Schlagwort: Fanfiktion Award 2014

Rückblick auf mein 2015 als Fanfiction-Autorin und Ausblick auf 2016

2015 war nun wirklich alles andere als ’mein’ Jahr. Sowohl in Bezug auf mein Doppelleben als Fanfiction-Autorin als auch in Bezug auf mein Privatleben, auf das in an dieser Stelle nicht eingehen werde. Also beschränke ich mich auf meine schriftstellerischen Highlights und Tiefpunkte.

Eigentlich fing es ganz gut an. Ende Januar ging das letzte Kapitel von Soneas Erzählstrang in ’Die zwei Könige’ zu Ende. Die Begeisterung der Leser war riesig, ich hätte nie gedacht, dass dieser Teil, der nur von Sonea und zwei sachakanischen OCs bestritten wird und ziemlich harter Tobak ist, die Leser derart fesseln würde. Zu meinem Entsetzen stellte ich jedoch fest, dass einige Leser angefangen hatten, sich zwischen Sonea und Marika eine Romanze auszumalen, was in meinen ersten kritischen Blogartikel, der Missbrauchsbeziehungen als Thema hatte, endete.

Im April nahm ich am Camp-NaNoWriMo teil, indem ich mit der Überarbeitung von Band 3 meiner Trilogie, ’Das Heiligtum von Yukai’, fortgefahren bin. Dort bin ich ein gutes Stück weitergekommen. Ich habe ca. 300k der Story überarbeitet und dabei auch diverse neue Szenen geschrieben (mehr dazu auch hier).

Mit dem Beginn des zweiten Teils der zwei Könige stieg ich von wöchentlichen Updates auf zweiwöchentlich um und lud in den dazwischenliegenden Wochen die Geschichte über Akkarins Zeit in Sachaka ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ hoch. Leider erwies sich das sehr schnell als Fehler. Die Zeit, die Teil 2 braucht, um ein komplett neues Setting aufzubauen und die Grundsteine für den Rest der Trilogie zu legen, sorgte für reichlich Unmut. Zugleich ging das Interesse an Akkarins Geschichte nach wenigen Kapiteln zurück, bis ich diese nur noch unter Bauchschmerzen hochladen konnte. Dazu kamen einige Kommentare, die für mich wie ein Schlag ins Gesicht waren, was dazu geführt hat, dass ich das Projekt schließlich eingestellt habe (Traurige Entscheidung).

Das Ganze hat mich in eine ausgewachsene Krise gestürzt, die durch meinen gescheiterten Versuch, Anschluss an andere Autoren zu finden, noch schlimmer wurde. Mir war schon länger klar, dass ich mit meiner Schreibe und meinen Ansichten in das Forum von Fanfiktion.de nicht wirklich reinpasse. Also habe ich es in einer anderen Autoren-Community versucht. Das schien zunächst vielversprechend, nach kurzer Zeit hatte ich jedoch das Gefühl, als jemand, der ausschließlich Fanfiction schreibt, dort nicht akzeptiert zu werden. Meine Vorgehensweise beim Schreiben hat dazu geführt, mich noch mehr als Außenseiter zu fühlen.

Denn ich bin nicht nur Fanfiction-Autorin, sondern auch Chaos-Discovery-Writer, wie ich es selbst nenne. Ich schreibe nicht nach Plan, ich kann mit Schreibratgebern nichts anfangen, ich mache keine Rollenspiele oder Interviews mit meinen Charakteren oder schreibe Steckbriefe – ich lerne sie beim Schreiben kennen. Bereisen meine Charaktere ein neues Land, das im Original nur erwähnt, aber nicht ausgearbeitet ist, so entdecke ich dieses und seine Kultur mit ihnen. Ich schreibe nicht chronologisch, sondern das, was mich gerade anfixt. Und ob man es glaubt, oder nicht: Es funktioniert! Auf diese Weise habe ich eine komplette Trilogie geschrieben. Mir kam es jedoch so vor, als würde ich mir damit keine Freunde machen, denn ich fand ums Verrecken keinen Anschluss, was zu der ernüchternden Erkenntnis geführt hat, nirgendwo reinzupassen. Auf meine Bewerbung für das Schreibmagazin erhielt ich nicht einmal eine Absage.*

Damit waren die Selbstzweifel maximal, mein Selbstbewusstsein  am Ende. Ich habe mich wie ein Versager gefühlt, wie ein Nichts. Ich wusste nicht mehr, warum ich überhaupt schreibe – das alles erschien mir mit einem Mal so unendlich sinnlos, weil es ja doch nur scheiße ist. Und ich musste einen Weg finden, damit irgendwie fertigzuwerden, nachdem mein Fels in der Brandung wenige Monate zuvor weggebrochen war.

Ab dem Sommer kam dann allmählich die Wende zum Besseren. Im Juli nahm ich erneut am Camp-NaNoWriMo teil. Dieses Mal mit der Fortsetzung von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’, die unter dem Arbeitstitel ’Darker Than Black’ läuft. Nach dem Desaster mit Ersterem, wollte ich zuerst ein anderes Projekt schreiben, obwohl ich mich seit fast einem Jahr darauf gefreut hatte, Akkarins Geschichten fortzuführen. Am Ende schrieb ich diese Geschichte für mich, auch weil mein Gemütszustand aus privaten Gründen einen erneuten Tiefpunkt erreichte. Ich blendete alles um mich herum aus und schrieb, um mich von dem abzulenken, was ich nicht ändern kann, und an meinem Lieblingscharakter zu heilen, was ich bei dem wichtigsten Menschen in meinem Leben nicht heilen kann. Es war ein überaus therapeutisches Schreibcamp, während dem ich innerlich gewachsen bin und mich von allem gelöst habe, was mir nicht guttut und allmählich wieder die Liebe zum Schreiben und zu meinen Charakteren wiederfand (mehr dazu auch hier).

Zum Ende des Schreibcamps veröffentlichte ich meine erste Satire zu Black Magician Die Meisterin und ihr Wurm – Ein Drama in drei Akten. Es war meine erste Satire überhaupt und deswegen und angesichts ihres sehr BDSM-lastigen Inhalts war ich ein wenig nervös, wie sie bei den Lesern wohl ankommen würde. Mir war klar, dass eine solche Geschichte nicht viele Leser haben würde. Aber so wie ich beim Schreiben und Korrigieren gekichert und damit meine Nachbarn und in der Mittagspause meine Kollegen unterhalten habe (die zum Glück nicht wussten, warum ich kichere – bis auf den, der die Story unter mindestens genauso großem Gekicher testgelesen hat), musste ich sie einfach hochladen. Und das war eine gute Entscheidung, denn das Ding hat immerhin fünf Empfehlungen bekommen. Also anscheinend ist es gut, hin und wieder ein wenig mutig zu sein.

Ende Juli kam ein weiteres Highlight. Ben Lesser hat mich gefragt, ob ich Artikel für sein und Tinka Beeres Schreibmeer-Magazin schreiben möchte, weil eine liebe Freundin mich empfohlen hatte. Ich hatte mächtig Respekt davor, weil das Magazin einen hohen Anspruch hat und ich fürchtete, dem nicht gewachsen zu sein. Zugleich konnte ich nicht glauben, dass ich, die Fanfiction-Autorin, nach meinem gescheiterten ersten Versuch bei einem richtigen Schreibmagazin mitmachen darf. Inzwischen habe ich unter dem Namen Sonea (mein RL-Vorname hätte zu Verwechslung geführt) vier Artikel herausgebracht und habe an einer Weihnachts-Anthologie mitgewirkt. Seit vielen, vielen Jahren wieder eine Geschichte zu schreiben, die keine Fanfiction ist, war eine ziemliche Herausforderung, hat aber auch sehr viel Spaß gemacht.

Das Schreibmeer ist eines der besten Dinge, die mir in diesem Jahr passiert sind. Ich merke, dass ich, mein Humor und meine Art, Artikel zu schreiben und die Dinge zu sehen, dort bestens aufgehoben sind. Besonders Ben und Tinka gelingt es immer wieder, mir einen miesen Tag zu verschönern, spätestens wenn man in den Chat kommt, steigt die Laune exponentiell.

Von da an ging es bergauf. Ich gewann ein zweites Mal beim Fanfiktion Award, dieses Mal als Autorin und mit meiner Kurzgeschichte über Dannyl und Rothen Die Hoffnung stirbt in Moll. Auch meine Hauptstory lief wieder besser und ich war dankbar, weil so viele Leser noch immer Geduld mit mir und Vertrauen in mich hatten, und sich dieses allmählich auszuzahlen begann. Und dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Ich weiß, das ist nicht immer leicht, wenn man nicht die ganze Story am Stück lesen kann.

Anfang September beendete ich ’Das Heiligtum von Yukai’ so weit, dass ich es nur noch auszudrucken und zu korrigieren brauchte. Direkt im Anschluss begann ich mit Band 1 meiner zweiten Fanfiction-Trilogie ’Das Erbe der schwarzen Magier’ und als ich Mitte September für ein paar Tage in Paris war, wo ich zum x-tem Mal Black Magician las, begann ich ein exzessives Brainstorming sowohl für die gesamte Trilogie als auch für Band 1 im Konkreten.

Nach Paris war ich so motiviert, dass ich beschloss, ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ noch eine Chance zu geben und habe eine Leserumfrage gestartet, mit dem Ergebnis, dsas es ab Oktober mit einem neuen Kapitel jeden Samstag weiterging. Bis jetzt läuft das auch recht gut, obwohl ich zwischendurch wieder Sorge hatte, dass die Tendenz ähnlich wie zum Jahresbeginn ist. Zugleich beschäftigte ich mich intensiver mit meiner zweiten Trilogie und nachdem ich Black Magician ausgelesen hatte, führte ich eine sprachliche Überarbeitung der ersten 21 Kapitel von ’Der Spion’ durch. Und ich versuchte mich erstmals an Drabbles für einen Adventskalender.

In diese Zeit fiel leider auch die Sache mit diesem Hater, die mich dazu veranlasst hat, über meine Verpflichtungen als Autor nachzudenken. Ich bin jetzt noch hingerissen, wie viel Rückhalt ich von Lesern und anderen Autoren bekommen habe.

Das Gefühl, ein Außenseiter zu sein, hat sich inzwischen verflüchtigt. Viel hat dazu auch der offizielle NaNoWriMo im November beigetragen, bei dem sich die Twitter-Followerzahl traditionsgemäß explosionsartig erhöht. Auch fand ich einige liebe Menschen, deren Herangehensweise an Projekte der meinen ähnelt und mit denen ich mich austauschen konnte, was unglaublich gutgetan hat. Überhaupt verging der November in einem einzigen Rausch, in nur 30 Tagen habe ich ganze 240k von Band 1 der zweiten Trilogie geschrieben, womit ich insgesamt 340k habe. Inzwischen hat das Kind auch einen Namen und schimpft sich ’Die Königsmörderin’. Mein aktueller Twittername ist übrigens keine Werbekampagne für diese Fanfiction, die in frühestens zweieinhalb Jahren zu lesen ist, sondern Ausdruck meiner Trauer darüber, dass mein böser heißer König mit dem Mitte Dezember hochgeladenen Kapitel von ’Die zwei Könige’ offiziell sterben musste.

Irgendwo zwischendurch habe ich auch mit meiner Kurzgeschichte über Akkarin und Lorlen Von Strippenziehern und besten Freunden den Bromance-Wettbewerb auf Fanfiktion.de gewonnen und erweiterte Karten für mein Black Magician-Universum gezeichnet, Worldbuilding in Sachaka, Duna und Lonmar durchgeführt und Ansätze einer fiktiven Sprache ’modern Lonmars’ entwickelt.

Den Dezember habe ich damit verbracht, die verbleibenden 14 Kapitel von ’Die zwei Könige’ für meine Testleserin fertigzumachen und habe die sprachliche Überarbeitung von ’Der Spion’ bis Kapitel 37 weitergeführt. Den Rest der Zeit habe ich die zahlreichen Reviews beantwortet, die durch den Adventskalender kamen, der wie eine Bombe bei den Lesern eingeschlagen ist. Ich hätte nie gedacht, dass ich, die zum Schwafeln neigt, Drabbles schreiben könnte und dass die Idee dahinter von den Lesern so gut angenommen wird, nachdem ein ähnlicher Versuch mit meiner Kurzgeschichtensammlung gescheitert ist. Damit haben meine Leser mir 24 Tage am Stück jeden Tag ein kleines Weihnachten beschert.

Kurz nach Weihnachten habe ich schließlich mit den Korrekturen zu ’Das Heiligtum von Yukai’ angefangen. Bis jetzt bin ich überrascht, wie wenig ich in den ersten Kapiteln korrigieren musste, nachdem mich das Schreiben an dieser Geschichte während der vergangenen zweieinhalb Jahre oft in den Wahnsinn getrieben hat. Es macht Freude, die Kapitel zu lesen, mein Schreibstil hat sich anscheinend gefestigt und ich fangirle die Charaktere wie nie.

Wie geht es nun 2016 weiter?

Die ersten Monate werden der Korrektur von ’Das Heiligtum von Yukai’ gewidmet sein. Währenddessen werde ich wahrscheinlich kleinere Zitate daraus auf meiner Facebook-Seite posten. Zwischendurch werde ich an der Königsmörderin weiterschreiben, wenn spontane Ideen kommen. Der Fokus wird jedoch auf der Korrektur von Yukai liegen. Außerdem kommt im Januar noch das ausstehende Märchen von Tavara und Hariko.

Im April werde ich wieder am Camp NaNoWriMo teilnehmen. Entweder mit der Überarbeitung von ’Darker Than Black’ oder falls die Korrektur von ’Yukai’ sehr schnell läuft und ich beides vor April abschließen kann, würde ich an der Königsmörderin weiterschreiben. Andernfalls tue ich dies im Mai und Juni.

Im Juli werde ich Teil 3 meiner Akkarin-Trilogie im Camp schreiben. Allerdings werde ich dafür einiges an Planung vornehmen müssen, weil diese Story parallel zu The High Lord spielt und ich die zahlreichen Akkarin-Szenen im Buch aus seiner Perspektive und in den Kontext seiner eigenen Geschichte bringen muss. Das heißt, ich werde sehr viele Szenen aus dem Buch übersetzen, abtippen und umformulieren und die Lücken mit seiner kompletten Storyline füllen, bis es sich wie ein eigenes Buch über ihn liest. So ähnlich bin ich bei ’Darker Than Black’ vorgegangen, nur dass die ersten beiden Bücher weniger Szenen mit Akkarin haben, was die Arbeit erleichtert hat.

Im September geht ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ und im Anschluss werde ich den zweiten Teil meiner Akkarin-Trilogie ’Darker Than Black’ hochladen. Außerdem endet im Juni ’Die zwei Könige’, das heißt Ende Juni / Anfang Juli geht es mit Band 3 ’Das Heiligtum von Yukai’ weiter.

Den Rest der Zeit, auch den offiziellen NaNoWriMo werde ich mit dem Schreiben an ’Die Königsmörderin’ verbringen. Auch das wird noch viel Arbeit. Nachdem sich das Gerüst so runtergeschrieben hat, brauche ich nun konkrete Ideen für die Nebenhandlungen, ohne die komplette Geschichte nicht existieren kann. Und darin liegt die eigentliche Herausforderung.

Zwischendurch werde ich voraussichtlich weitere Karten zeichnen, mein Sachakanisch-Dictionary erweitern und die ausstehenden Kapitel vom Spion sprachlich überarbeiten. Außerdem werde ich im Herbst an einem neuen Drabble-Adventskalender arbeiten – zu welchem Thema weiß ich jedoch noch nicht. Ganz vielleicht auch, werde ich meine Kurzgeschichtensammlung Die Gilde der ungelüfteten Geheimnisse wieder aufnehmen.

Fazit

Ein in weiten Teilen sehr mieses Jahr liegt hinter mir. Ich habe euch nur an meinen schrifstellerischen Tiefpunkten teilhaben lassen, weil der Rest zu privater Natur ist. Dadurch, dass mein Fels in der Brandung zerbrochen ist, musste ich mich allem anderen allein stellen, was besonders um den Sommer herum dazu geführt hat, dass ich selbst fast zerbrochen wäre. Im Nachhinein könnte ich nicht einmal sagen, wie ich dort wieder herausgekommen bin – nur, dass Juli-Camp und meine sture Entschlossenheit, diese eine Geschichte schreiben zu müssen und ihr ganz spezieller Inhalt dazu beigetragen haben. So auch wie Tatsache, dass ich mich von allem befreit habe, was mir nicht guttut und mir Kraft raubt, sofern es in meiner Macht liegt.

Wenn ich etwas Positives über 2015 sagen kann, dann dass ich an den Schwierigkeiten gewachsen bin und sowohl im RL als auch im Netz schließlich einige sehr liebe Menschen getroffen habe, die (wenn auch oft indirekt) dazu beigetragen haben. Trotzdem bin ich froh, dass dieses Jahr nun ein Ende hat und gehe mit dem Gefühl, dass es nur besser werden kann, ins nächste Jahr.

Vorsätze für 2016 mache ich mir keine, weil ich lieber dann etwas ändere, wenn es notwendig ist. Alles andere kommt mir nur wie eine bequeme Ausrede vor, um etwas Unbequemes hinauszuzögern.

Ich danke von Herzen allen, die mich 2015 unterstützt haben – sei es durch Gespräche, Trost, moralische Unterstützung, Herumalbern, Kommentare zu meinen Geschichten oder Blogartikeln, ihrer Geduld mit mir und meinen Autorenneurosen oder einfach dafür, dass ihr mir und/oder meinen Geschichten eine Chance gegeben habt <3

Ich wünsche euch allen einen guten Start in 2016 und wünsche euch viel Erfolg, Motivation und Kreativität! Mögen eure Träume in Erfüllung gehen!

Eure Lady Sonea


*Inzwischen habe ich damit abgeschlossen, weil ich gemerkt habe, dass es einfach nicht meine Welt ist und ich mich mit der dort herrschenden Philosophie nicht identifizieren kann.

Der leere Raum zwischen den Trilogien

Vor zwei Wochen habe ich die letzte Szene von „Das Heiligtum von Yukai“ geschrieben, am vergangenen Wochenende habe ich eine Liste mit kleineren ToDos abgearbeitet und gestern Abend habe ich noch zwei Szenen zusammengeführt. Damit ist die Rohfassung des dritten Bandes meiner Trilogie „Die Bürde der schwarzen Magier“ komplett.

Das Ende kam langsam und schleichend. Nicht in einem tagelangen Rausch, als ich den „Spion“ zu Ende schrieb und sofort mit dem zweiten Teil fortfuhr. Und auch nicht so gemächlich wie bei den „zwei Königen“. Dieses Mal zog es sich über Monate. Dies lag einerseits daran, dass ich viele Szenen der letzten Kapitel im NaNoWriMo letzten November und danach geschrieben hatte, aber auch daran, dass diese Kapitel nötig sind, um nach der großen Endschlacht all die vielen offenen Handlungsfäden zu beenden und die Saat für die zweite Trilogie zu legen. Nach drei Bänden mit jeweils ca. 700000 Wörtern braucht es ein angemessenes Ende, wobei ich davon ausgehe, in der Korrektur einiges davon kürzen zu können. Und ich persönlich finde, in den meisten Geschichten von epischer Länge kommt das Ende viel zu abrupt. Spontan fällt mir nur Der Herr der Ringe ein, wo Tolkien seinen Lesern mehrere Kapitel vergönnt, in denen er über die Zeit nach Saurons Sturz berichtet.

Die Ära der Bürde der schwarzen Magier

Als ich vor knapp sechs Jahren im Oktober 2009 mit den ersten Szenen des „Spions“ anfing, hätte ich mir nicht träumen lassen, ein solches Epos zu schreiben. Damals ging es mir nur um ein alternatives Ende und eine Zukunft für Sonea und Akkarin. Die Idee für ihre Entführung durch Marika kam mir in jener Zeit, doch sonst existierte nichts außer Kitsch, Schmalz und Fluff. Zum Glück habe ich das nicht lange ausgehalten und daher nutzte ich das erste Jahr, um eine Hintergrundgeschichte für Band 1 zu entwickeln. Die Ideen für die beiden Fortsetzungsteile kamen mit der Zeit hinzu. Auch hätte ich mir damals nie träumen lassen, eigene Charaktere zu entwerfen. Danyara war mein erster OC, weil sie etwas Besonderes ist. Alle anderen OCs kamen später hinzu und sind mir ebenso ans Herz gewachsen.

In dieser ganzen Zeit habe ich im schriftstellerischen Sinne eine gewaltige Entwicklung durchlebt. Wenn ich mir heute die ersten Szenen des „Spions“ durchlese (ihr könnt einige ausgewählte Szenen in den beiden Bonuskapiteln dieses Bandes auf FF.de lesen) oder noch ältere Geschichten, dann überrasche ich mich selbst. Meine Ausdrucksweise, die Figuren, das Geflecht der Handlungsstränge, die logischen Zusammenhänge und das Worldbuilding auf den blinden Flecken der Welt – dagegen lesen sich meine älteren Geschichten wie die schriftstellerischen Ergüsse eines Grundschülers.

Und das alles, weil ich so sehr für diese Bücher, ihre Charaktere und ihre Welt brenne. Ohne das hätte ich nie diesen Ehrgeiz entwickelt.

Vor zwei Jahren, als ich gerade angefangen hatte, „Yukai“ zu schreiben, fing ich an, den „Spion“ auf Fanfiktion.de zu veröffentlichen. Ich hatte große Angst runtergemacht zu werden und meine Furcht und meine Selbstzweifel haben erst mit Veröffentlichung des zweiten Bandes allmählich nachgelassen. Weil ich dort gemerkt habe, dass ich auch in der Lage bin, etwas „Eigenes“ zu schreiben. Denn die komplette Kultur der Sachakaner und all die sachakanischen OCs kommen dem Worldbuilding für eine eigene Welt schon ziemlich nahe. Mit „Yukai“ habe ich dieses Worldbuilding weitergeführt, indem ich das Land und die Kultur der Lan und der Duna ausgearbeitet habe. Besonders die Duna spielen in jenem dritten Band eine große Rolle und ihr könnt euch auf eine interessante Begegnung mit ihnen freuen.

Alles in allem hätte ich nicht damit gerechnet, dass meine alternative Fortsetzung gemocht wird. Und auch wenn meine Leserschaft klein ist, ist es zugleich auch überwältigend, dass es Menschen gibt, die eine solche Begeisterung für mein Geschreibsel aufbringen können.

Damals vor sechs Jahren hätte ich mir auch niemals erträumt, mit meinen Geschichten einen Award zu gewinnen (oder besser gesagt gleich drei). Natürlich weiß ich, dass es dabei auch um Beliebtheit geht und Qualität nicht immer zählt, aber wenn meine Geschichten bei einem Award mit Fandoms mithalten können, die Geschichten im fünfstelligen Bereich (und dementsprechend mehr Leser) haben, während „Die Gilde der schwarzen Magier“ auf knapp 300 kommt, muss das etwas bedeuten.

Ich kann kaum glauben, dass ich all das nur durch meine Leidenschaft vollbracht habe*

Nach sechs Jahren ein solches Werk zu beenden hinterlässt nichtsdestotrotz ein Gefühl von Leere. So, als wäre ich irgendwo im weiten und leeren Raum zwischen zwei Galaxien gestrandet. Ich vermisse die Charaktere, die in dieser Zeit zu ’meinen’ Charakteren geworden sind, und ich vermisse es, über sie zu schreiben. In all der Zeit sind sie zu so etwas wie treuen Begleitern geworden und haben mit mir selbst die schwersten Zeiten überdauert. Manchmal haben sie gelitten, manchmal ich und manchmal haben wir gemeinsam gelitten. Einige habe ich zwischenzeitlich getötet – auch in „Yukai“ wird wieder einmal gestorben und dieses Mal sogar mehr als in den beiden Vorgängerbänden.

Wie geht es jetzt weiter?

Am liebsten würde ich sofort mit der zweiten Trilogie „Das Erbe der schwarzen Magier“ anfangen, aber momentan ist einiges liegengeblieben, was ich erst erledigen will, um das Projekt mit freiem Kopf anzugehen. Außerdem tut es gut, einmal nicht zu schreiben, auch wenn es schwerfällt und zugleich irgendwie schmerzhaft ist. Ich brauche diese Zeit, um meine Gedanken zu sortieren und um neue Ideen reifen zu lassen und um zur Ruhe zu kommen.

Zunächst einmal kümmere ich mich um einige Artikel für diesen Blog und für meine neue Tätigkeit im Schreibmeer-Magazin. Außerdem habe ich einige kleinere Nebenprojekte, die erledigt oder weitergeführt werden wollen. Meine Märchensammlung soll fortgesetzt werden und für Halloween schwebt mir wieder schaurig-schlechte Badfic vor – und mit Badfic meine ich eine Geschichte, die absichtlich schlecht geschrieben ist, und nicht eine Satire, wie die über Fergun (obwohl Badfics bei mir durchaus auch satirischen Charakter annehmen können). Außerdem plane ich für die Adventszeit eine kleine Überraschung. Allerdings kann ich nicht sagen, wie viel ich davon wirklich umsetzen werde, da ich meine Gesundheit in den letzten Monaten zu sehr vernachlässigt habe und Prioritäten setzen muss.

Ab Oktober beginne ich mit der Planung für „Das Erbe der schwarzen Magier“. Einige kurze Szenen und Ideen existieren schon fast so lange, wie die erste Trilogie alt ist. Jetzt, wo die erste beendet ist, füllt sich mein Kopf nach und nach mit Szenen, Dialogen und Ideen für die verschiedenen Handlungsstränge. Auch denke ich darüber nach, welche Charaktere es wohl wann treffen wird, wobei der Tod eines Canon-Charakters schon seit langem fest eingeplant ist.

Mit der Planung beginnen bedeutet zugleich auch, mit dem Schreiben zu beginnen. Spätestens zum NaNoWriMo im November werde ich richtig in das neue Projekt einsteigen. Ab Dezember werde ich zudem die letzten 13 Kapitel von „Die zwei Könige“ ein vorletztes Mal Korrektur lesen (das letzte Mal findet statt, kurz bevor ein Kapitel hochgeladen wird), anschließend beginnt das große Korrekturlesen von „Yukai“. Und natürlich werde ich in dieser Zeit weiter am „Erbe der schwarzen Magier“ arbeiten.

Der Release des dritten Bandes ist für Sommer 2016 vorgesehen. Einige Wochen vorher werde ich euch eine kleine Leseprobe geben. Ein paar Informationen, worauf ihr euch freuen könnt (oder auch nicht), habe ich hier zusammengestellt.

Mit dem Ende von „Yukai“ geht für mich eine Ära zu Ende. Eine Ära, die im Sommer 2009 mit einem neuen Lebensabschnitt begann, und mit diesem endete. Momentan stehe ich irgendwo zwischen etwas Altem und etwas Neuem, von dem ich noch nicht weiß was es ist, so wie ich zwischen den beiden Trilogien vor mich hindrifte. Meine Ideen zu The Black Magician sind noch lange nicht am Ende, sie werden mich noch viele Jahre begleiten, auch dann noch, wenn ich mit dieser zweiten Trilogie fertig bin. Denn ich habe noch viele Ideen für die Zeit vor den Büchern und für ein ganz spezielles Was-wäre-wenn-Szenario.

Ich weiß, vor mir wartet etwas Neues auf mich, auch wenn ich es noch nicht greifen kann. Ich hoffe, es wird so wunderbar, wie das, was ich mir für meine zweite Trilogie ausmale.

* An dieser Stelle sollte ich Canavan wohl dankbar sein, weil sie Akkarin getötet hat, aber das kann ich nicht. Auch wenn ich ohne seinen Tod das alles niemals geschrieben hätte, so hat sie damit etwas auf immer zerstört.

Und die Gewinnerin des Fanfiktion Awards 2014 im Voting Block B ist …

… Lady Sonea!

Normalerweise gehe ich euch ja nicht mit zwei Blogartikeln an einem Tag auf die Nerven. Aber da ich gerade erfahren habe, dass ich auch im Voting Block B des Fanfiktion Awards 2014 etwas reißen konnte, müsst ihr das nun ertragen.

Zur Erinnerung: Bei diesem Leser-Award gab es zwei Nominierungszeiträume, nach denen man jeweils über die nominierten Geschichten und Autoren abstimmen konnte. Die Votingphase für den ersten Zeitraum ging Anfang Oktober zu Ende. Damals gewann der erste Teil meiner Trilogie Die Bürde der schwarzen Magier I – Der Spion in der Kategorie Bücher – beste Fanfiktion.

Im zweiten Voting-Block hatte ich gleich 3 Nominierungen:

Heute wurden dann endlich die langersehnten Ergebnisse im Forum bekanntgegeben – und Tadaa …

Meine Kurzgeschichte darüber, wie Dannyl zu Rothens Novize wurde, Die Hoffnung spielt in Moll, hat als beste Kurzgeschichte in der Kategorie Bücher gewonnen!

Außerdem habe ich als beste Autorin gewonnen!

Ich freue mich riesig über dieses Ergebnis, wenn auch mit einem kleinen Wermutstropfen, weil Die zwei Könige es nicht geschafft haben. Allerdings ist es auch ziemlich unrealistisch, gegen eine Twilight-Fanfiction mit 74 Empfehlungen und 2698 Reviews anzukommen. So viele Leser kriege ich in meinem kleinen Fandom nie im Leben zusammen. Dafür hat der Spion es im ersten Votingblock geschafft, was mir persönlich alles bedeutet, da in dieser Geschichte mein ganzes Herzblut steckt.

Deswegen möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bei all meinen Lesern bedanken. Danke, dass ihr das möglich gemacht und für mich und alle nominierten Geschichten so fleißig abgestimmt habt! Ihr seid großartig! 💕❤

 

 

Von unverstandenen Subtilitäten und zu sensibler Wahrnehmung

Oder auch: Autor und hochsensibel sein ist scheiße

Irgendwie ist gerade wieder so eine Phase, in der meine mir von der Natur aus mitgegebene Wahrnehmung mich in Bezug aufs Schreiben um den Verstand bringt. Aus den Reviews zu meinen Geschichten lese ich immer wieder heraus, dass meine Intentionen nicht verstanden werden oder beim Lesen der Bücher oder meiner Fortsetzung dessen Details auf der Strecke geblieben sind oder nicht zwischen den Zeilen herausgelesen wurden. Ich weiß, dass ich auch sehr viele junge und unerfahrene Leser habe, und ich nehme mir gerne die Zeit, ihnen bestimmte Sachverhalte zu erklären. Doch in letzter Zeit tritt das weiter oben erwähnte Problem sehr gehäuft auf. Und das stimmt mich nachdenklich und traurig.

Ich weiß, dass dies abgesehen von unterschiedlicher Lebenserfahrung und Menschenkenntnis auch ein Problem unterschiedlicher Wahrnehmungen ist. Ich gehöre (leider) zu dem kleinen Prozentsatz Menschen, die zu viel wahrnehmen. Das ermöglicht mir einerseits, Geschichten mit großem Tiefgang zu schreiben, zum anderen wird vieles davon von anderen Menschen nicht wahrgenommen und mir dann als Nachlässigkeit oder Fehler angekreidet.

Einige Themen, bei denen mir diese Schwierigkeiten bewusst sind, habe ich in meinen beiden letzten ’Behind the Scenes’-Artikeln bereits ausführlich behandelt (und zwar hier und hier) und werde sie daher nicht noch einmal ausführen. Ein Thema, dem ich mich noch nicht gewidmet habe, möchte ich hier als Beispiel nehmen.

Continue reading „Von unverstandenen Subtilitäten und zu sensibler Wahrnehmung“

Der FanfiktionAward 2014 geht in die zweite Votingrunde …

… und ich bin erneut dabei!

Am Samstag wurden mit einiger Verspätung auf Grund von personaler Schwierigkeiten bei den Ausrichtern die Nominierungen für die zweite Runde des FanfiktionAward 2014 bekanntgegeben. Zu meiner hehren Freude – ich war so geflasht, dass ich den Rest des Tages zu nicht mehr viel zu gebrauchen war – habe ich meinen Namen gleich drei Mal unter den Nominierungen entdeckt:

In der Kategorie Bücher:

  • Beste FF: Die Bürde der schwarzen Magier II – Die zwei Könige
  • Bester OS: Die Hoffnung spielt in Moll

und bei den Autoren.

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle, die mich bzw. eine dieser beiden Geschichten nominiert haben! Das bedeutet mir unglaublich viel, da ich nach meinem Erfolg mit dem ’Spion’ nicht damit gerechnet habe, dass da noch einmal etwas kommt. Besonders meine Kurzgeschichte über Dannyls Novizenzeit ’Die Hoffnung spielt in Moll’ hatte ich im Geiste komplett abgeschrieben. Die Geschichte war ursprünglich als Wichtelgeschenk gedacht. Obwohl ich meine Stammleser mit der Geschichte begeistern konnte, habe ich von meinem Wichtelkind bis heute leider nicht einmal ein einfaches Danke erhalten, weswegen ich annehme, dass es ihm nicht gefallen hat. Mich hat das ziemlich getroffen und zu der Entscheidung gebracht, keine Geschichten mehr für andere zu schreiben, weil sich mein Will to Please anscheinend nicht mit meiner Kreativität vereinbaren lässt. Aber anscheinend hat sie irgendeinem meiner Leser gut genug gefallen, um sie für diesen Award zu nominieren. Dementsprechend war ich gestern sehr überrascht, ausgerechnet diese Geschichte bei den nominierten OS zu entdecken.

Dass ich mich über die Nominierung des zweiten Teils meiner Trilogie riesig freue, brauche ich hoffentlich nicht erwähnen. Ein gewisser böser, heißer König hat daran sicher keinen geringen Anteil, könnte ich mir vorstellen. Und als Autor nominiert zu werden lässt vermuten, dass nicht nur diese ausgewählten Geschichten meine Leser begeistern.

Von daher: Danke euch – oder besser gesagt Veltaze! <3

Danke auch an die Organisatoren des Awards, die trotz aller Schwierigkeiten der letzten Monate gewillt sind, den Award zu einem würdigen Abschluss zu bringen.

Abstimmen könnt ihr übrigens, sofern ihr das wollt, wie im ersten Link beschrieben bis zum 15. August 2015. Dort stehen auch die Regeln erklärt.

Rückblick 2014, Danksagung und Ausblick auf 2015

Dieses Jahr war für mich in schreibtechnischer Hinsicht ein sehr durchwachsenes. Die beiden NaNoWriMos waren jeder auf seine eigene Weise eine wundervolle Erfahrung und eine Reise zu mir selbst. Im Mai stand ich hingegen kurz davor, den ’Spion’ einzustellen und mein Projekt nur noch für mich weiterzuschreiben. Im Nachhinein bin ich froh, es nicht getan zu haben. Denn die Tatsache, dass das Buch eine Leserauszeichnung gewonnen hat, zeigt mir, wie sehr es von euch geschätzt wird. Doch bis dahin musste ich eine ziemliche Durststrecke überwinden, die den gesamten Frühling und den halben Sommer angedauert hat. Ich bin froh, so lange durchgehalten zu haben und danke allen, die mir in jener Zeit moralische Unterstützung zukommen lassen haben. Als im Spätsommer der Release des zweiten Teils meiner Trilogie näher rückte, war ich sicher, das Interesse würde noch mehr abflauen, und von daher bin ich umso überraschter und überwältigter, wie viel Begeisterung ’Die Zwei Könige’ auslöst. Liebe Leser, ihr seid wirklich großartig!

Doch das ist nur einer meiner Gründe, warum ich all meinen Lesern danken will. Danke, dass ihr meine Geschichten lest. Danke für insgesamt 368 Reviews, 398 Favoriteneinträge und 62 Einträge als favorisierter Autor! Danke für 37 Empfehlungen und fürs Weiterverbreiten! Und danke, dass ihr beim FanfiktionAward 2014 so fleißig für den ’Spion’ abgestimmt habt! <3

Ab dem nächstem Jahr müsst ihr euch jedoch auf ein paar Änderungen einstellen:

„Oh nein, ich mag keine Veränderungen und ich will, dass alles so bleibt, wie es ist!“

Zunächst einmal ist es halb so schlimm, wie ihr vielleicht denkt. Auch ich bin kein Fan von Veränderungen, oft bringen sie jedoch auch etwas Gutes.  Und das ist auch dieses Mal der Fall, selbst wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussehen mag.

„Also, was ändert sich denn nun?“

  • Ab Februar 2015 dürft ihr (sofern ihr das wollt) euch an meiner Akkarin-Story ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ mit einem neuen Kapitel jede zweite Woche erfreuen. Ich habe die Story letzten Juli im NaNo-Camp geschrieben, und auch wenn ich davon ausgehe, dass eine Geschichte über Akkarins Zeit als Sklave auf nur wenig Interesse stößt, habe ich ein persönliches Interesse daran, sie zu veröffentlichen.

  • Das bedeutet jedoch zugleich, dass ab Teil 2 von ’Die zwei Könige’, der im Februar beginnt, die neuen Kapitel ebenfalls im 2-Wochen-Rhythmus kommen. Also immer im Wechsel mit ’Unter tausend schwarzen Sonnen’.
  • Anfang Januar kommt hoffentlich auch endlich der zweite Teil des Bonuskapitels zu ’Der Spion’. Zu meiner bodenlosen Schande muss ich gestehen, dass die beiden Szenen, die Leserwünsche waren, noch nicht fertig sind und ich noch keine Gelegenheit hatte, mich so damit auseinanderzusetzen, dass dabei etwas Sinnvolles rumkommt. Allerdings will ich das Buch unbedingt ’fertiggestellt’ setzen. Also wird es nicht mehr allzu lange dauern.
  • Die Märchensammlungen läuft wie gehabt in unregelmäßigen Abständen weiter. Bis zum Ende von Teil 1 der zwei Könige werde noch all jene Märchen hochladen, die in irgendeiner Form von Relevanz für mein Hauptprojekt sind.

  • Meine OS-Sammlung ’Die Gilde der ungelüfteten Geheimnisse’ liegt dagegen bis auf weiteres auf Eis.

„Warum tut die böse Lady Sonea mir das an, wo ich doch jede Woche so sehnsüchtig auf ein neues Kapitel warte? Ich will doch wissen, wie es mit Akkarin und Sonea weitergeht!“

Weil ich eine ganz, ganz böse Autorin bin, der es nicht genug ist, nur ihre Charaktere zu quälen. Nein, die Leser müssen gleich mitleiden. Aber Spaß beiseite. Natürlich habe ich gute Gründe, das zu tun:

  • Von Anfang an war geplant, D2K im 2-Wochen-Rhythmus hochzuladen. Beim ’Spion’ habe ich gemerkt, dass mir dieser Rhythmus besser liegt. Denn leider bin ich weder ein Roboter noch darf ich einen Zeitumkehrer als mein Eigentum bezeichnen. Als es mit D2K losging, hielt ich es für angebracht, den ersten Teil schnell über die Bühne zu bringen, weil ich der festen Überzeugung war, dass niemand lesen will, wie Sonea gequält wird, und ich so schneller zu dem angenehmeren Teil kommen wollte. Deswegen meine anfängliche Ankündigung ’vorerst jede Woche’.

  • Meine Akkarin-Story liegt mir sehr am Herzen, mir ging noch nie eine Geschichte beim Schreiben derart unter die Haut. Deswegen möchte ich sie trotz all ihrer Grausamkeit auf die Welt loslassen und nicht noch ein Jahr warten, bis D2K durch ist (zumal ich dann mit dem dritten Teil meiner Trilogie vor demselben Problem stünde). Diese Geschichte befasst sich sehr intensiv damit, wie mein Lieblingscharakter zu der Person geworden ist, die wir aus den Büchern und meiner Fortsetzung kennen. Sie ist Bestandteil meines Headcanons und leistet einiges dort, wo meine Fortsetzung keine Erklärungen liefern wird.

  • Zwei Stories jeweils wöchentlich zu updaten ist für mich aus zeitlichen Gründen einfach nicht möglich (siehe Roboter und Zeitumkehrer).

  • Um alles zu schreiben, was ich in DGDSM-Universum noch schreiben will, werden mir spätestens im dritten Teil der Trilogie die Kapitel ausgehen, wenn ich weiter im Wochenrhythmus poste. Da ich schon vier Jahre länger schreibe, als ich auf FF.de veröffentliche, hatte ich entsprechend viel Vorlauf. Allerdings brauche ich auch zwei Jahre um ein Buch von dem Format des ’Spions’ oder der ’zwei Könige’ zu schreiben und dementsprechend geht dieser Vorrat viel zu schnell zuneige.

„Und was habe ich jetzt als Leser davon?“

Mehr als ihr vielleicht zuerst gedacht habt:

  • Ihr habt die Option, eine Story zu lesen, die grausam und brutal ist und unter die Haut geht, die aber auch den Beginn einer tiefen Freundschaft darstellt und Lücken in meiner Fortsetzung füllt. Diese Geschichte zu lesen ist ein Angebot an euch, dass ihr nutzen könnt, wenn ihr es wollt, aber nicht nutzen müsst.

  • Ich weiß, dass einige von euch zeitlich auch sehr eingespannt sind und mit dem Lesen und Reviewen kaum hinterher kommen. Ich weiß selbst, wie unbefriedigend es ist, wenn man keine Zeit zum Lesen hat, obwohl man es unbedingt möchte. Klar, Schule, Uni oder Arbeit gehen immer vor und man macht sich selbst viel Stress. Aber ich denke trotzdem, dass es für die gestressten unter euch einen Teil des Stresses nehmen wird.

  • Falls einige unter euch auch meine Akkarin-Story lesen wollen, so ist es auch für euch stressfreier, weil ihr nicht zwei Kapitel pro Woche lesen müsst. Die Kapitel von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ sind zwar kürzer, aber dafür sind die Kapitel bei D2K auf Grund von mehr Erzählcharakteren etwas länger als jetzt.

  • Der dritte Teil meiner Trilogie muss nach Fertigstellung der Rohfassung noch gründlich überarbeitet und korrigiert werden. Bis zum nächsten Herbst, wenn D2K mit wöchentlichen Updates zu Ende wäre, werde ich damit nicht fertig sein. Aber ich will euch auch nicht monatelang auf die Fortsetzung warten lassen. So kann ich euch jedoch einen nahtlosen Übergang gewähren.

  • Dadurch, dass ich mir auf diese Weise weniger Stress mit meinem Schreibprojekten mache, gebe ich euch eine Garantie, dass meine Werke weiterhin in der gewohnten Qualität sind.

Ich weiß, das ist ärgerlich für all diejenigen unter euch, die jede Woche auf ein neues Kapitel warten und die an der anderen Story nicht interessiert sind. Und ich habe vollstes Verständnis, wenn ihr verärgert seid. Nur leider bin ich auch nur ein Mensch mit Vollzeitjob, Haushalt und Partner und will irgendwo zwischen all dem auch noch ein bisschen leben. Von daher hoffe ich, dass ihr mir diese Entscheidung nachseht. Denn ihr könnt euch darauf verlassen, dass ich zu Ende bringe, was ich begonnen habe.

In diesem Sinne und in der Hoffnung, dass ihr meine Entscheidung respektiert, wünsche ich euch schöne und besinnliche Weihnachten und einen guten Start in 2015!

Ein Traum wird wahr …

… und andere Neuigkeiten.

Nachdem es eine Weile etwas stiller um mich war, wollte ich euch wieder einmal darüber informieren, was in der letzten Zeit schreibtechnisch bei mir so los war.

Zunächst einmal das für mich wohl größte Ereignis (zumindest bis jetzt, wer weiß, was die Zukunft noch bringt) in meiner Karriere als Fanfiction-Autorin – diejenigen, die regelmäßig auf mein Profil schauen oder Die zwei Könige lesen, wissen es bereits. Dennoch möchte ich an dieser Stelle noch einmal stolz verkünden:

Der Spion hat den FanfiktionAward 2014 gewonnen!

Und zwar als beste FF in der Kategorie Bücher. Ich teile mir den Platz mit der FF einer Autorin aus dem Harry Potter Fandom, von der ich eigentlich dachte, dass sie mit wehenden Fahnen vor allen anderen nominierten Geschichten gewinnt. Denn HP ist einfach das größere Fandom. Umso mehr freue ich mich, dass der erste Teil meiner Trilogie dort mithalten konnte, weil es zeigt, dass doch sehr viele dafür abgestimmt haben müssen und ich wahrscheinlich mehr Leser habe, als mir bewusst ist. Wie viele Stimmen die Story bekommen hat, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Als Argument wurde angeführt, dass ein ’Schwanzvergleich’ unter den Autoren vermieden werden soll. Ich wüsste nicht einmal, wie ich mich mit Autoren aus anderen Fandoms vergleichen könnte, zumal mir die anatomischen Gegebenheiten fehlen. In einem Fandom, das Stories in der Größenordnung von 1000 oder 10000 hat, wird einfach mehr gelesen als in einem Fandom mit weniger als 300 Stories. Punkt. Ich hätte es einfach gerne für mich gewusst. Um einfach mal eine Vorstellung davon zu bekommen, wie viele Leute bei so einem Award mitmachen und wie viele Leser meine Story tatsächlich hat.

In jedem Fall an dieser Stelle noch einmal ein ganz, ganz großes Danke an alle, die dafür abgestimmt haben! In meinen größenwahnsinnigen Wahnvorstellungen (ja, das ist eine bewusste Tautologie) habe ich immer davon geträumt, eines Tages einen solchen Award zu gewinnen, doch ich hätte nie gedacht, dass es wirklich einmal so weit kommt!

Und jetzt zu den anderen News:

Den letzten Monat habe ich damit zugebracht, meine Story vom letzten NaNoWriMo zu überarbeiten. Wahrscheinlich werde ich noch vor Weihnachten mit der Veröffentlichung beginnen. Die Überarbeitung hat mich außerdem auf die Idee gebracht, eine Fortsetzung zu schreiben, die Akkarins Leben nach seiner Rückkehr behandelt. Der Arbeitstitel lautet „Die Abenteuer des Hohen Lords“ und soll sich hauptsächlich mit seinen Studien der schwarzen Magie und der Jagd nach den Spionen, aber auch seiner sich verändernden Freundschaft zu Lorlen und Takan befassen. Der spätere Teil wird parallel zu den Büchern laufen, wobei ich hier darauf achten werde, die Story losgelöst davon zu erzählen, um Wiederholungen zu vermeiden. An einigen für sein Leben wichtigen Eckpunkten werde ich die Verknüpfung jedoch herstellen.

Momentan tippe ich daran, wann immer mir etwas einfällt und werde die Story spätestens nach Abschluss des dritten Teils meiner Trilogie in einem NaNo-Monat durchziehen. Vorher möchte ich auch keine großartigen Details darüber verlieren.

Überhaupt habe ich die Schreibflaute vom letzten NaNo inzwischen überwunden und war in den letzten Wochen sehr produktiv. Ich habe mehrere Kurzgeschichten geschrieben, so wie – aus Spaß an der Freude – zwei Badfics. Die eine wurde von den Reviews zu Die zwei Könige inspiriert und Sarrin und ein altersschwacher Limek spielen darin, so wie jede Menge Raka und ein weichgespülter Akkarin, eine Rolle und versucht so ziemlich jedes Klischees einer schlechten Fanfiction zu treffen. Die andere ist eine bitterböse Satire über das Pairing Fergun/Avala und könnte unter Umständen entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte enthalten. Aber sonst wäre es ja nur der halbe Spaß.

Und in einer Woche werde ich mit dem Plotten für den NaNo im November beginnen. Inzwischen habe ich wieder richtig Lust, am dritten Teil meiner Trilogie weiterzuschreiben. Ich bezweifle zwar, dass ein Monat ausreicht, um das Buch zu Ende zu bringen, zumal ich den Wahnsinn mit den 140k im Juli zugunsten meiner geistigen Gesundheit nicht zu wiederholen gedenke, doch danach werde ich meinem Ziel sehr viel näher sein. Der Teil, den ich mir für November vorgenommen habe, ist das zentrale Stück dieses Buches, der Rest wird sich erfahrungsgemäß wie von selbst schreiben.

Ansonsten freue ich mich darüber, dass sich meine Märchensammlung Im Land des sichelförmigen Mondes mit nur einem Märchen schon jetzt größerer Beliebtheit erfreut und sogar Nicht-Stammleser anzieht, als meine Kurzgeschichtensammlung zu Gilde, von der ich mir auf Grund der größeren Zielgruppe mehr erhofft hatte. Von daher werde ich die Upload-Intervalle vermutlich bald von 2-4 Wochen auf 6-8 Wochen erhöhen. Nicht aus Frackigkeit, für so etwas bin ich nun wahrlich zu alt, aber ich habe genug Projekte rund um mein DGDSM-Universum und mit einem Vollzeitjob nur begrenzte Zeit, so dass ich meine Energie lieber in die Projekte stecke, die mir mehr bedeuten und auf größere Resonanz stoßen. Die Märchen hingegen halte ich für wichtig, da sie Anspielungen auf die Handlung in Die zwei Könige haben und auch in weiteren meiner Geschichten, die in Sachaka spielen, in irgendeiner Form auftauchen.

Und demnächst gibt es auch wieder neue Essays zu Klischees und einem Thema, das mir schon seit einer Weile auf der Seele brennt.

Juli-News

Hallo ihr Lieben,

Inzwischen ist es Sommer geworden und es wird mal wieder Zeit für ein kleines Update, was ich schreibtechnisch momentan so treibe.

Zunächst einmal für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, und weil ich es selbst nicht oft genug für mich wiederholen kann, weil es mich unglaublich stolz macht und ich vor Freude nahezu berste: Der Spion wurde für den Fanfiktion-Award 2014 nominiert! Ich weiß, es ist nur eine Nominierung, aber ich habe nicht damit gerechnet, dass irgendwer meine Geschichte für so gut befinden würde. Für mich ist es eine unglaubliche Ehre, die mir damit zuteilwird. Falls ihr findet, dass Der Spion diese Nominierung verdient hat, fühlt euch herzlichst dazu aufgerufen, dafür abzustimmen. Das könnt ihr bis zum 30. September 2014 tun.

Leider habe ich in den vergangenen Monaten auch einige Leser verloren, was ich zutiefst bedauere. Ganz besonders deswegen, weil ich nicht nur ein gutes Verhältnis zu ihnen hatte, sondern auch weil ich ihre Gründe in Erfahrung leider nicht bringen konnte und ich fest damit gerechnet hatte, dass sie den Ereignissen der letzten Kapitel entgegengefiebert hätten. Derartige Erfahrungen sind für einen Autor nicht leicht zu verdauen. Irgendwie will man doch immer wissen, was nicht gefallen hat, und es ist ein natürliches Bedürfnis, Feedback von seinen Lesern zu erhalten, weil man sich neben dem Selbststudium sich vor allem durch ein breites Meinungsspektrum weiterentwickelt und verbessert. Doch zugleich freue ich mich über die Leser, die neu hinzugekommen sind, und die ich auch nach 51 Kapiteln immer noch in Begeisterung versetzen kann.

Neben Der Spion wurde noch meine Kurzgeschichte „Promise me, Ned“ nominiert, mit der ich bereits den Wettbewerb Die Geheimnisse von Westeros gewonnen hatte. Falls ihr wollt, könnt ihr natürlich auch gerne dafür abstimmen.

Die Erfüllung wurde leider nicht nominiert, dafür habe ich inzwischen die Bewertung der Jury erhalten. Sie ist nur knapp an Platz 3 vorbeigeschrammt, für Platz 1 hätten mir nur 2,5 von 200 Punkten gefehlt, woran ein paar fehlende Wörter schuld waren, die ich trotz meines Duden Rechtschreibprogramms und mehrfachem Korrekturlesen übersehen habe. Trotzdem bin ich mit Platz 4 und meiner Bewertung überaus zufrieden, weil die Geschichte bei der Jury trotz ihrer schweren Thematik wohl auf Begeisterung gestoßen ist.

Teil 3 meiner Fortsetzung habe ich diesen Monat regelrecht in die Wüste geschickt, wo sich die Hälfte der Erzählcharaktere ohnehin gerade aufhält. Im Juni habe einiges an Arbeit investiert und bin des Öfteren noch vor der Morgendämmerung aufgestanden, weil ich dort die größte Ruhe zum Plotten hatte. Es ist unglaublich, aber das „Morgenstund hat Gold im Mund“ erfährt selbst dann noch eine Steigerung, wenn man bereits Frühaufsteher ist. Doch wo mir abends oft der Kopf zu voll und ich zu erschöpft war, um mich um Intrigen, Ränkespiele und offenere Feindseligkeiten zu kümmern, waren diese Stunden vor Sonnenaufgang unheimlich effektiv. Inzwischen steht das große Finale weitgehend, und wenn dieser Monat um ist, werde ich mich erneut in die Arbeit daran stürzen.

Meine Arbeit an dieser Geschichte liegt jedoch nicht auf Eis, weil ich faul bin. Im Juli ist einer der drei NaNoWriMos, die über das Jahr verteilt stattfinden, wobei es darum geht, eine Geschichte in einem Monat zu schreiben, wozu man sich eine bestimmte Wortzahl setzt. Es ist das erste Mal, dass ich an einer solchen Aktion teilnehme, und bin regelrecht von der Idee begeistert. Weil mich seit meinem Umzug eine gewisse Geschichte plagt, weil sie ganz, ganz dringend erzählt werden will, habe ich entschieden, das diesen Monat durchzuziehen. Diese Geschichte liegt mir unglaublich am Herzen und hat einen sehr persönlichen Wert für mich. Sie zu schreiben, geht mir regelrecht unter die Haut und schafft es, dass ich über mich selbst entsetzt bin, während ich zugleich nicht mehr aufhören kann zu schreiben. Und ich bin neugierig, auf welche menschlichen Abgründe ich beim Schreiben stoßen werde. Sobald sie fertig und korrigiert ist, werde ich euch an dieser nicht ganz leichten Kost teilhaben lassen.

Anfang September werde ich endlich mit dem zweiten Teil meiner Trilogie, Die zwei Könige, starten. Ab da werde ich auch wieder wöchentlich ein neues Kapitel reinstellen. Ein paar Wochen vor dem Start werde ich zudem eine Kurzbeschreibung in diesem Blog veröffentlichen, und vielleicht – aber da bin ich mir noch nicht sicher – eine kurze Leseprobe. Dieser Teil wird eine Menge Dramatik und schwerverdauliche Themen beinhalten. Ich bin gespannt, wie viele von euch dabeibleiben werden.

Ende Juli/Anfang August werde ich zwei weitere Kurzgeschichten zur Gilde der schwarzen Magier veröffentlichen, mit denen ich an den Schreibwettbewerben „Der Verlust“ und „Aufs Dach gestiegen“ teilnehme. Diese Geschichten sind von ihrer Thematik eher erheiternd, ich kann schließlich nicht immer nur Drama schreiben.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende,

Lady Sonea