Schlagwort: Autorenwahnsinn

Autorenwahnsinn Reloaded: Wann und wie hat du mit dem Schreiben angefangen?

Es gibt das ’’Schreiben’’ und das Schreiben. Daher muss ich meine Antwort zweiteilen.

Je mehr ich darüber nachdenke, wie alles begann, desto mehr fällt mir wieder ein. Und was ich dabei aus den tiefsten Tiefen meines Gedächtnisses hole, ist teilweise ganz schön pubertär.

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1. Das ’’Schreiben’’

Die ersten Anfänge waren mit 12/13. Damals war ich nacheinander in zwei Jungs aus meiner Klasse verknallt und hatte die glorreiche Idee, dies als eine Art Liebesgeschichte niederzuschreiben. Jeden Abend schrieb ich zu der schrecklichen Musik, die Mitte der 90er in war, meine Erlebnisse des Tages und jedes an mich gerichtete Wort und jeden mir gewidmeten Blick jener Jungs mit Füller in eine dicke Kladde. Es war also kein Tagebuch, sondern der Versuch einer echten Geschichte (inkl. Erträumten Happy End).

Weil ich dennoch meinen gesamten Tagesablauf festhielt, enthielten jene Stories auch meine Schwärmereien von den fiktiven Personen, in die ich in jenem Alter ebenfalls verliebt war. Zu jener Zeit waren das Mr. Spock und Han Solo. Zum Glück habe ich nie die Fanfictions aufgeschrieben, die ich mir in meinem Kopf zusammenspann, denn damit hätte ich die Menschheit mit Dingen vergewaltigt, bei denen sich mir heute die Fußnägel aufrollen, wenn ich die Scheuklappen abnehme und mich in meinem Fandom oder anderen Fandoms umblicke. Davon abgesehen gab es 1994/95 noch kein Internet und die Möglichkeiten, meine geistigen Auswüchse auf die Menschheit loszulassen, waren somit sehr eingeschränkt.

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Autorenwahnsinn Tag 31: Wünsche für das Autorenjahr 2017

Am letzten Tag es Autorenwahnsinn-Monats ging es um Wünsche, die wir in Bezug auf das Schreiben für dieses Jahr. Also keine Vorsätze (von denen ich sowieso nichts halte) und auch keine Zielsetzungen (die ich sowieso mit aller Kraft anstrebe). Für mich bedeutet das vor allem, das ich mir Dinge wünsche, die mich beim Erreichen meiner diesjährigen Ziele unterstützen, die ich jedoch nicht beeinflussen kann. Und ich wünsche mir Dinge, die mein Wohlbefinden als Autorin steigern oder zumindest wahren.

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Autorenwahnsinn Tag 15: Schreibratgeber? Geh mir weg!

Über Schreibrategeber und wie ich meine persönlichen Dos und Don’ts aus Bestsellern und Badfics ziehe

Mit Schreibratgebern konnte ich noch nie etwas anfangen. Ich habe mir mal einen gekauft, aber nachdem ich ihn durchgeblättert hatte, festgestellt, dass die dort enthaltenen Tipps nicht auf meine Arbeitsweise und meine Bedürfnisse zugeschnitten sind, während andere Themen ganz offenkundig für Anfänger galten. Seitdem habe ich der Sache keine zweite Chance gegeben.

Schreibratgeber sind oft so: „Beginnen Sie ein Kapitel niemals mit der Beschreibung des Wetters.“ – strenge Vorschriften, was man möglichst tun und lassen sollte und das so allgemein, dass dabei weder auf die Arbeitsweise und den Schreibstil des Autors als auch auf das Genre Rücksicht genommen wird. Zumindest ist das mein Eindruck von den Schreibtipps, die auf ich so oft stoße. In anderen Schreibratgebern steht vermutlich so etwas wie „Beginnen Sie ein Kapitel unbedingt mit der Beschreibung des Wetters, so schaffen Sie Atmosphäre.“*

Ganz ehrlich? Wenn ich es für eine gute Idee halte, eine Szene oder ein Kapitel mit dem Wetter zu beginnen, dann tue ich das. Manchmal schaffe ich damit bewusst die passende Atmosphäre, oder eine Metapher für die Stimmung des gegenwärtigen Erzählcharakters oder ich lasse das Wetter im krassen Gegensatz zu dieser stehen – ganz so, wie es mir gefällt und passt.

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Autorenwahnsinn Tag 9: Ein Autor, den du bewunderst

Die heutige Frage der Autorenwahnsinn-Challenge ist wieder so eine, die sich nicht in 140 Zeichen beantworten lässt. Deswegen kommt die Antwort in einem Blogartikel daher. Ich bewundere mehr als nur einen Autor und für keinen von ihnen lässt sich das in wenigen Worten zusammenfassen.

Grundsätzlich liebe ich epische Geschichten, in denen man versinken kann, mit einer komplexen und logisch durchdachten Handlung und vielschichtigen Charakteren. Handelt es sich um Fantasyromane, so gilt dies auch für die Welt und, sofern vorhanden, ihr Magiesystem. Ich mag es, wenn es einem Autor gelingt, eine Welt vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen, mit den Charakteren zu lieben und zu leiden und zu wünschen, das Buch würde nie zu Ende gehen. Es ist das, was ich bei meinen Geschichten selbst anstrebe. Das eine oder andere habe ich mir bei den untengenannten Autoren hier und da abgeschaut und passend auf meine Geschichten umgesetzt. Ein guter Schreibstil ist dabei vorausgesetzt, wobei ich da keine echten Vorlieben habe, da jeder Autor anders schreibt. Die Sprache sollte jedoch nicht zu einfach sein, aber auch nicht so verworren und umständlich, dass einem die Lust am Lesen vergeht.

Den folgenden Autoren ist dies bis jetzt bei mir gelungen. Die Reihenfolge ist rein chronologisch danach, wann ich sie für mich entdeckt habe.

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Inspiration – kann man das essen? (Autorenwahnsinn Tag 3)

Die heutige Frage bei der Autorenwahnsinn-Challenge, der ich mich diesen Monat verschrieben habe, lautete: Was hat dich zu deinem aktuellen Projekt inspiriert?

Tatsächlich konnte ich die Frage, woher ich meine Inspiration beziehe, noch nie beantworten. Weil es das in dieser Form für mich nicht gibt. Dennoch hat diese Frage mich dazu gebracht, den ganzen Tag im Hintergrund darüber nachzudenken.

Zugegebenermaßen bewundere ich andere Autoren ein wenig für ihre Quellen der Inspiration. Sie schauen sich Bilder auf Pinterest an, Postkarten oder hören ein Lied und bekommen darüber die Idee für ihren nächsten Roman. Ich kann so etwas nicht. Wenn ich das könnte, dann würde ich vermutlich keine Fanfiction mehr schreiben, sondern wäre längst bei eigenen Romanen.

Aber so funktioniert das bei mir nicht.

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