMo, habe ich mir als Belohnung das Cravas auf das linke Schulterblatt stechen lassen. Das Cravas ist ein Symbol, das ich für meine Fanfictions erschaffen habe, weswegen man annehmen könnte, dass es eine aus Wahnsinn geborene Autorenmacke ist. Aber das ist es nicht.

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Soneas Sumikränzchen: Die RL-Sonea und der böse, heiße König

Soneas Sumikränzchen: Die RL-Sonea und der böse, heiße König

Warnung: Dieser Artikel enthält Spoiler für ’Die zwei Könige’

Es wird wieder einmal Zeit, zu Kuchen und Sumi ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Und welcher Tag würde sich dazu besser eignen, als ein kühler Sonntagnachmittag im Herbst?

Daher möchte ich euch beim heutigen Sumikränzchen etwas über meinen Antagonisten König Marika, Sohn des Vareka und Herrscher über Sachaka, meine Motivation, diesen Charakter zu erschaffen und meine persönliche Einstellung zu ihm erzählen.

Und diese ist, wie es wohl in der Natur eines Antagonisten liegt, irgendwo zwischen absoluter Verehrung und tiefer Abneigung. Denn zum einen liebe ich Marika heiß und innig, zum anderen würde ich einem Mann wie ihm im wahren Leben nicht über den Weg laufen wollen. Deswegen habe ich lange überlegt, ob und wie ich diesen Artikel schreiben soll. Denn mein hirnloses Gefangirle hat während des ersten Teils von ’Die zwei Könige’ einige Leser dazu ermuntert, ihn auf eine Weise zu fangirlen, die ich nicht gutheißen kann.

Doch dazu später mehr.

Wie alles anfing …

Das Erste, was ich von Marika wusste, war sein Name. Witzigerweise kam dieser dadurch zustande, dass ich damals im Spätsommer 2009, als meine alternative Fortsetzung fast ausschließlich noch in meinem Kopf existierte, von einem Fußballspieler namens Marica hörte. Dass man diesen mit ’c’ schreibt, erfuhr ich erst später. Doch das spielt keine Rolle, weil es nur mit ’k’ ein sachakanischer Name ist. Als ich den Namen hörte, war mir jedoch sofort klar, dass der König von Sachaka so und nicht anders heißen muss.

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Lady Sonea proudly presents Cover & Teaser

Hallo ihr lieben Leser,

Die letzten Tage meines kleinen Schreiburlaubs habe ich weniger mit Schreiben als mit dem Erstellen von Covern und anderen kleinen Appetizern verbracht  und bin darüber regelrecht in einen Rausch geraten. Normalerweise bin ich, was das Anpreisen meiner Geschichten angeht, eher zurückhaltend, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mich nicht länger verstecken brauche. In den letzten drei Jahren wurde mir so häufig gesagt, dass meine Geschichten weniger Fanfictions, sondern Fantasybücher auf hohem Niveau sind, dass ich allmählich anfange es zu glauben.

Außerdem hat mir das aus einer kleinen Sinnkrise bezüglich des Schreibens wieder herausgeholfen.

Während ich für die Appetizer in Form kleiner Zitate aus meiner Fotosession von vor anderthalb Jahren schöpfen konnte, habe ich für die Cover ein wenig Geld investiert, weil es keine kostenlosen lizenzfreien Bilder nach meinen Vorstellungen gab. Aber das war es mir wert. Professionell erstellte Cover hätten mich weitaus mehr gekostet und, sofern ich nicht im Lotto gewinne oder auf andere, ehrliche Weise plötzlich zu viel Geld komme, werde ich das allenfalls in Erwägung ziehen, wenn ich eines Tages einen richtigen Roman schreibe und Selfpublishing betreibe.

Generell bin ich im Designen und im Umgang mit den entsprechenden Tools zutiefst unfähig, aber irgendwie ist es mir mit Canva.com und ein wenig Hilfe von Gimp gelungen, schöne Cover und Appetizer zu erstellen.

Die Cover habe ich bereits auf den Seiten der jeweiligen Geschichten mit Direktlinks nach Fanfiktion.de eingebaut.

Bewundern könnt ihr sie in ihrer vollen Pracht auch hier – ihr seid herzlich eingeladen, euch durch die Gallerie zu klicken:

Alle bis auf das Schwarz-Weiß-Cover von ’Schwärzer als die Nacht’ sind aus Bild-Archiven. Jenes Bild ist von Canavan-Wiki und diente bereits letztes Jahr als Cover im CampNaNoWriMo. Die ZeichnerIn hat der Weiterverwendung zugestimmt. Es ist sozusagen echte Akkarin-Fanart und ich muss sagen, dass es eine der wenigen guten ist, die ich je gesehen habe.

In Zuge meiner Bastelaktion habe ich heute Nachmittag auch noch einmal das Cover von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ aktualisiert, das ich heute schon an den Link zum neuen Kapitel auf FB und Twitter gehangen habe.

Außerdem habe ich ’Werbe-Poster’ für ’Der Spion’ und ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ erstellt.

Weitere Poster dieser Art werde ich bei Gelegenheit erstellen, allerdings weiß ich nicht, wie viel Sinn das macht, wenn neue Leser erst einmal Teil 1 lesen müssen. Und während diesem entscheidet sich häufig, ob man dabei bleibt oder nicht.

Ich hoffe, die Resultate meines kleinen Schreiburlaubs gefallen euch ein wenig. Falls ihr für meine Geschichten irgendwo Werbung machen wollt,  so könnt ihr diese Bilder dafür verwenden und zu der jeweiligen Geschichte auf FF.de verlinken. Aber tut mir und euch selbst dabei einen Gefallen: Nervt die Leute nicht, denn zu viel Werbung macht unbeliebt  😉

Im diesen Sinne wünsche ich euch noch ein tolles, restliches Spätsommerwochenende  <3

Wie ein Baby so stark polarisieren kann und mich damit so viele Nerven kostet

Wie ein Baby so stark polarisieren kann und mich damit so viele Nerven kostet

Seit dem letzten Kapitel von ’Die zwei Könige’ habe ich so viele polarisierende Meinungen zu einem gewissen Baby erhalten, dass ich die ganzen Diskussionen darüber gerade so ein bisschen leid bin. Ich habe im Laufe meiner Trilogie häufig mit Unverständnis und Kritik gerechnet und war überrascht, wenn keine kam, wie etwa bei den folgenden Themen:

  • Die Entscheidung des Königs, die Diebe als Stadtwache der Hüttenviertel einzusetzen
  • Die D/s-Beziehung von Sonea und Akkarin (jene Leser verschwinden jedoch meistens schnell, weil ihnen Akkarin nicht weichgespült genug ist)
  • Soneas Entführung durch Marika
  • Dass die Gilde Akkarin schließlich wieder zum Hohen Lord wählt

Dass es jedoch ausgerechnet bei einer Sache passiert, der ich in dieser Hinsicht nur wenig Bedeutung beimesse, hat mich ziemlich von den Socken gehauen. Es hat mich schockiert, dass ein Baby das auslösen kann und in mir die Frage aufgeworfen, ob ich mit dieser Entwicklung etwas Grundsätzliches falsch gemacht habe. Während ich Babies in Geschichten und Serien häufig als störend empfinde, wenn um sie viel übertriebenes Drama gemacht wird und sie den Hauptcharakteren die Show stehlen, ging ich davon aus, dass dieses eine Baby bei der überwiegend weiblichen Leserschaft auf Begeisterung stoßen würde. Denn ich dachte immer ganz naiv, dass jeder Babies liebt.

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Von D/s-Beziehungen, BDSM und den schwarzen Magiern (Teil 3)

Von D/s-Beziehungen, BDSM und den schwarzen Magiern (Teil 3)

Teil 3 – Wie Akkarin sich über Sachaka emanzipiert und was das Abstrahieren von Sexpraktiken von Missbrauch mit Traumabewältigung zu tun hat

Vor einer Weile hatte ich eine etwas längere eMail-Diskussion, ausgelöst durch Horrorvorstellungen zu meinen Geschichten durch Lesen meines Blogartikels 50 Shades of Akkarin – Warum Akkarin kein romantischer Held ist. Diese führten, als ich Teil 2 des unsäglichen Blogartikels veröffentlichte, zu einigen Missverständnissen in Bezug auf den Inhalt.* Da ich nicht weiß, ob es meinen Lesern auch so ergeht und hier evtl. Erklärungen fehlen, wo Dinge für mich intrinsisch klar sind, habe ich beschlossen, diese unsägliche Reihe noch ein wenig weiterzuführen und den meinen Lieblingscharakter betreffenden Teil noch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

In diesem Artikel geht es daher um zwei Themen, die jedoch miteinander verknüpft sind, weil sie in Bezug auf Akkarins Entwicklung eine Rolle spielen. Zuerst werde ich auf den Unterschied zwischen Missbrauch und BDSM-artigen Sexpraktiken eingehen, zumal ich dazu auch Fragen von einigen den Lesern von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ hatte. Dann erläutere ich, wieso jemand nach fünf Jahren als Sklave eines Ichani seinen Erlebnissen zum Trotz nicht wie ein Mönch lebt. Oder besser gesagt, warum das bei Akkarin funktioniert. Und warum das sogar durch die Bücher zu begründen ist.

Betrachtet diesen Artikel daher als Ergänzung zu den Abschnitten ’Wie die Realität in den ’Büchern (und in meinen Fanfictions) aussieht’ in Teil 1 und ’Akkarin und seine dunkle Seite’ in Teil 2.

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Nach dem Camp ist vor dem Camp

Nach dem Camp ist vor dem Camp

Die zwei Monate zwischen dem Camp-NaNoWriMo im April und dem im Juli sind irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Nach einem Camp stehen bei mir zahlreiche Dinge an, die über den Monat liegengeblieben sind, wie Blogartikel, Mails, kleinere Schreibprojekte und dem Korrekturlesen von Kapiteln meiner laufenden Geschichten, die bald mit Hochladen an der Reihe sind.

Vor dem Camp gibt es eine Phase der Vorbereitung, in der ich die während des Camps hochzuladenden Kapitel korrigiere, schreibe Blogartikel und Schreibmeer-Artikel vor. Will ich während des Camps schreiben, brauche ich zudem mindestens eine Woche, um das Projekt vorzubereiten, die bei Überarbeitungscamps glücklicherweise wegfällt.

Und nach dem Camp kommt erneut eine Phase mit ToDos und dergleichen, die ich nutze, um mich seelisch von dem Camp-Projekt auf das nächste Schreibprojekt umzukonfigurieren. Von Juli bis November und von November bis April lässt sich die Zeit besser für größere Schreibprojekte nutzen. In den zwei Monaten zwischen dem April-Camp und dem Juli-Camp ist das angesichts der Vor- und Nachbereitungsphase nahezu unmöglich.

Aber dieses Mal habe ich es trotzdem versucht.

Die Nachwehen des April-Camps

Nachdem ich Anfang Mai die letzten ToDos von ’Darker Than Black’ beendet hatte, habe ich die Mai-Kapitel von ’Die zwei Könige’ und ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ ein letztes Mal korrigiert und mich an die Bonuskapitel zu Ersterem gemacht. Für diese hatte ich bereits zahlreiche Szenen, die es nicht in die Geschichte geschafft haben. Aber ich habe auch einige neue Szenen geschrieben, die irgendwann einmal von Lesern als Dank das für das x-te Review oder für mein zu Beginn gestelltes Ratespiel oder einfach so gewünscht wurden. Dies sind hauptsächlich Szenen aus den Perspektiven von Akkarin und Marika, aber es ist auch eine dabei, die aus der Sicht meines Gastcharakters König Merins ist.

Außerdem habe ich mich im Mai an das zweite Kapitel meines Crossovers mit Voyager, Der Planet der schwarzen Magier, gemacht. Ende Mai war nämlich die Deadline. Dieses Mal hatte ich Schwierigkeiten, die Wortbegrenzung einzuhalten und habe statt der 3000 Wörter ca. 3300 Wörter gebraucht. Allerdings habe ich alles gekürzt, was ich kürzen konnte, ohne dass die Vorgaben für die zweite Runde oder die Charakterentwicklung darunter litten oder der Geschichte etwas Essentielles verlorenging. Da nehme ich 1-2 Punkte Abzug dann gerne in Kauf. Das Ergebnis von Runde 1 steht noch aus, aber vielleicht ist es auch ganz gut so. Denn je nach Bewertung wäre ich in Bezug auf das zweite Kapitel unsicher, was mir das Schreiben erschwert hätte.

Im Mai hatte ich außerdem zwei Wochen Schreiburlaub, die ich dazu genutzt habe, um wieder in Band 1 meiner Folgetrilogie ’Das Erbe der schwarzen Magier I – Die Königsmörderin’ einzusteigen. Nachdem ich die Geschichte seit letztem November nicht mehr angerührt hatte, musste ich erst einmal wieder reinkommen. Sowohl in die Geschichte, als auch in das Schreiben der noch fehlenden Szenen. Zwei Wochen lang habe ich (unterbrochen von dem Feinschliff der Wettbewerbsgeschichte) abwechselnd gelesen und Szenen geschrieben. Nach einem halben Jahr, in dem ich hauptsächlich überarbeitet habe, war es verdammt schwer, wieder ins Schreiben reinzukommen. Und als es in der zweiten Woche anfing, so richtig super zu laufen, hat mich eine Erkältung wieder aus dem Konzept gebracht, die ich heldenhaft rüber in die erste Arbeitswoche gerettet habe. In jener Woche lief dann schreibtechnisch nicht sehr viel. Dafür habe ich sie genutzt, um die Juni-Kapitel meiner laufenden Geschichten ein letztes Mal zu korrigieren.

Immerhin habe ich in der Zeit 14 Kapitel der Königsmörderin geschafft, mittlerweile bin ich bei Kapitel 17. Dass ich so viel geschafft habe, habe ich zum Teil auch der Jahreszeit zu verdanken. In der Zeit von Mitte Mai bis Ende Juli fällt es mir leicht, morgens um 4 Uhr aufzustehen und vor der Arbeit und dem Joggen zu schreiben. Es ist dunkel und die Welt schweigt und mein Kopf ist noch frei von der Reizüberflutung des Tages. Abends bin ich häufig abgelenkt und das Internet abzustellen hilft auch nur bedingt, wenn ich durch die übermäßige Wärme geplättet bin.

Wo ich Sorge hatte, dass frühes Aufstehen mit Katzen nicht funktioniert, weil sie dann Terror machen, bis sie ihr morgendliches Fressi bekommen, wurde ich zum Glück positiv überrascht. Sie haben gemaunzt und gebettelt, als ich mir meinen Tee gemacht habe (aber diese Unart legen sie mittlerweile jedes Mal an den Tag, kaum dass ich in der Küche bin, was von mir nur mit Ignoranz quittiert wird), sie haben eine Weile rumgetobt und bis auf einen oder zwei Tage, wo sie einfach nur wild waren, haben sie sich anschließend auf meinen Schoß gekuschelt.

Die NaNoPrep für Juli

Kaum fing der Juni an, geriet ich ins NaNo-Fieber. Denn ab dem 1. Juni kann man bereits sein Projekt für Juli anlegen und eine Cabin gründen. Natürlich habe ich sofort mein Projekt angelegt – Teil 3 meiner Akkarin-Trilogie, der den flapsigen Arbeitstitel ’50 Shades Of Akkarin Pt. III’ trägt, bis mir etwas Besseres einfällt. Die Cabin mit vielen lieben Menschen aus früheren Camps und von Twitter ist auch schon gegründet und ich bin sicher, das wird eine großartige Zeit.

Nächstes Wochenende werde ich mit der Planung der Geschichte beginnen, damit ich im Juli reibungslos schreiben kann. Dazu werde ich mir ’The High Lord’ als Ebook holen, weil das für das praktischer ist, wenn die Akkarin-Szenen aus seiner Sicht schreibe und erweitere. Denn wie ich sicher hier und da schon einmal erwähnt habe, spielt dieser Teil zum großen Teil während ’The High Lord’ und wie wir alle wissen, ist der Akkarin-Anteil in diesem Teil so hoch, dass man aus dem Fangirlen gar nicht mehr rauskommt.

Schwieriger als das Fangirlen wird jedoch zu überlegen, was zwischen den Akkarin-Szenen aus dem Original passieren soll, damit ich mit eine Outline von Kapiteln erstellen kann. Anders als bei meiner Trilogie, wo ich die Handlung den Charakteren überlassen kann, muss diese sich hier in die Handlung der Bücher einfügen.

Momentan genieße ich es jedoch noch, ein wenig an der Königsmörderin und den letzten Bonusszenen von ’Die zwei Könige’ zu arbeiten, nachdem ich vergangene Woche sämtliche Juni- und Juli-Kapitel beider Geschichten ein letztes Mal korrigiert habe. Die Bonusszenen sind inzwischen sogar fertig, ich muss nur noch einmal darüber lesen. Theoretisch steht noch das Märchen vom Nachtschatten aus, aber je nachdem, ob ich überhaupt eine zündende Idee habe, verschiebe ich das auf den Spätsommer.

Ausblick auf den Spätsommer

Nach dem Camp geht es dann wieder mit der Königsmörderin weiter. Das heißt, ich beginne noch einmal bei Kapitel 1 und überarbeite, was mir in den letzten Wochen aufgefallen ist, und ergänze weitere Szenen, bis ich irgendwann zu den Kapiteln komme, in denen ich mehr Szenen auffüllen muss. Wahrscheinlich werde ich in dieser Zeit auch mit dem Adventskalender beginnen, da dieser wegen des offiziellen NaNoWriMo im November bis Ende Oktober fertig sein muss.

Außerdem starten im Spätsommer und Herbst zwei neue Geschichten auf Fanfiktion.de:

  1. ’Die Bürde der schwarzen Magier III – Das Heiligtum von Yukai’ am 2. August mit dem Prolog und ab dem 9. August im Zwei-Wochen-Rhythmus.

  2. ’Darker Than Black’ als Teil 2 meiner Akkarin-Trilogie ab dem 18. Oktober, sofern ich die Geschichte nicht noch einmal abbreche, was ich wirklich nicht hoffe. Wie bei ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ werde ich hier jeden Samstag ein neues Kapitel veröffentlichen. (Oder manchmal auch erst sonntags)

Dass Teil 3 meiner Trilogie erst im August startet, bedeutet, dass im Juli die Bonuskapitel kommen. Diese sind für den 5. und 19. Juli eingeplant. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, weil das Camp im Juli das erste Camp ist, bei dem ich mit Katzen schreiben werde. Und ich habe noch nicht die geringste Ahnung, wie gut das funktionieren wird, da sie zuweilen sehr anstrengend sein können. Deswegen möchte ich mir nicht noch zusätzlichen emotionalen Stress durch den Start einer neuen Geschichte aufbürden. Dann lieber im August, wenn ich mit den Nerven sowieso durch bin und eine kleine Pause vom Schreiben brauche.

Warum ich die eine Geschichte alle zwei Wochen und die andere wöchentlich update, könnt ihr in diesem Artikel nachlesen. Da sich an meiner persönlichen Situation nichts geändert hat und ich seitdem sogar noch zwei pelzige Mitbewohner bekommen habe, wird sich daran so bald auch nichts ändern, fürchte ich. Zudem würde ich selbst ohne den Brotjob meine Zeit nicht nur mit Schreiben füllen, sondern auch die Dinge tun, die durch das Schreiben häufig zu kurz kommen.

Ich hoffe, ihr könnt mir das nachsehen.

Das Schöne an den Schreibcamps ist, wie ich finde, dass man seine Schreibzeit besser einteilen kann. Ich weiß oft schon Monate bis ein Jahr vorher, was ich bei welchem Camp schreiben werde. Dementsprechend kann ich Überarbeitungszeiten und Zeiten für kleinere Projekte planen, so dass ich das Camp selbst zum exzessiven Schreiben nutzen kann. Ich habe das Gefühl, dass ich dadurch weniger herumdümpele, weil ich meine begrenzte Zeit noch besser für mein Hobby verwenden kann.

Allerdings vergeht die Zeit auf diese Weise auch gefühlt schneller.