Schlagwort: Sonea

Schreibnews: Ich bin durch! Oder zurück aus dem Korrekturwahnsinn

Nach sieben Wochen DINA4-Zettelwirtschaft, unleserlichem in zwei leergeschriebenen Kugelschreibern resultierendem Gekritzel und jeder Menge Quality Time mit meinen Katzen als erfreuliches Nebenprodukt, ist es vollbracht:

Das Korrekturlesen der „Königsmörderin“ ist abgeschlossen.

So zügig und effizient war ich dabei selten und es hat sich keine Katastrophe aufgetan.

Sonea im Korrekturwahnsinn

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Der NaNoWriMo 2017 – Von Schreibwahnsinn mit Hindernissen, Turteltauben und badassigen Hauptcharakteren

Der Dezember ist schon wieder zur Hälfte um und ich habe es leider nicht früher geschafft, den Bericht zum NaNoWriMo zu schreiben. Kaum, dass die Wohnung weihnachtlich geschmückt war, die Reviews aufgeholt waren und der nächste Schreibmeer-Artikel (kommt übrigens am 20.) im Lektorat war, hat mich meine erste Grippe dahingerafft.

Jetzt versuche ich den ganzen Monat mitsamt der Vorbereitung, zu der ich keinen Artikel mehr geschafft hatte, noch einmal zusammenzukriegen.

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Schreibnews: Der Startschuss für „Das Erbe 2“ ist gefallen

Seit dem Wochenende schreibe ich endlich offiziell an „Das Erbe 2“, der Fortsetzung der „Königsmörderin“, die im Spätsommer 2018 im Anschluss an „Yukai“ online gehen wird. Schon in der vergangenen Woche habe ich begonnen die Ideen, die seit Monaten bis Jahren in meinem Kopf herumspuken, nach Charakter sortiert aufzuschreiben. Wie so oft führt das zu Kaskaden mit weiteren Ideen und wie so oft sind es zu viele, um sofort als Szenen aufgeschrieben zu werden.

Und wie so oft klaffen riesige Lücken in der Storyline, geschweige denn, dass ich überhaupt annähernd damit beginnen könnte, die Handlungsstränge der einzelnen Charaktere in eine Struktur zu bringen. Aber das macht nichts. Ich bin ja Discovery Writer und kein Planer. Nur, dass mich die Fülle an Ideen häufig so überfordert, dass die Outline ein Abfallprodukt gratis mitkommt. Schließlich kann ich nur eine nach der anderen aufschreiben.

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Jahrestags-Edition: Jahrestag trotz Fremdfangirlen – geht das? #Humor #Fangirlprobleme

Der 11. August ist der Tag, an dem ich, für nicht-fangirlende Menschen vermutlich nicht nachvollziehbar, den Jahrestag mit meinem Lieblingscharakter aus Black Magician feiere, dem mein Fangirlherz seit jenem Tag im Sommer 2009 gehört. Für gewöhnlich kleide ich mich ihm zu Ehren an diesem Tag komplett schwarz (etwas, was ich als hitzeempfindlicher Mensch in dieser Jahreszeit eigentlich vermeide), höre Musik aus jenem Sommer und lese abends Szenen aus „The High Lord“ und trinke dabei ein Glas Anurischen Dunkelwein – pardon, den Wein, den ich als Äquivalent dazu betrachte.

Es mag seltsam klingen, doch für mich ist dieser Tag sehr wichtig. Die Black Magician Trilogy und ganz besonders Akkarin haben damals vor acht Jahren etwas in mir verändert. Ich nenne es immer gerne und ein wenig flapsig meine post-pubertäre Fangirlphase, hatte ich diese Eigenheit mit fünfzehn Jahren doch abgelegt, weil ich ja „erwachsen“ war. Die Wahrheit ist, dass mir in den zwölf Jahren, die verstreichen sollten, bis es mich wieder erwischt, etwas gefehlt hat. Und seit jenem Tag fangirle ich dauerhaft und fühle mich dadurch sehr viel lebendiger.

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Missetat begangen – „Die Königsmörderin“ ist fertig

Missetat begangen – „Die Königsmörderin“ ist fertig

Nach etwas mehr als anderthalb Jahren, 831k Wörtern* und 56 Kapiteln ist es vollbracht: Die Rohfassung der ’Königsmörderin’ ist abgeschlossen und überarbeitet. Damit ist dieser erste Teil von „Das Erbe der schwarzen Magier“ von seinem Umfang her etwa gleichauf mit den Teilen der Vorgängertrilogie „Die Bürde der schwarzen Magier“. Also wieder reichlich Lesestoff.

Alles begann Anfang September 2015. Seitdem habe ich mit einigen Unterbrechungen an diesem ersten Band meiner zweiten Trilogie, die Black Magician auf alternative Weise fortsetzt, geschrieben. Darunter mehr als drei Monate Korrekturlesen von Band 3 der ersten Trilogie (Yukai) und, drei CampNaNoWriMos, in denen ich mich der Schwarze-Sonnen-Trilogie gewidmet habe und hier und da kleinere Unterbrechungen. Mehr als die Hälfte (ca. 470k) habe ich in den offiziellen NaNoWriMos 2015 und 2016 geschrieben.

Wo ’Yukai’ die Handlung ein wenig von der Gilde fortgeführt hat, ist diese in der ’Königsmörderin’ wieder in einem zentraleren Fokus. Trotzdem gibt es eine nicht gerade unwichtige Handlung in Sachaka, die sich durch die gesamte Trilogie ziehen wird. Es gibt jede Menge Action und Humor, ein in einer D/s-Beziehung lebendes Hauptpair, das sich selbst nicht so ganz ernstnimmt und das mit zwei schlimmen Kindern und einem verrückten Diener in einer Residenz lebt, einen Barney Stintson der Magiergilde, ein zwielichtiges Comeback, ein langersehntes Wiedersehen, unerwartetes Fremdflirten, sachakanische Cachikas und jede Menge Tote, die Gilde erschütternde Skandale und einen sie spaltenden Streit – und einen neuen Antagonisten. Und wahrscheinlich noch so einiges andere, das mir gerade nicht einfällt.

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CampNaNoWriMo 2017 – Das kürzeste Camp ever

CampNaNoWriMo 2017 – Das kürzeste Camp ever

Ja, damit habe ich mich dieses Mal selbst überrascht. Ich war mit dem Camp fertig, bevor man seinen Wordcount überhaupt validieren konnte. Das ist mir bis jetzt noch nicht passiert. Auch nicht bei einem Überarbeitungscamp. Ich wusste gar nicht, wie ich mit einem solchen Luxusproblem umgehen sollte. Ok, strenggenommen gibt es noch ein paar kleine Todos, die ich aber bewusst geschoben habe.

Aber der Reihe nach.

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Der Zorn der schwarzen Sonnen – Textauszug aus der Überarbeitung #CampNaNoWriMo

Der Zorn der schwarzen Sonnen – Textauszug aus der Überarbeitung #CampNaNoWriMo

Dieses Mal spare ich mir umständliche Zwischenupdates zum CampNaNoWriMo, wie sonst gerne schon einmal auf Facebook gepostet, und gebe euch einen kleinen überarbeiteten Textauszug aus „Der Zorn der schwarzen Sonnen“.

Die Szene ist noch nicht hundertprozentig perfekt, über die meisten Szenen werde ich diesen Monat noch mindestens einmal drübergehen, aber sie ist in einem Zustand, den ich bereit bin sie auf euch loszulassen, damit ihr einen ersten Eindruck erhaltet. Die Szene dreht sich um den berüchtigten Harrel, den Akkarin zu Soneas Unterricht in schwarzer Magie mitgebracht hat. Im Buch habe ich mich immer gefragt, was mit diesem passiert, und da ich finde, dass Soneas Unterricht eine gute Möglichkeit ist, die Wandlung Akkarins und ihrer Beziehung näher zu beleuchten, habe ich mich ein wenig näher damit beschäftigt.

Viel Spaß beim Lesen!

Der Harrel scharrte in seinem Käfig, kaum dass Akkarins Lichtkugel in den Raum schwebte. Stroh und Köttel lagen in der Ecke verstreut, in der er den Käfig deponiert hatte. Bis jetzt hatte er Sonea an Takan und an Wasser üben lassen. Auch die Pflanze hatte sie mittlerweile getötet. Den Harrel hatte Akkarin sich bis zuletzt aufgespart. Er wäre das einfachere Übungsobjekt gewesen, doch für seinen Geschmack kam er von allen nichtmenschlichen Versuchsobjekten dem Menschen am nächsten. Für das, was Akkarin damit beabsichtigte, zog er es vor, dass Sonea sich bis dahin an ihre neue Fertigkeit gewöhnt hatte.

Seinen Willen ausstreckend ließ er den Käfig auf den Tisch schweben. Takan hatte sich wiederholt beschwert, dass Akkarin den Harrel in einem Käfig in seinem Keller hausen ließ. Seiner Ansicht nach war das nicht artgerecht. „Entweder Ihr sorgt dafür, dass ich ihn kochen kann, oder Ihr lasst ihn frei“, hatte er erklärt. „Ich bin es leid, jeden Tag seinen Dreck wegzumachen, damit Ihr Lady Sonea in einem sauberen Raum unterrichten könnt.“

Auch an diesem Tag hatte Takan den Dreck entfernt. Mittlerweile hatte das Tier jedoch neuen verursacht.

Den Harrel betrachtend seufzte Akkarin innerlich. Er erinnerte sich noch zu gut an einen Takan, der es nicht übers Herz gebracht hatte, ein Tier zu töten. Ein totes Tier zuzubereiten, war für ihn eine Sache, es zu töten oder zu quälen eine andere.

Eine halbe Stunde später, die Akkarin einige der Bücher aus der Truhe konsultiert hatte, betrat Sonea den Keller.

Akkarin hob eine fragende Augenbraue. „Hast du alle Hausaufgaben gemacht?“

„Ja, Hoher Lord.“

„Auch die, die nicht für morgen sind?“

Sie hielt seinem Blick mit unterschwelliger Sturheit stand. „Ich habe heute in der Mittagspause angefangen.“

„Gut.“ Akkarin wies auf den Stuhl vor seinem Versuchstisch. „Setz dich. Wir fangen gleich an.“

Ihre Augen leuchteten, als sie sich setzte und zu ihm aufsah. „Was werdet Ihr mich heute lehren?“

Akkarin wies auf den Käfig. „Heute gehen wir in den Versuchen am lebenden Objekt eine Stufe weiter.“

Das Leuchten erstarb.

„Du solltest erfahren einmal geübt haben, wie es sich anfühlt, die komplette Magie aus einem anderen Wesen zu nehmen.“

Sie nickte ernst. „Dann lasst es uns hinter uns bringen“, sagte sie entschlossen.

„Nimm das Messer. Du weißt, was zu tun ist.“

Sonea öffnete die Schatulle, in der er seinen Dolch aufzubewahren pflegte. Es war seltsam, sie tun zu sehen, was für gewöhnlich er selbst – und hin und wieder Takan – tat. Behutsam schlug sie den schwarzen Samt zurück und hob die Klinge heraus.

„Der Käfig lässt sich von oben öffnen. So kannst du verhindern, dass er dir entwischt.“

Sie nickte nur und öffnete den Käfig. Der Harrel verstärkte seine Bemühungen, dem Käfig zu entkommen, doch Sonea reagierte instinktiv und drückte ihn mit einer magischen Barriere nach unten.

„Gut“, sagte Akkarin. „Jetzt schneide ihn. Du wirst tiefer schneiden müssen, als bei einem Menschen. Unter dem Fell ist seine Haut sehr dick.“

Der Harrel quiekte und fiepte panisch, als wisse er, was geschehen würde, als Sonea die Klinge herabsenkte. Soneas Zögern bemerkend sagte Akkarin: „Nimm nur ein wenig seiner Energie. Nutze die Erfahrung, um den Unterschied zwischen magisch begabten Personen und normalen Lebewesen zu spüren.“

Gespannt beobachtete er, wie Sonea den Kopf des Harrels herabdrückte. Ihre kleinen, schlanken Finger teilten das Fell des Tieres, dann machte sie einen kleinen Schnitt im Nacken. Der Harrel quiekte und bäumte sich unter der magischen Barriere auf. Sonea legte das Messer beiseite und legte ihre Hand auf den Nacken des Tieres.

Akkarin stieß sich von dem Regal ab, an dem er gelehnt hatte, und berührte ihre Schläfen. Sie zuckte kaum merklich zusammen.

– Entspann dich.

Sie gehorchte augenblicklich.

Bemerkenswert, dachte Akkarin. Wann hatte es angefangen, dass seine Worte nicht nur bewirkten, dass sie tat, was er von ihr verlangte, sondern auch einen Effekt auf ihr Befinden hatten?

– Ertaste die Energie in dem Tier.

Sonea dehnte sich in ihrer Quelle aus und driftete durch den Riss unter ihrer Hand in den Körper des Harrels. Akkarin beobachtete, wie sie sich der Lebensenergie des Tieres bewusst wurde. Sie war schwach und auf eine Weise diffus verteilt, die sich von jener der Menschen unterschied.

– Sehr gut, sandte er. Jetzt nimm ein wenig davon. Aber so, dass du ihn nicht umbringst.

Ihre Kontrolle war für diese Aufgabe inzwischen weit genug fortgeschritten. An Takan hatte Akkarin sie gelehrt, wie sie wenig Magie durch eine große Öffnung und viel Magie durch eine winzige Öffnung ziehen konnte.

Dieses Mal bestand die Herausforderung darin, die diffus verteilte Magie zu fassen. Behutsam nahm sie ein wenig der Energie und zog sie in ihre eigene Quelle. Es war mehr, als Akkarin beabsichtigt hatte, jedoch war noch genug übrig, um den Harrel am Leben zu lassen.

– Und jetzt noch einmal. Halbiere die Menge.

Sie gehorchte wortlos. Dieses Mal stellte sie sich geschickter an. Unter ihr entspannte sich der Harrel, nur um wieder nervös zu werden, sobald sie den Kraftfluss stoppte.

Akkarin ließ sie den Vorgang noch zweimal wiederholen, dann ließ er von ihr ab.

„Sehr gut, Sonea. Du hast ein Gefühl dafür bekommen, wie man sich an einer tierischen Quelle stärkt. So, wie das Stärken an unwilligen Quellen, solltest du diese Möglichkeit jedoch nur in Betracht ziehen, wenn dir keine andere Wahl bleibt.“

„Ich verstehe“, sagte sie ernst.

Akkarin wies zu dem Käfig, wo der Harrel sich vor Erschöpfung zusammengerollt hatte. „Und jetzt bring es zu Ende.“

Sie starrte ihn an. „Aber er ist ein unschuldiges Tier!“

„Das gerade zugunsten deines Unterrichts gelitten hat.“

„Es würde sich doch wieder erholen nicht wahr?“

„Das würde es. Doch ich will, dass du es tötest.“ Akkarin lächelte humorlos. „Zudem redet Takan seit Tagen davon, wieder einmal Harrelragout kochen zu wollen. Ich nehme an, weil er es leid ist, den Keller zu fegen.“

Sie schnaubte. Offenkundig missfiel ihr sein Humor noch immer häufig. „Nur, um das klarzustellen: Ich tue das nicht, um Takan einen Gefallen zu tun, sondern damit das arme Tier nicht noch öfter unter mir leiden muss.“

Akkarin spürte, wie ein unfreiwilliges Lächeln an seinen Mundwinkeln zerrte. Was ihn betraf, so hatte er ihren Humor zu schätzen gelernt.

„Aus welchen Motiven du es tust, ist mir egal. Ich will nur, dass du es tust.“

Ihre dunklen Augen wanderten zu seinen. Dann legte sie schweigend erneut die Hand auf das Fell des Harrels.

Monatsrückblick Februar – Karnevalseskapismus & Homecoming

Irgendwie ist der Februar einer dieser Monate, die viel zu schnell vergehen, und das nicht, weil er 2-3 Tage kürzer als die übrigen ist. Jetzt, wo ich den Monat Revue passieren lasse, fällt mir jedoch einiges ein, was sich in dieser Zeit in meinem Autorenleben getan hat. Insgesamt habe ich im Februar sogar recht viel geschafft, auch wenn ich insgesamt nicht so viele Kapitel überarbeitet habe, wie im Januar und Dezember. Aber Überarbeiten und eine Geschichte zu beenden ist eben mehr als nur Kapitel zu lesen und beim Lesen zu korrigieren.

Überarbeitungsstatus der ’Königsmörderin’

Auch diesen Monat konnte ich meinen Plan ein Kapitel pro Tag zu überarbeiten, nicht immer einhalten, was neben Arbeit und allgemeiner Müdigkeit auch davon abhängt, wie viel es bei einem Kapitel zu tun gibt. Da ich mich dem Ende nähere, gibt es in jedem Kapitel mehr zu tun, weil mehr Szenen angepasst oder aufgefüllt werden müssen. Die zweite Februar-Hälfte bestand weitgehend aus einer längeren ToDo-Liste für den Mittelteil, die vor dem Finale abgearbeitet werden wollte. Da ich nur die Mittagspausen und die zu kurzen Abende zur Verfügung hatte, zog sich das über eine Woche hin. Als ich anschließend mit den Folgekapiteln weitermachte, wurde mir schnell klar, dass für den weiteren Verlauf ein Brainstorming erforderlich war. Insbesondere für die Sachaka-Storyline, womit die letzte Februar-Woche dann auch gefüllt war.

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Soneas Sumikränzchen: Warum das Cravas keine Autorenmacke ist

Soneas Sumikränzchen: Warum das Cravas keine Autorenmacke ist

Das heutige Sumikränzchen ein wenig persönlicher. Das letzte liegt bereits eine Weile zurück, aber dort hatte ich euch versprochen, beim nächsten Mal etwas zu dem heutigen Thema zu schreiben. Durch den NaNoWriMo hat sich dies leider verzögert, aber immerhin habe ich es noch vor Weihnachten geschafft.

Vor ziemlich genau einem Jahr, nach erfolgreich beendeten NaNoWriMo, habe ich mir als Belohnung das Cravas auf das linke Schulterblatt stechen lassen. Das Cravas ist ein Symbol, das ich für meine Fanfictions erschaffen habe, weswegen man annehmen könnte, dass es eine aus Wahnsinn geborene Autorenmacke ist. Aber das ist es nicht.

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Der NaNoWriMo 2016-Schreibwahnsinn: Kitsch-Vanilla-Hauptpairs, BDSM-Dreier und ein Trump’scher Writus Interruptus

Der NaNoWriMo 2016-Schreibwahnsinn: Kitsch-Vanilla-Hauptpairs, BDSM-Dreier und ein Trump’scher Writus Interruptus

Wie Schlafmangel, der Shipper-Thread und schlechte Fanfictions mir das Hirn ruinierten

Dieser Bericht sollte gefühlt vor zwei Wochen kommen, doch der alljährliche Übergang von einem Monat Schreibwahnsinn in die Vorweihnachtszeit hat mich dieses Jahr ziemlich geschafft und ich weiß nicht, wo die letzten beiden Wochen geblieben sind. Mein Hirn, das ich mir in dieser Zeit nicht nur mit zu wenig Schlaf und zu viel Schreiben ruiniert habe, hat sich inzwischen wieder weitgehend erholt, während mein Körper nach all der Action gerade in Winterschlafmodus geht.

Da man die zu erreichende Wortzahl im November nicht anpassen kann, setzte ich vorab mein persönliches Ziel auf 200k. Damit wollte ich mich möglichst dem Showdown der Geschichte nähern oder diesen vielleicht sogar schon beginnen.

Trotz der einen oder anderen Schwierigkeit war es ein wahrhaft epischer NaNoWriMo und das nicht nur, weil die Geschichte sich mir nahezu selbst diktiert hat, sondern auch wegen der großartigen Stimmung im NaNo-Forum. So viel zu schreiben ist neben gutem Zeitmanagement auch mit einer gehörigen Portion Wahnsinn verbunden. Mir ist wichtig, dass ich im Schreibfluss bleibe und solange ich meine Arbeit erledige und die Katzen nicht vernachlässige, funktioniert dieses Prinzip für mich.

Eine andere, unerfreuliche Form des Wahnsinns kam auf unerwartete Weise hinzu. Im Oktober wagte ich aus Gründen der ’’Recherche’’ zum Thema Badfic einen Blick in die Abgründe meines Fandoms und blieb darüber an einer Fanfiction hängen, die (wie so viele andere und vermutlich unfreiwilligerweise) grauenhaft war. Aus jener ’’Recherche’’ wurde rasch ein guilty pleasure, auf das ich nicht sonderlich stolz bin. Es genügt an dieser Stelle, dass ich nur immer mal wieder weiterlas, weil ich unfähig war, mich von dem Grauen abzuwenden, so wie wenn man an einem Unfallort vorbeifährt, und dass ich mich darüber in Bezug auf meine Lieblinge sehr, sehr verstört habe.

Der Start begann grandios um Mitternacht am 1. November zusammen mit der Ankündigung an meine Katzen „Ihr müsst jetzt einen Monat lang ganz lieb sein, sonst koche ich Chinesisch“. Trotz Müdigkeit und dem Bedürfnis, mich in meinem Bett zusammenzurollen, habe ich mit jeder Menge Schwarztee noch in der Nacht die ersten 1000 Wörter geschrieben. Wie in den beiden Jahren zuvor mit einer Schweinkramszene, um der Tradition treuzubleiben. Dank zahlreicher Wordwars im NaNo-Forum wurden aus den für den Start-Marathon an Tag 1 gesetzten 12k rasch 14k. Zwischendurch hatte ich sogar noch Zeit für Sport und meine Katzen und konnte gegen 22 Uhr Feierabend machen.

So etwas macht man aber auch nur einen Tag, danach ist man durch.

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