Schlagwort: Sachaka

„Aber dadurch wird er doch erst zu dem Charakter, den du liebst“ – eine Mutmach-Geschichte #wirsindtraumfaenger

Diesen Monat nehme ich an der Wir sind Traumfänger-Challenge von der wundervollen Annika Bühnemann teil. In dieser Challenge geht es um die Liebe zu Büchern und Geschichten oder dem geschriebenen Wort an sich. Denn mit Büchern fängt man Träume ein. Es ist egal, ob man als Autor oder Leser daran teilnimmt. Den ganzen März über gibt es jeden Tag eine Aufgabe, die es auf möglichst kreative Weise zu erfüllen gilt.

Obwohl ich ’nur’ Fanfiction schreibe, habe ich mich entschlossen, mitzumachen. Denn auch ich fange mit meinen Geschichten sowohl meine Träume ein als auch, so scheint es zumindest, die Träume meiner Leser. Und als Leser kenne ich wiederum Bücher, die mich zum Träumen verleiten.

In der heutigen Aufgabe geht es darum, anderen Autoren Mut zu machen. Ich weiß nicht, ob die Geschichte, die ich für euch habe, am Thema vorbei ist, oder ob sie eher zu Tag 6 passt (und außerdem habe ich es nicht so mit hübschen Bildern mit Sprüchen drauf), aber so wie mir damals Mut gemacht wurde, kann ich vielleicht anderen Mut machen, die vor einem ähnlichen Problem stehen.

Also höret nun eine aufregende und spannende Geschichte:

„Aber dadurch wird er doch erst zu dem Charakter, den du liebst“

Vor ziemlich genau drei Jahren, im Frühjahr 2014, nahm ich zum ersten Mal an einem Schreibwettbewerb teil. Das Thema lautete „Für dich gehe ich bis ans Ende der Welt“ und man durfte sowohl mit Fanfiction als auch mit einer freien Arbeit daran teilnehmen. Ziemlich schnell hatte ich mich für eine Geschichte darüber entschieden, wie Takan Akkarin aus Sachaka folgt und zu seinem Diener wird. Dieses Thema hatte mich in den Büchern schon immer fasziniert, weil seine Motivation nicht einzig daraus zu resultieren scheint, dass er kein anderes Leben als die Sklaverei kennt.

Also schrieb ich diese Kurzgeschichte und dann kamen weitere Dinge hinzu, die dazu führten, dass mich das Thema fortan nicht mehr loslassen sollte.

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Monatsrückblick Februar – Karnevalseskapismus & Homecoming

Irgendwie ist der Februar einer dieser Monate, die viel zu schnell vergehen, und das nicht, weil er 2-3 Tage kürzer als die übrigen ist. Jetzt, wo ich den Monat Revue passieren lasse, fällt mir jedoch einiges ein, was sich in dieser Zeit in meinem Autorenleben getan hat. Insgesamt habe ich im Februar sogar recht viel geschafft, auch wenn ich insgesamt nicht so viele Kapitel überarbeitet habe, wie im Januar und Dezember. Aber Überarbeiten und eine Geschichte zu beenden ist eben mehr als nur Kapitel zu lesen und beim Lesen zu korrigieren.

Überarbeitungsstatus der ’Königsmörderin’

Auch diesen Monat konnte ich meinen Plan ein Kapitel pro Tag zu überarbeiten, nicht immer einhalten, was neben Arbeit und allgemeiner Müdigkeit auch davon abhängt, wie viel es bei einem Kapitel zu tun gibt. Da ich mich dem Ende nähere, gibt es in jedem Kapitel mehr zu tun, weil mehr Szenen angepasst oder aufgefüllt werden müssen. Die zweite Februar-Hälfte bestand weitgehend aus einer längeren ToDo-Liste für den Mittelteil, die vor dem Finale abgearbeitet werden wollte. Da ich nur die Mittagspausen und die zu kurzen Abende zur Verfügung hatte, zog sich das über eine Woche hin. Als ich anschließend mit den Folgekapiteln weitermachte, wurde mir schnell klar, dass für den weiteren Verlauf ein Brainstorming erforderlich war. Insbesondere für die Sachaka-Storyline, womit die letzte Februar-Woche dann auch gefüllt war.

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Inspiration – kann man das essen? (Autorenwahnsinn Tag 3)

Die heutige Frage bei der Autorenwahnsinn-Challenge, der ich mich diesen Monat verschrieben habe, lautete: Was hat dich zu deinem aktuellen Projekt inspiriert?

Tatsächlich konnte ich die Frage, woher ich meine Inspiration beziehe, noch nie beantworten. Weil es das in dieser Form für mich nicht gibt. Dennoch hat diese Frage mich dazu gebracht, den ganzen Tag im Hintergrund darüber nachzudenken.

Zugegebenermaßen bewundere ich andere Autoren ein wenig für ihre Quellen der Inspiration. Sie schauen sich Bilder auf Pinterest an, Postkarten oder hören ein Lied und bekommen darüber die Idee für ihren nächsten Roman. Ich kann so etwas nicht. Wenn ich das könnte, dann würde ich vermutlich keine Fanfiction mehr schreiben, sondern wäre längst bei eigenen Romanen.

Aber so funktioniert das bei mir nicht.

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Soneas Sumikränzchen: Warum das Cravas keine Autorenmacke ist

Soneas Sumikränzchen: Warum das Cravas keine Autorenmacke ist

Das heutige Sumikränzchen ein wenig persönlicher. Das letzte liegt bereits eine Weile zurück, aber dort hatte ich euch versprochen, beim nächsten Mal etwas zu dem heutigen Thema zu schreiben. Durch den NaNoWriMo hat sich dies leider verzögert, aber immerhin habe ich es noch vor Weihnachten geschafft.

Vor ziemlich genau einem Jahr, nach erfolgreich beendeten NaNoWriMo, habe ich mir als Belohnung das Cravas auf das linke Schulterblatt stechen lassen. Das Cravas ist ein Symbol, das ich für meine Fanfictions erschaffen habe, weswegen man annehmen könnte, dass es eine aus Wahnsinn geborene Autorenmacke ist. Aber das ist es nicht.

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NaNoPrep November 2016

NaNoPrep November 2016

Von Storypuzzeln, epischen Dialoge und neuen Charakteren

Morgen ist es wieder soweit und der offizielle NaNoWriMo geht in die nächste Runde. Für mich ist es das dritte Mal, dass ich daran teilnehme und das zweite Mal mit ’Die Königsmörderin’. Seit dem vergangenen Jahr ist die Geschichte um einiges weitergediehen. Im Mai/Juni habe ich zwischen den Camps eine Weile daran gearbeitet, bestehende Kapitel überarbeitet und mit Szenen aufgefüllt. Und seit Anfang September gehen die Arbeiten weiter.

Oder genauer gesagt, da ich nach dem Juli-Camp und der darauffolgenden dritten Überarbeitung von ’Schwärzer als die Nacht’ (ehemals ’Darker Than Black’) wieder komplett aus der Story raus war, habe ich wieder von vorne begonnen. Und das hat mir über den September zahlreiche schöne Fangirlmomente geschenkt, weil ich allenthalben auf Textpassagen stieß, die für mich nahezu episch waren.

Allen voran mein Hauptpair, das sich seit der ersten Trilogie ziemlich gesteigert hat und seine dunklen Seiten nicht mehr zurückhält. Zugleich nehmen sie sich jedoch selbst nicht so ganz ernst, was in Dialoge ausartet, die an eine Parodie grenzen. Und dann diese beiden Kinder, die auf ihre Weise schlimm sind und ihrerseits Sprüche bringen, wegen denen ich oft lachend unterm Tisch lag und die Katzen vertrieben habe (oder meine Kollegen verstört).

Aber auch die anderen Charaktere hatten ihre Momente. Diejenigen, die mir auf Twitter oder FB folgen, sind in den vergangenen Wochen ja bereits in den Genuss zahlreicher kleiner Textpasssagen gekommen.

Wenn eine kaum überarbeitete Rohfassung nach fast einem Jahr ein solches Lesevergnügen ist, dann ist das für mich ein ziemlich gutes Zeichen. Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass das, was mich begeistert, in der Regel auch die Leser begeistert. Was nicht heißen soll, dass es nicht viel zu überarbeiten gibt, weil ich wieder einmal dabei bin, die Szenen zu einer Story zusammenzupuzzeln.

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Der ’schwache’ Akkarin – warum Liebe nicht zu einem romantischen Helden machen kann

Der ’schwache’ Akkarin – warum Liebe nicht zu einem romantischen Helden machen kann

Erinnert ihr euch an diesen bösen, bösen Artikel? Dort habe ich mich recht ausführlich der Beziehung von Akkarin und Sonea gewidmet und in diesem Zusammenhang Akkarins Darstellung, ab ihrer Verbannung nach Sachaka kritisiert.

Damals war ich der Meinung, dass Canavan an dieser Stelle zu einfach gedacht hat und Akkarins Verhalten einer anfänglichen Verliebtheit zuzuschreiben ist, weil die Tatsache, dass er sich verliebt, nicht mal eben fünf Jahre Sklaverei heilt. Und ich schrieb, dass diese Entwicklung und ihre „Liebe heilt alle Wunden“-Message vermutlich dafür sorgt, dass er in so vielen Fanfictions weichgespült wird.

Und dieser Meinung bin ich noch immer.

Allerdings sehe ich inzwischen einen weiteren Grund für sein Verhalten während der Verbannung. Und unabhängig davon, was Canavan sich bei dieser Entwicklung gedacht oder auch nicht gedacht hat, erklärt dies aus psychologischer Sicht mehr, als Verliebtheit könnte. Die Verliebtheit ist dabei zwar ein nicht unerheblicher Faktor, doch dass Akkarin während dieser Kapitel so überhaupt nicht akkarin wirkt, hat einen schwerwiegenden Grund.

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Soneas Sumikränzchen: Die RL-Sonea und der böse, heiße König

Soneas Sumikränzchen: Die RL-Sonea und der böse, heiße König

Warnung: Dieser Artikel enthält Spoiler für ’Die zwei Könige’

Es wird wieder einmal Zeit, zu Kuchen und Sumi ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Und welcher Tag würde sich dazu besser eignen, als ein kühler Sonntagnachmittag im Herbst?

Daher möchte ich euch beim heutigen Sumikränzchen etwas über meinen Antagonisten König Marika, Sohn des Vareka und Herrscher über Sachaka, meine Motivation, diesen Charakter zu erschaffen und meine persönliche Einstellung zu ihm erzählen.

Und diese ist, wie es wohl in der Natur eines Antagonisten liegt, irgendwo zwischen absoluter Verehrung und tiefer Abneigung. Denn zum einen liebe ich Marika heiß und innig, zum anderen würde ich einem Mann wie ihm im wahren Leben nicht über den Weg laufen wollen. Deswegen habe ich lange überlegt, ob und wie ich diesen Artikel schreiben soll. Denn mein hirnloses Gefangirle hat während des ersten Teils von ’Die zwei Könige’ einige Leser dazu ermuntert, ihn auf eine Weise zu fangirlen, die ich nicht gutheißen kann.

Doch dazu später mehr.

Wie alles anfing …

Das Erste, was ich von Marika wusste, war sein Name. Witzigerweise kam dieser dadurch zustande, dass ich damals im Spätsommer 2009, als meine alternative Fortsetzung fast ausschließlich noch in meinem Kopf existierte, von einem Fußballspieler namens Marica hörte. Dass man diesen mit ’c’ schreibt, erfuhr ich erst später. Doch das spielt keine Rolle, weil es nur mit ’k’ ein sachakanischer Name ist. Als ich den Namen hörte, war mir jedoch sofort klar, dass der König von Sachaka so und nicht anders heißen muss.

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Schreibst du noch oder fangirlst du schon? – Wenn ein perfekter Charakter noch perfekter wird

Schreibst du noch oder fangirlst du schon? – Wenn ein perfekter Charakter noch perfekter wird

Seit ca. zwei Wochen arbeite ich mich als Vorbereitung auf den NaNoWriMo im November wieder in ’Die Königsmörderin’ ein. Zu diesem Thema kommt demnächst auch noch ein ausführlicher Blogartikel, doch momentan treibt mich dabei vor allem ein bestimmtes Thema um, das mich regelmäßig in die höchsten Höhen des Fangirlhimmels katapultiert.

Ihr könnt es euch vielleicht schon denken, es geht um niemand anderen als um Akkarin.

Oder besser gesagt: Akkarin und seine ’dunkle Seite’, wie er sich immer so schön ausdrückt.

Denn o-mein-Gott ehrlich, das war eine meiner besten Eingebungen, die ich bei diesem Charakter jemals hatte. Weil sie ihn auf eine Weise komplettiert, die die Bücher nur erahnen lassen.

Ich weiß nicht, ob ihr das kennt: Ihr lest eine Fanfiction und schüttelt den Kopf, weil euer Lieblingscharakter überhaupt nicht so wie im Original ist. Mir ergeht es manchmal so, wenn ich ein Projekt nach längerer Zeit wiederaufnehme, oder während der Überarbeitung. Jedes Mal, wenn ich dieses Gefühl habe, wenn der Charakter weder zu seiner Vorlage noch zu dem bisher Geschriebenen passt, weiß ich, dass er an dieser speziellen Stelle aus welchen Gründen auch immer (müde, abgelenkt, nicht richtig im Schreibfluss, Zeitdruck im Word War etc.) ein kleines bisschen ooc geraten ist.

In allem, was ich bis jetzt von meiner zweiten Trilogie geschrieben habe, ist das mit Akkarin jedoch das genaue Gegenteil.

Ich habe das Gefühl, dass er noch perfekter – noch mehr akkarin, als in den Büchern ist.

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Der CampNaNoWriMo Juli 2016 und der Zorn der schwarzen Sonnen

Der CampNaNoWriMo Juli 2016 und der Zorn der schwarzen Sonnen

Oder auch: das wohl bis jetzt therapeutischste Camp überhaupt

Mit etwas weniger Verspätung als beim letzten Mal kommt nun hier mein Abschlussbericht zum diesjährigen Sommer-Schreibcamp. Irgendwie hat es sich schon fast nach Tradition angefühlt, dabei über Akkarin zu schreiben. Doch mit diesem Juli ging diese Tradition leider auch zu Ende, weil seine Trilogie hiermit beendet ist.

Teil 3 meiner Akkarin-Trilogie, auf Twitter auch unter dem flapsigen Hashtag #50SoA3 (für ’50 Shades of Akkarin Pt. III’) bekannt, war eine sehr therapeutische Erfahrung. Die Geschichte beginnt einige Monate vor ’The High Lord’ und endet einige Wochen danach, hat ihren Schwerpunkt jedoch während dieses Buches. Abgesehen von der Herausforderung, genug Eigenanteil in und zwischen die Akkarin-Szenen im Buch zu bringen (FF.de verlangt mindestens 2/3 Eigenanteil und ich möchte für mich selbst nicht, dass es eine bloße Nacherzählung ist), wühlt die Lektüre dieses Buches jedes Mal sehr auf.

Dieses Mal war es jedoch eher ein Aufwühlen in Raten, besonders während der letzten 150 Seiten, die ich normalerweise in einem Rutsch durchlese und für dessen Erzählung aus Akkarins Sicht ich inklusive Zwischenszenen etwa eine Woche gebraucht habe.

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Von D/s-Beziehungen, BDSM und den schwarzen Magiern (Teil 3)

Von D/s-Beziehungen, BDSM und den schwarzen Magiern (Teil 3)

Teil 3 – Wie Akkarin sich über Sachaka emanzipiert und was das Abstrahieren von Sexpraktiken von Missbrauch mit Traumabewältigung zu tun hat

Vor einer Weile hatte ich eine etwas längere eMail-Diskussion, ausgelöst durch Horrorvorstellungen zu meinen Geschichten durch Lesen meines Blogartikels 50 Shades of Akkarin – Warum Akkarin kein romantischer Held ist. Diese führten, als ich Teil 2 des unsäglichen Blogartikels veröffentlichte, zu einigen Missverständnissen in Bezug auf den Inhalt.* Da ich nicht weiß, ob es meinen Lesern auch so ergeht und hier evtl. Erklärungen fehlen, wo Dinge für mich intrinsisch klar sind, habe ich beschlossen, diese unsägliche Reihe noch ein wenig weiterzuführen und den meinen Lieblingscharakter betreffenden Teil noch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

In diesem Artikel geht es daher um zwei Themen, die jedoch miteinander verknüpft sind, weil sie in Bezug auf Akkarins Entwicklung eine Rolle spielen. Zuerst werde ich auf den Unterschied zwischen Missbrauch und BDSM-artigen Sexpraktiken eingehen, zumal ich dazu auch Fragen von einigen den Lesern von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ hatte. Dann erläutere ich, wieso jemand nach fünf Jahren als Sklave eines Ichani seinen Erlebnissen zum Trotz nicht wie ein Mönch lebt. Oder besser gesagt, warum das bei Akkarin funktioniert. Und warum das sogar durch die Bücher zu begründen ist.

Betrachtet diesen Artikel daher als Ergänzung zu den Abschnitten ’Wie die Realität in den ’Büchern (und in meinen Fanfictions) aussieht’ in Teil 1 und ’Akkarin und seine dunkle Seite’ in Teil 2.

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