Schlagwort: Sachakanisch

Neues Sachakanisch Dictionary, NaNo-Statusbericht und unbedeutender Kleinkram

Das neue Dictionary

In den letzten Wochen war es etwas ruhiger um mich, weil ich intensiv mit meiner Überarbeitung von ’Darker Than Black’ beschäftigt war. Aber bevor ihr denkt, meine Katzen hätten mich gefressen, wollte ich ein kleines Update geben. Tatsächlich steckte ich noch immer in der Überarbeitung von ’Darker Than Black’, doch weil ich zwischendurch auf ein paar Stellen gestoßen bin, die ein wenig Sachakanisch erfordert haben, habe ich die Gelegenheit ergriffen und das für Mai geplante Redesign meines Sachakanisch-Dictionaries vorgezogen.

Im Menu findet ihr das Dictionary als Sachakanisch für Anfänger jetzt direkt unter Die Welt aus folgendem Grund mit den folgenden Unterseiten:

  • Sachakanisch – Kyralisch
  • Kyralisch – Sachakanisch
  • Sprachregeln & Allgemeines
  • Survival-Crashkurs

Hätte ich das Dictionary an seinem alten Platz belassen, wäre die Verschachtelung im Menu zu hoch geworden, um eine Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten. Fachlich gesehen ist das Dictionary zudem so groß, dass es nicht mehr zwingend unter Kleines Lexikon stehen muss und sich damit seinen eigenen Untermenupunkt verdient hat.

Eventuell werde ich das Menu erweitern und den Punkt Sprachregeln & Allgemeines noch einmal aufteilen, wenn ich die Sprache das nächste Mal weiter bastele. Und so wie ich mich kenne, wird das sicher passieren. Momentan fehlen noch die Links, die es in der alten Version zu den Beispielen aus ’Die zwei Könige’ und ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ gab. Diese Fleißarbeit verschiebe ich jedoch auf nach dem Camp-NaNoWriMo.

Für alle, die schon immer wissen wollten, wie genau das Cravas aussieht, habe ich übrigens auf meiner Seite zu Sachaka die Skizze für meine Tätowiervorlage hochgeladen.

Tätowiervorlage des Cravas (ca. 6x6 cm) by Skinworks
Tätowiervorlage des Cravas (ca. 6×6 cm) by Skinworks

Statusbericht vom Camp-NaNoWriMo

Die erste Überarbeitungsrunde von ’Darker Than Black’ habe ich letztes Wochenende abgeschlossen. Nach so vielen Monaten ist es immer wieder spannend, die eigene Geschichte mitsamt ihren bewegenden und ihren lustigen Szenen erneut zu lesen. Inzwischen bin ich bei der zweiten Überarbeitungsrunde, die wahrscheinlich noch bis Anfang Mai dauert.

Jetzt, in Phase zwei arbeite ich die ToDos ab, auf die ich in Phase eins gestoßen bin, und versehe die Kapitel mit Titeln, wo diese noch fehlen und mit Songzitaten. Denn wie ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ suche ich wieder zu jedem Kapitel ein passendes Zitat von Kamelot, wobei hier die Alben Ghost Opera, Silverthorn und Haven im Fokus stehen. Das ist bei weitem der kniffligste Teil, weil meine Assoziation nicht immer etwas mit dem wahren Inhalt des Kapitels zu tun hat.

Hier noch ein kleiner Textauszug. Zeitlich einzuordnen ist er einen Tag, nachdem Sonea Akkarin durch das Kellerfenster beobachtet hat. Es ist eine der wenigen Stellen, an der Akkarin und Takan sich noch wie früher geben:

Auf dem Weg in die Stadt hatte Akkarin einen erneuten Ausbruch von Magie gespürt. Weil Takan sein altes Hemd entsorgt und noch kein neues besorgt hatte, hatte er sich eines von ihm ausgeliehen. Der Stoff war neu, weil Takan seine Uniform nur zum Schlafen auszog und so hatte Akkarin ihn in den Garten hinter seiner Residenz geschickt, um das Hemd über die Beete zu ziehen, bis es aussah, als wäre es über Wochen nicht mehr gewaschen worden. Anschließend hatte Takan unter Protest Flecken von Fett und Bratensaft und dem teuren Bol seines Kochbestandes darauf verteilt, bevor Akkarin den Saum aufgetrennt und ein etwa fingerlanges Stück im Brustbereich mit seinem Messer zerschnitten und mit unbeholfenen Stichen wieder zusammengenäht hatte.
„Jetzt brauche ich ein neues Hemd!“, hatte sein Diener protestiert. „Und die Naht hätte ich besser hinbekommen. Das sieht aus, als hätte ein Gorin es genäht.“
Selbst ein Gorin kann besser nähen.
Die Erinnerung war schmerzhaft gewesen und so hatte Akkarin sie verdrängt. „Ich werde dir Geld geben, von dem du dir ein neues Hemd schneidern lassen kannst“, hatte er Takan versprochen. „Du brauchst keine Kosten zu scheuen. Nimm meinetwegen Seide aus Elyne.“
„Was soll ich mit einem Hemd aus Seide?“
„Nun, vielleicht möchtest du dir irgendwann einen Abend freinehmen, um eine Dienerin zum Essen auszuführen“, hatte Akkarin vorgeschlagen.
„Wieso sollte ich das wollen?“
„Vielleicht, weil du dich verliebst? Aber so sehr, wie du deine Arbeit verheiratet bist, wird es dazu wohl niemals kommen“, hatte er dann trocken gesagt. „Ebenso wie dazu, dass du jedes Hemd, das du dir als Ersatz kaufen würdest, niemals tragen würdest. Tatsächlich wundere ich mich, wieso du deswegen überhaupt einen solchen Aufstand machst.“
„Weil es mein Hemd war!“
„Nach deiner Philosophie müsste es strenggenommen das Hemd deines Meisters sein“, hatte Akkarin daraufhin erheitert erwidert.
„Vielleicht wollte ich es eines Tages anziehen?“
„Um eine Dienerin auszuführen?“
Mit einem Schnauben hatte Takan sich wieder der Zubereitung des Abendessens gewidmet und Akkarin aus ’seiner’ Küche geworfen.

Sonstiger Kleinkram

Wenn Phase zwei der Überarbeitung abgeschlossen ist, werde ich noch ein paar kleinere Überarbeitungen an ’Der Spion’ vornehmen. Es ist nichts Gravierendes, doch eine liebe Leserin, die die Geschichte gerade liest, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Takan sich eigentlich bei Sonea bedanken müsste, weil sie seinem Meister das Leben gerettet hat. Ich weiß auch nicht, warum, irgendwie habe ich nie darüber nachgedacht, obwohl es eigentlich vollkommen logisch ist. Vielleicht, weil ich damals, als ich die Geschichte geschrieben habe, Takan noch nicht so viel Beachtung geschenkt habe. Angesichts meiner Neigung zum Perfektionsmus und weil ich für solche Hinweise immer dankbar bin, muss ich mich der Sache jedoch annehmen.

Im Mai werde ich außerdem die Fortsetzung meines Black Magician/Voyager-Crossovers ’Der Planet der schwarzen Magier’ für die zweite Runde des Crossover-Wettbwerbs schreiben.

Und wenn das erledigt ist, werde ich mich endlich wieder an Band 1 meiner zweiten Trilogie ’Das Erbe der schwarzen Magier I – Die Königsmörderin’ setzen.

Sachakanisches Wochenede Teil 2 – Erweiterung des Dictionaries und andere News

Nachdem nach meiner letzten Sprachenbastel-Aktion noch einige Wörter und Begriffe fehlten, die dringend übersetzt werden müssen, habe ich mich dieser am Osterwochenende angenommen. Natürlich unterbrochen von wilden Kätzchen, der neusten Folge Katzen-TV ‚Balkonsicherungsarbeiten‘ damit ich bald wieder auf dem Balkon schreiben kann, dem Fertigstellen eines Crossovers zwischen Black Magician und Star Trek Voyager für einen Wettbewerb und dem obgliatorischen Osteressen mit meinem Herzensmenschen.

Ich wäre gerne früher dazu gekommen, doch meine Todo-Liste für die Überarbeitung von ’Das Heiligtum von Yukai’ war entsprechend lang und die Wochenenden entsprechend zur kurz. Die Überarbeitung ist jetzt übrigens abgeschlossen, die ersten Kapitel werden bald an meine Testleserin gehen.

Hier eine kleine Ankündigung zum Start von Band 3:

Das letzte Kapitel von ’Die zwei Könige’ geht am 14. Juni 2016 online. Damit würde der Start von ’Das Heiligtum von Yukai’ Ende Juni / Anfang Juli stattfinden. Auch wenn ich nicht mit einer solchen Reviewflut wie beim Übergang zwischen Band 1 und Band 2 rechne, überlege ich, den Start auf den 2. August 2016 zu verlegen. Denn im Juli ist wieder Camp-NaNoWriMo und ich gehe davon aus, dass eine neue Geschichte und schreiben und das mit zwei kleinen wilden Katzen, schiefgeht.

Sollte ich mich dafür entscheiden, werde ich das jedoch noch rechtzeitig ankündigen.

Erweiterung der Sachakanisch-Dictionaries

Jetzt aber zu den Ergebnissen meines Sprachengebastels:

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Sachakanisches Wochenende – Erweiterung des Sachakanisch Dictionaries (Karnevalseskapismus)

Sachakanisches Wochenende – Erweiterung des Sachakanisch Dictionaries (Karnevalseskapismus)

Von Donnerstagmittag bis einschließlich heute hatte ich ein langes Wochenende. Leider wohne ich im Zentrum des Wahnsinns, was jedoch den Vorteil mit sich bringt, dass es mich nur einen Urlaubstag gekostet hat (die übrigen anderthalb Tage sind für viele Firmen hier so etwas wie Feiertage). Ich bin zwar Rheinländer, aber mit Karneval habe ich seit ein paar Jahren nichts mehr am Hut, freue mich aber umso mehr über das lange Wochenende. Auch dieses Jahr habe ich exzessiven Karnevalseskapismus betrieben und mich in meine Geschichten geflüchtet.

Im vergangenen Jahr hat mich dies nach Sachaka geführt und ist in fünf neuen Kapiteln von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ geendet. Auch dieses Jahr ging es nach Sachaka. Dieses Mal habe ich den vorhandenen sachakanischen Wortschatz erweitert.

Seit ich das Sachakanisch-Dictionary erhalten habe, haben sich beim Schreiben diverse Baustellen aufgetan, bei denen ich sachakanische Begriffe gut gebrauchen könnte. Insbesondere in ’Darker Than Black’ und in ’Die Königsmörderin’ (Band 1 der zweiten Trilogie). Aber auch ’Das Heiligtum von Yukai’ und Dannyls und Kitos Aufenthalt in Arvice könnten noch ein wenig Sachakanisch gebrauchen. Also habe ich den Donnerstag, nachdem ich mit den vier Stunden Home Office durch war (ich bin nicht ins Büro gefahren, weil ich nicht arbeiten kann, wenn mit allenthalben jemand fragt, warum ich nicht verkleidet bin), damit verbracht, jene Geschichten nach den entsprechenden Stellen zu durchforsten und diese rauszuschreiben.

Der ursprüngliche Plan sah vor, die benötigten Wörter am Freitagabend bei einem Glas Wein zu übersetzen, was dann jedoch nicht nur auf Grund meiner Müdigkeit in ein sachakanisches Wochenende ausartete. Es ist nämlich gar nicht so leicht, sich in eine angefangene fiktive Sprache einzuarbeiten, die man selbst nicht geschaffen hat. Ganz besonders, wenn man außer der Muttersprache nur Englisch und ein wenig Latein und rudimentäres Französisch spricht und ansonsten in Grammatik eine Niete ist. Programmiersprachen und gesunder Menschenverstand helfen einem auch nur bedingt weiter, weil Sprachen kulturelle und geschichtliche Eigenheiten haben, die schlichtweg keinem logisch durchstrukturierten Regelwerk entsprechen.

Auch das, was mir an Sachakanisch gebastelt wurde, die eine oder andere solche Eigenheit. Das eigentliche Dictionary besteht aus einigen Verben, Substantiven, Adjektiven und Adverbien, so wie einer Liste mit Regeln, die nur das abdeckt, was ich für meine Geschichten brauche. Die erste Vorarbeit hatte ich in meinem Urlaub im Oktober geleistet, wo ich alle vorhandenen Wörter auf Karteikarten schrieb und die Bedeutungen wiederkehrender Silben und Suffixe und Präfixe festhielt.

Nachdem ich meine Karteikarten sortiert hatte und sämtliche noch zu übersetzenden Begriffe und Sätze aus meinen Geschichten zusammengesucht hatte, begann ich am Freitagabend mit einer einfachen Übung: Ich bildete Substantive zu Verben und Verben zu Substantiven nach dem Schema der bereits existierenden. Dann fing ich an, nach demselben Schema Adverbien zu bilden. Das führte ich am nächsten Abend fort.

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Sprachenbasteln mit Katze: Marika liebt es, über meinen Schreibtisch zu tapsen. Irgendwann habe ich ihn einfach gepackt und gekrault und dann ist er eingeschlafen.
Sprachenbasteln mit Katze: Marika liebt es, über meinen Schreibtisch zu tapsen. Je höher die Entropie darauf ist, desto interessanter ist es dort. Irgendwann habe ich ihn einfach gepackt und gekrault und dann ist er eingeschlafen.

Danach geriet ich erst einmal ins Stocken. Zu fast sämtlichen Wörtern, die mir noch fehlten (auch diese schrieb ich auf Karteikarten), konnte ich in dem bereits Vorhandenen keine Anhaltspunkte wie Gemeinsamkeiten oder Ähnlichkeiten finden, die mir weiterhalfen. Außerdem war ich noch nicht genug in der Sprache drin, als dass mir die Wörter von selbst in den Sinn kamen. Stattdessen fing ich an, weitere Verknüpfungen im Wortschatz herzustellen und erweiterte die Farben, was mir verhältnismäßig einfach erschien. Von diesen leitete ich das eine oder andere Wort ab und fand durch Wortverwandtschaften Übersetzungen für wieder andere Wörter. Diese brauche ich zwar nicht für das, was ich ursprünglich übersetzen wollte, doch genau das hilft mir, mich in die Sprache einzufinden.

Weiter unten findet ihr eine Liste mit den Resultaten. Falls ihr diese verwenden wollt, so behaltet bitte im Hinterkopf, dass diese Übersetzungen noch nicht endgültig sind und sich noch ändern können. Dafür bin ich noch nicht tief genug in diese Sprache vorgedrungen. Ich muss erst weitere Wörter erschaffen und mir mehr über die Regeln klarwerden und ein besseres Gefühl für diese Sprache bekommen, bevor ich diese Wörter guten Gewissens freigeben kann.

Vielleicht werde ich schon am nächsten Wochenende mit dem Übersetzen fortfahren. Vielleicht aber auch erst, wenn ich mit dem Korrekturlesen von ’Das Heiligtum von Yukai’ durch bin und die Korrekturen eingegeben habe. Mir fehlen noch sieben Kapitel, die gelesen werden müssen. Da am Donnerstag mein neuer Toner kam, konnte ich die restlichen Kapitel auch endlich ausdrucken. Und das Eintippen der Korrekturen zusammen mit den größeren ToDos, die mir beim Lesen aufgefallen sind, werden erfahrungsgemäß ca. zwei bis drei Wochen brauchen.

Ansonsten habe ich an diesem Wochenende auch ein wenig geschrieben, um dem Korrektur- und Sprachenbastel-Brainfuck zu entkommen. Eine Femslash-Szene für ’Die Königsmörderin’, das letzte Kapitel von Teil drei meiner Akkarin-Trilgoie, weil es mir beim Joggen spontan in den Sinn kam. Und eine Schweinkram-Szene für ’Die zwei Könige’, die wenn überhaupt nur ins Bonuskapitel kommt. Tatsächlich habe ich diese Szene nur für mich geschrieben, weil ich mich beim Korrekturlesen gefragt habe, wie es dazu gekommen ist, was durchaus hilfreich sein kann.

Zum Abschluss gibt es hier noch meine geistigen Ergüsse auf Sachakanisch:

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Vorbereitungen für den NaNoWriMo

Vorbereitungen für den NaNoWriMo

Wenn man keinen roten Faden hat und die Charaktere nur an Sex denken. Oder so.

Ok, ganz so schlimm ist es nicht. Aber den NaNoWriMo mit einer 750k-Story, die noch in den Anfängen steckt, zu bestreiten ist … ein Experiment.

Die letzten beiden Wochen hatte ich Urlaub und dementsprechend viel habe ich mich in Band 1 meiner zweiten Fanfiction-Trilogie „Das Erbe der schwarzen Magier“ (Twitter-Hashtag #dEdsM1) eingeschrieben, noch fehlende Storylines ersonnen und meine armen Follower auf Twitter mit #NaNoPrep-Tweets tyrannisiert. Ich habe tatsächlich mein selbstgestecktes Ziel der ersten 100k von Band 1 bis Ende Oktober knapp geschafft – verteilt auf die ersten fünf Kapitel und zahlreiche über den gesamten Band verstreute Szenen. ’Knapp’ übrigens deswegen, weil ich mich heute am letzten Tag nicht noch stressen wollte und noch das eine oder andere ToDo jenseits der Story, wie zum Beispiel lästige Hausarbeit, zu erledigen habe.

Bei schlechtem Wetter habe ich mit Decke und Heizung in meinem Schreibzimmer geschrieben, an den schönen Tagen, von denen es überraschend viele gab, habe ich noch einmal ein Echo des Sommers aufleben lassen und in der Gesellschaft von unzähligen Marienkäfern, die von den letzten warmen Sonnenstrahlen an die Hauswand gelockt wurden, auf dem Balkon geschrieben. Allerdings mit meiner Blind Guardian Kuscheljacke und an windigen Tagen sogar mit Wolldecke. Auf magische Weise schreibt es sich draußen immer besser als drinnen und ich lasse mich weniger ablenken.

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Ein Echo von Sommer – mein Lieblingsschreibplatz

Eigentlich hatte ich gehofft, bis Ende Oktober so weit mit der Story zu sein, dass ich eine Struktur mit Kapiteln und Szenen aufbauen kann. Für den NaNo wäre das praktisch gewesen, weil ich mich so an einem roten Faden entlanghangeln kann, damit der Schreibfluss nicht ins Stocken gerät. Bei Geschichten mit einem Erzählcharakter wie „Unter tausend schwarzen Sonnen“ und die Fortsetzung „Darker Than Black“, die ich beide während eines Camp-NaNoWriMos geschrieben habe, ist es leicht, eine Kapitelstruktur zu erstellen. Auch bei dem 3. Band meiner ersten Trilogie („Das Heiligtum von Yukai“) konnte ich das für den NaNo im letzten November machen. Allerdings war die Story damals schon zu zwei Dritteln fertiggestellt.

Meine aktuelle Story steckt jedoch noch so sehr in den Anfängen, dass ich noch gar nicht genau sagen kann, wann und wie die verschiedenen Erzählstränge zusammenspielen. Bei den meisten Szenen weiß ich nur ungefähr, wann sie stattfinden, die großen Zusammenhänge, aber auch die kleinen Details werden sich mir wie schon bei der ersten Trilogie beim Schreiben offenbaren, während wiederum andere Szenen oder ganze Handlungsstränge mir bei einem Spaziergang einfallen. Szenen, die ich nicht sofort aufschreiben kann, werden in Stichpunkten festgehalten. So habe ich für jeden Erzählcharakter ein Word-Dokument mit Stichpunkten und ausgeschriebenen Szenen. Diese Ideen-Flashs führen dazu, dass ich oft mehrere aufeinanderfolgende Szenen mit ein und demselben Erzählcharakter schreibe und dann die Lücken für die anderen Charaktere sukzessive fülle, weil ich dann weiß, was diese in der Zwischenzeit erleben müssen. Gerade zu Beginn einer großen Story ist das ein ziemliches Springen kreuz und quer durch die Geschichte, weswegen ich meine Methode auch so gerne als Chaos-Discovery-Writing bezeichne.

Das zum Teil exzessive Eigenleben meiner Charaktere sorgt zudem immer wieder für Überraschungen. Wo mich das vor ein paar Jahren beim Schreiben der „Bürde der schwarzen Magier“ noch geärgert hat, lasse ich ihnen jetzt diese Freiheit, weil sie dann natürlicher handeln, wodurch die Story sich authentischer liest. Auch in Band 1 der aktuellen Trilogie schüttele ich abwechselnd stillschweigend den Kopf oder amüsiere mich, wenn zwei bestimmte Charaktere bei jedem Aufeinandertreffen ihre gegenseitige Hassliebe zum Ausdruck bringen, anstatt sich erwachsen zu verhalten. Obwohl es amüsant ist, frage ich mich, wie die Freundschaft der beiden überhaupt funktionieren kann. Anstrengend wird es dagegen, wenn einer dieser Charaktere und ein weiterer andauernd Sex irgendwo weit jenseits der P18 haben oder in Ermangelung von Möglichkeiten Anspielungen darauf machen, als hätten sie nichts Besseres zu tun. Da frage ich mich dann doch, warum sie meinen, das tun zu müssen und ich bin zu dem Schluss gekommen, ihnen ihren Willen zu lassen. Entweder die Szenen kommen irgendwann ins Bonuskapitel oder ich stelle fest, dass sie eine Relevanz für die Story haben. Ein Charakter hat sich außerdem als seit Jahren unglücklich verliebt herausgestellt und ich sehe ihn schon, jede Menge Dummheiten begehen (nein, es ist nicht Dorrien). Und ein anderer Charakter, den ich immer für lieb und nett gehalten habe, entwickelt sich allmählich zum Antagonisten dieser zweiten Trilogie. Allerdings hat er ein Motiv, das ich ihm nicht verübeln kann.

Und da wir schon bei den Charakteren sind: Es wird ein Wiedersehen mit zwei Erzählcharakteren geben, die beide in „Das Heiligtum von Yukai“ Sendepause hatten. Welche, kann ich euch leider nicht verraten, aber ihr werdet es erraten können, weil Band 3 im nächsten Sommer online geht.

Worldbuilding & fiktive Sprachen

Sich von einer Geschichte treiben zu lassen, bringt auch noch andere faszinierende Dinge hervor. Denn das bedeutet zugleich, dass ich die Welt gemeinsam mit den Charakteren entdecke, sofern diese Orte bereisen, von denen man bisher nur weiß, dass sie existieren. Ein kleiner Teil von Band 1 spielt in Lonmar, aber nicht in Jebem, sondern im Landesinnern. Das endete in einer noch nicht vollständigen Karte von Lonmar und den Anfängen einer fiktiven Sprache. Da ich auf Twitter gefragt wurde, wie ich das gemacht habe, will ich das ein wenig ausführlicher beschreiben.

In The Black Magician wird Lonmar von einem Ältestenrat regiert, der von den Oberhäuptern der Großen Clans gestellt wird. Für meine Zwecke habe ich mir ein paar Clan-Namen überlegt und wo diese leben. Damit und mit der Reise dorthin entstand die Karte. Im Original gibt es keine vollständige Karte von Lonmar, also habe ich mich an dem vorhandenen Material orientiert und das fortgeführt. Inzwischen ist die Karte fast vollständig und enthält Namen und Gebiete, die ich gar nicht brauche, die zu definieren mir jedoch Spaß gemacht hat. Außerdem will ich die Karte irgendwann auf der Seite über Lonmar hier in diesem Blog verlinken, dazu sollte sie vollständig sein.

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Die noch nicht ganz vollständige Karte von Lonmar

Während der Reise durch Lonmar habe ich außerdem die Kultur und Lebensweise weiterentwickelt, was zum Teil recht unerfreulich war, da Lonmar auf seine eigene Weise ähnlich hart wie Sachaka ist. Die Kultur der Lonmar ist stark von einer sehr konservativen orientalischen Kultur inspiriert, zusammen mit den klimatischen Bedingungen hat mir dabei das Wissen geholfen, das ich vor ein paar Monaten aus einer BBC-Doku über die Arabische Halbinsel für mein Duna-Worldbuilding für Yukai bezogen habe.

Das Ersinnen von Namen und ihrer Bedeutung für die Landkarte hat mich zu den ersten Begriffen in modern Lonmars gebracht. Da ich schon einmal so weit war, habe ich mir ein paar Sätze zusammengebastelt, die weitgehend aus Begrüßung und Höflichkeitsfloskeln bestehen, weil ich diese gerne in der Landessprache haben wollte. Passend zum Land und seiner Kultur wollte ich eine ans Arabische angelehnte Sprache. Den ersten Satz habe ich dabei völlig frei erfunden, Hauptsache, die Wörter sind wohlklingend. Dann habe ich daran gefeilt. Ich habe Endungen und Präfixe für Singular, Plural, förmliche und persönliche Anrede ersonnen. Verben haben außerdem Präfixe erhalten, die die Bedeutung konkretisieren (wie im Deutschen ’vor’, ’ent’, ’er’, ’ver’ etc.) und Suffixe für verschiedene Zeitformen. Die Prä- und Suffixe hänge ich mit Bindestrich an die Wörter, weil ich das als Eigenheit dieser Sprache definiert habe.

Der Anfang war leicht, sobald man neue Wörter braucht, wird es jedoch schwieriger, weil diese zum Rest passen müssen. Allerdings hat jede Sprache auch ihre Unregelmäßigkeiten, so dass man immer eine Möglichkeit hat, Ausreißer zu rechtfertigen. Je nachdem, wie weit man die Sprache entwickelt, kann man sich auch überlegen, ob diese Ausreißer historisch gewachsen sind oder man definiert umgangssprachliche Begriffe. Ich weiß jedoch nicht, ob ich mit meinem modern Lonmars so weit kommen werde. Es sind nur einige wenige Szenen von der gesamten Story, die dort spielen, und die neue Sprache dient – anders als das Sachakanisch – mehr meiner Detailverliebtheit. Interessanter wird es, wenn ich für die Überarbeitung von Yukai das Sachakanisch erweitere.

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Der noch sehr unordentliche und mit Vorsicht zu genießende erste Entwurf meines modern Lonmars

Bis jetzt sind die Sätze noch nicht vollständig ausgereift und wahrscheinlich würde sich jeder Linguist bei meinen Versuchen die Haare raufen. Für mich genügt es jedoch, die kleineren Unstimmigkeiten zu beheben, wenn ich ein paar weitere Sätze und Wörter gebastelt habe. Denn dann habe ich auch einen besseren Überblick.

Eigentlich ist das auch schon die ganze Magie hinter meinen ersten Versuchen, eine fiktive Sprache zu basteln. Das schwierigste ist (zumindest für mich) das Erfinden von Wörtern, während die Regeln für Zeitformen, Singular/Plural, Anrede, Personalpronomen etc. einem Muster folgen, das man sich selbst definiert und an dem man sich orientieren kann. Wichtig ist es, Ausnahmen in die Regeln einzubauen und sich zu überlegen, was wie historisch gewachsen sein könnte, was Umgangssprache ist oder ob es Redewendungen gibt. Nicht alles an einer Sprache ist logisch, das kennt ihr sicher alle vom Lernen von Fremdsprachen, oder auch wenn man die eigene Muttersprache unter die Lupe nimmt.

… und dann ist es auch schon soweit.

In wenigen Minuten beginnt der November und dann heißt es für 30 Tage, ein Doppelleben zwischen Job und Schreiben auf Kosten von Schlafmangel zu führen, was durch die Motivation wieder ausgeglichen wird. Sprich, ich werde für einen Monat zu einer Art Schreib-Zombie. Und ich bin sicher, auch dieser NaNoWriMo wird wieder einzigartig.

Auch wenn im offiziellen NaNoWriMo im November die 50k als Wortziel fix sind, plane ich wieder so um die 150k zu schreiben, so dass ich am Ende ca. ein Drittel des ersten Bandes habe. Einen Arbeitstitel habe ich für den ersten Band übrigens auch schon, aber den kann ich aus Spoilergründen leider noch nicht verraten. Für das erfolgreich erreichte Wortziel habe ich außerdem eine Belohnung geplant, die für sich genommen schon Ansporn genug ist, weil ich davon schon seit ein paar Jahren träume, mich aber nie getraut habe. Der Termin mit dem Tätowierstudio ist auch schon gemacht – ihr könnt ja mal raten, was ich mir stechen lasse.

Inspiration in der schönsten Stadt der Welt

In der vergangenen Woche habe ich einen Kurztrip nach Paris gemacht. Es waren nur dreieinhalb Tage, aber diese waren in jeder Hinsicht sehr intensiv. Ursprünglich wollte ich dorthin, um meine Lieblingsband Kamelot live zu sehen – ungeachtet der Tatsache, dass sie einen Abend später in Köln gespielt haben. Ich verbinde ihre Musik mit The Black Magician, sie hat mich sehr beim Schreiben von „Unter tausend schwarzen Sonnen“ und „Darker Than Black“ inspiriert, so wie ich Paris mit The Black Magician verbinde. Für mich war das der perfekte Anlass, alle drei miteinander zu kombinieren – mit faszinierenden Resultaten.

Als ich vor sechs Jahren erstmals nach Paris kam, hatte ich The Black Magician gerade ausgelesen. Auf der Fahrt und während meines zweiwöchigen Aufenthalts in der Stadt (ich hatte dort eine Fortbildung von der Uni), las ich die Bücher ein zweites Mal und meine Liebe zu der Trilogie und ihren Figuren verband sich mit meiner Liebe zu dieser für mich schönsten Stadt der Welt. Vor drei Jahren war ich erneut dort, damals schrieb ich gerade am zweiten Teil der „zwei Könige“, und so wurde es nach dem Abschluss meiner ersten Trilogie wieder einmal Zeit.

Auf Reisen bin ich immer unglaublich kreativ. Das Verlassen meiner Wohlfühlzone und das damit verbundene Zurücklassen all meiner Ängste, Sorgen und Verpflichtungen, löst bei mir immer einen wahren Kreativitätsschub aus. In diesem Fall war es das Sammeln von Ideen für meine zweite Fanfiction-Trilogie „Das Erbe der schwarzen Magier“. Schon auf der Fahrt im Thalys musste ich nach einer Stunde mein Buch zur Seite legen und Storylines für die verschiedenen Erzählcharaktere in mein winziges Netbook kloppen. Ich hoffe sehr, dass der Franzose neben mir nicht genug Deutsch konnte, um zu verstehen, was ich da tat. Ganz besonders, als ich meine Gedanken dazu niederschrieb, wie zwei Charaktere von ihren Kindern bei nicht gerade Vanilla-mäßigen Sex erwischt werden und diesen in der nächsten Szene im Sendung-mit-der-Maus-Format erklären müssen, dass sie nur ein ’Erwachsenenspiel’ gespielt haben.

Aber das sind nur die erheiternden Szenen am Rande. Ich weiß nicht einmal, ob das vielleicht nur Bonusmaterial wird. Ich schreibe oft Szenen, die ich hinterher nicht verwende, weil sie nicht in den Kontext passen, aber für sich genommen amüsant sind und mir neue Perspektiven und Einblicke in die Persönlichkeit der Charaktere eröffnen. Für mich gehört das zum Entstehungsprozess einer Geschichte dazu. Hauptsache, die Autorin hat ihren Spaß. Und davon hatte ich jede Menge (und wer weiß, vielleicht auch der Franzose neben mir im Zug).

Es war meine dritte Reise nach Paris, aber jedes Mal entdecke ich Neues und bin so überwältigt, als würde ich zum ersten Mal dorthin kommen. Während ich durch die Straßen, die selbst bei Nacht nicht still sind, wanderte und meine Lieblingsorte, wie Sacre Coeur und den Friedhof Père Lachaise aufsuchte, oder lange Spaziergänge entlang der Seine unternahm (einen davon bei herbstlich-kaltem Regenwetter, Paris ist auch dann wunderschön), habe ich über Lücken in der bisherigen Storyline philosophiert und Dialoge im Kopf durchgespielt. Abends im Hotel habe ich eine Liste mit Szenen erstellt, zu denen ich bereits Ideen habe, und dabei ist einiges zusammengekommen.

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Souvenirs, die allemal besser sind als französische Pralinen oder ein Miniatur-Eifelturm

Zwischendurch habe ich das französische Großstadtflair genossen, in Cafés und Brasserien gesessen, Café au lait und heiße Schokolade getrunken, Crêpes gegessen oder bei einem Glas Bordeaux etwas zu Abend gegessen. Und auch dieses Mal habe ich dabei The Black Magician gelesen. An dem herbstlich-verregneten Mittwoch habe ich mir außerdem in einer Buchhandlung den ersten Band auf Französisch geholt (zusammen mit dem ersten Band von Harry Potter). Obwohl mein Französisch mies ist und ich mich gerade so verständigen konnte, habe ich beim Reinlesen doch recht viel verstanden. Allerdings finde ich die Übersetzungen der Titel ziemlich gewöhnungsbedürftig. So sind Lord und Lady im Französischen seigneur und dame und der Hohe Lord ist le haute seigneur, was in meinen Ohren so überhaupt nicht ehrfurchtgebietend klingt. Aber darum ging es mir beim Kauf der Bücher auch gar nicht. Ich erhoffe mir davon, die Sprache nicht nur für spätere Frankreich-Reisen besser zu lernen, sondern auch generell etwas über den Aufbau einer Sprache anzueignen, da ich das Sachakanisch demnächst weiterzuentwickeln plane und die etwas größenwahnsinnige Idee verfolge, für „Das Heiligtum von Yukai“ ein wenig Duna zu kreieren.

Der krönende Abschluss meines Kurzurlaubs war das Kamelot-Konzert am nächsten Abend. Doch dazu habe ich in meinem Zweitblog einen eigenen Artikel geschrieben.

Hier eine kleine Auflistung von Ideen zu meiner zweiten Trilogie, die euch hoffentlich nicht zu sehr spoilert:

  • Dorrien wird voraussichtlich kein Erzählcharakter
  • Danyara, Cery und Ivasako werden größere Rollen innehaben
  • Sonea gerät in einen Konflikt mit Rothen und hat einen Streit mit Akkarin, der die halbe Gilde spaltet
  • Vianas kleine Schwester Lina (ihr kennt sie vielleicht noch aus dem Spion) bekommt eine größere Rolle
  • Dannyl macht eine harte Zeit durch und stellt so einiges in Frage
  • Rothen begeht in seiner Gutmütigkeit einen folgenschweren Fehler

Wer genau was erlebt und wer wann stirbt, wird an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Abgesehen von Kämpfen in den einzelnen Teilen müsst ihr jedoch mit einer Endschlacht rechnen, bei der ich nicht gerade wenige Charaktere (darunter auch Hauptcharaktere) um die Ecke bringe.

Das alles klingt, als hätte ich in der vergangenen Woche viel geschafft, und das stimmt in gewisser Weise auch. Doch bezogen auf den erwarteten Umfang der zweiten Trilogie ist das verschwindend wenig. Ich neige dazu, mir die großen Plotwendungen und spannende und amüsante Szenen zuerst auszudenken. Diese werde ich in den nächsten Wochen und Monaten aufschreiben – und das über alle drei Teile hinweg, bevor die Ideen wieder in Vergessenheit verschwinden. Danach werde ich jedoch versuchen, mich auf den ersten Teil zu konzentrieren und genauer in die Details der Handlung einzusteigen. Allerdings funktioniert meine Arbeitsweise selten so geradlinig. Wenn mir Ideen für eine andere Stelle innerhalb der Trilogie kommen, schreibe ich diese immer sofort auf. Beim Schreiben der „Die Bürde der schwarzen Magier“ bin ich ähnlich vorgegangen. Oft ist jedoch ein Teil schon für sich umfangreich genug, so dass dieses unchronologische Hin und Herspringen sich auf diesen beschränkt.

In jedem Fall hat sich dieser Urlaub für mich gelohnt. Für die eigene Kreativität ist es unheimlich wichtig, hin und wieder die gewohnte Umgebung zu verlassen und neue Eindrücke und Denkanstöße zu sammeln. Die Kombination Paris, Kamelot und Black Magician hat mich dabei zuweilen in eine Art Fangirl-Himmel versetzt. Man könnte jetzt meinen, dass dabei nichts Gutes zustande kommen kann, aber genau dieses Gefühl, was in der letzten Woche zu neuem Leben erweckt wurde, ist die Essenz, die mich beim Schreiben antreibt, und die zwischen beruflichem und privatem Stress oft untergeht. Sie ist das, was mich für diese Bücher und ihre Fanfictions brennen lässt.

Insofern,

Eure ‚dame‘ Sonea.

Behind The Scenes – Die zwei Könige versus Unter tausend schwarzen Sonnen

Nach drei Monaten Laufzeit von Unter tausend schwarzen Sonnen und des zweiten Teils von Die zwei Könige ist es mal wieder an der Zeit, euch einen kleinen Einblick in meine Absichten hinter meinen Geschichten und in die daraus resultierenden Hintergründe und Zusammenhänge zu geben. Natürlich ohne zu viel zu verraten, damit ihr die Chance habt, das alles selbst zu ergründen. Zunächst gehe ich auf Gemeinsamkeiten zwischen beiden Geschichten ein, weiter unten findet ihr noch ein paar Infos zu Die zwei Könige.

Parallelen

Einige haben es bereits festgestellt: Es gibt Parallelen zwischen beiden Geschichten. Zum Teil sind diese beabsichtigt, um Unterschiede hervorzuheben und den betroffenen Charakteren einen Spiegel vorzuhalten, zum anderen liegen diese schlichtweg in der Natur der Sache (Sachaka, Sklaven etc). Die gewollten Parallelen erscheinen nur zu Beginn als solche, im späteren Verlauf beider Geschichten wird sich das jedoch ganz schnell relativieren, wenn ihr auf die eigentlichen Unterschiede stoßt.

Vergleiche von Personen mit Tieren

Am häufigsten kommt dabei der Yeel vor. Ein Yeel ist so etwas wie ein Hund. Schon im ’Spion’ wird Sonea von Savara und Ikaro als Yeel bezeichnet, weil sie es amüsant finden, dass eine höhere Magierin am Robenzipfel eines anderen höheren Magiers hängt. In meinem Sachaka kommt das allenfalls bei Sklaven vor, die von ihrem Meister in höherer Magie unterwiesen wurden, damit sie ihn bzw. sein Anwesen beschützen. Dazu müssen sie ihm jedoch sehr ergeben sein, sonst wäre jener Magier ziemlich dumm, das zu tun. Für einen Sachakaner wirkt das Verhältnis von Sonea und Akkarin daher auf den ersten Blick ähnlich. Aber auch Marika nennt Sonea oft seinen „kleinen Yeel“. Was für ihn ein Kosename ist, ist Sonea für absolut entwürdigend, doch letztendlich zieht er nur einen Vergleich von Persönlichkeitsmerkmalen mit denen, die ein bestimmtes Tier charakterisieren.

Dakova ist dagegen einer anderer Fall. Er zieht diesen Vergleich ebenfalls, jedoch in einem anderen Sinne: Akkarin soll lernen, ihm „wie ein Yeel zu gehorchen“, was schlichtweg eines der zentralen Charakteristika eines Yeel auszeichnet. Aber es ist kein Kosename, denn den hat er bereits: „kleiner Gildenmagier“.

Insofern ist es gar nicht mal so sehr eine wirkliche Parallele, sondern ein Vergleich ähnlich wie „so dumm wie ein Gorin“ oder „so störrisch wie ein Reber“. Davon gibt es reichlich, denn wieso sollten Sachakaner und Gildenmagier nicht ähnliche Redewendungen haben, wie unsereins?

In Bezug auf Sklaven wird der Yeel in meinen Geschichten daher häufig als Vergleich herangezogen, Sonea und Akkarin sind nur die beiden, wo es besonders auffällt, weil sie die Protagonisten der jeweiligen Geschichten sind. Aber wenn man genau liest, findet man das auch an anderen Stellen.

Isara versus Danyara

Hier gibt es tatsächlich einige echte Parallelen, die allesamt ihre Berechtigung haben. Leser von ’Die zwei Könige’ wissen: Danyara lehrt Sonea ihre Sprache, sie freunden sich an und verbringen viel Zeit miteinander und es entwickelt sich sogar eine Romanze, wobei ungeklärt bleibt, ob diese nur den Umständen zu verdanken ist. Bei Isara (ich erwähne nur, was aus ’The High Lord’ bekannt ist) ist es insofern ähnlich, dass sie Akkarin zu Beginn viel geholfen hat, um sich zurechtzufinden, und sie sich schließlich ineinander verliebt haben.

Aber da hören die Ähnlichkeiten auch schon auf. Mit der Zeit werdet ihr feststellen, dass die Beziehungen beider Konstellationen völlig unterschiedlich sind. Wenn man sich ins Gedächtnis ruft, dass Akkarin und Isara nicht zusammen sein durften, kann man sich vielleicht auch denken, dass sie auf Dauer nicht seine Hauptbezugsperson bleiben wird. Insofern bleibt einfach gespannt auf die Unterschiede.

Und was die Sprache betrifft, so sprechen Danyara und Isara aus unterschiedlichen Gründen Kyralisch. Danyaras Mutter war Kyralierin und wieso Isara die Sprache ein wenig beherrscht, wird in späteren Kapiteln noch offenbar werden. Im Übrigen halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass ein Magier die Geduld aufbringt, einem seiner Sklaven die Landessprache beizubringen, und das lieber an einen Sklaven abgibt, der ein paar Kenntnisse in der Muttersprache des neuen Sklaven besitzt.

Tatsächlich erwähnt Akkarin im Buch niemals, wie er Sachakanisch gelernt hat, weil er nur wenig Details über sein Leben als Sklave erzählt. Aus der Tatsache, dass Isara ihm zu Beginn so viel hilft, kann man lediglich schließen, dass er die Sprache von ihr gelernt hat, zumal die anderen Personen, die er erwähnt (Dakova und Takan), auf Grund seiner Erzählungen noch weniger dafür in Frage kommen. Für mich war es jedenfalls naheliegend.

Dakova versus Marika

Auf den ersten Blick wirken sie beide nur wie die bösen Antagonisten. Doch wo Marika das Potential hat, Sympathie zu erwecken, wird das bei Dakova kaum gelingen. Diejenigen, die im ersten Teil von Die zwei Könige über Marika gewettert haben, werden sehr bald feststellen, dass Dakova sehr viel schlimmer ist. Diejenigen, die hoffen, in Dakova jemanden zum Fangirlen gefunden zu haben, werden vermutlich bitter enttäuscht sein (aber hey: Er hat ja noch einen Bruder :D).

Im Vergleich zu Akkarin hat Sonea es bei Marika sehr viel besser, auch wenn hier dennoch eine Täter-Opfer-Beziehung vorliegt. Natürlich prallen in beiden Fällen Welten aufeinander. Doch wo Marika in seinem kleinen Yeel eine Trophäe sieht und Bestrafung nur als Mittel zum Zweck einsetzt und ansonsten (fast) jede seiner Entscheidungen wohlüberlegt trifft, werdet ihr sehr bald merken, dass nichts davon bei Dakova der Fall ist. Inwiefern verrate ich natürlich nicht, denn das sollt ihr selbst entdecken.

Was ihr davon jedoch mitnehmen sollt: Es sind zwei völlig unterschiedliche Antagonisten, was entsprechende Auswirkungen auf ihre jeweiligen Opfer hat.

Ich würde euch gerne eine komplette Analyse der obengenannten Punkte liefern, wüsste ich nicht, dass euch das den Spaß nimmt, das alles selbst zu entdecken. Also wenn es an der Zeit ist: Tut euch keinen Zwang an, die Zusammenhänge im Hinblick auf die Charaktere in beiden Geschichten zu analysieren! Ich bin sicher, ihr werdet dabei einige interessante Entdeckungen machen.

Themenschwerpunkte in Teil 2 der zwei Könige

Im letzten Behind the Scenes hatte ich bereits geschrieben, dass die Aufteilung der Erzählstränge nach Sachaka und Gilde den Zweck hat, dass der Leser besser mit Sonea mitleidet und sich mit ihr in ihrer Situation verliert. In jenem Blogeintrag habe ich auch beschrieben, warum sich die zeitliche Abfolge der Szenen in beiden Teilen nicht miteinander vereinbaren lässt, weil nennenswerte Ereignisse zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden. Alles zusammenzupacken, würde zu Handlungsklumpen führen, wo ein Erzählstrang gerade sehr intensiv behandelt wird und der andere einige Kapitel Sendepause hat. Dadurch würde sehr viel Unruhe in den Erzählfluss kommen.

Außerdem liest es sich ziemlich öde, wenn man zuerst erfährt, wie Akkarin die Schlacht knapp überlebt und Sonea einige Kapitel später in Arvice aufwacht und ihn für tot hält. Und es ist leichter, den Sonea-Teil zu ignorieren, wenn man das nicht lesen kann/will.

Es gibt jedoch noch einen weiteren Grund: der unterschiedliche Schwerpunkt der Handlung

In Teil 1 waren es Sonea und ihr innerer Konflikt und das allmähliche Abgleiten in eine Opferrolle und das damit verbundene Entfesseln dunkler Seiten. Aber es waren auch die Pläne der Sachakaner und damit verbunden viel Politik und sachakanische Kultur.

In Teil 2 liegt der Schwerpunkt dagegen fast ausschließlich auf der Politik der Gilde und der Verräter sowie den damit verbundenen Entscheidungen in Bezug auf den Krieg, der mit der Schlacht in der Ettkriti-Ebene gerade erst begonnen hat. Außerdem geschieht etwas, das auch zu Beginn des ’Spions’ geschehen ist: Zwischen den Charakteren bilden sich neue Freund- und Feindschaften und es entstehen neue Konflikte.

Ich verstehe, dass dies nicht für jeden Leser interessant ist. Nach dem aufwühlenden ersten Teil mit jeder Menge Drama und einer düsteren, aber märchenhaften Lebensweise der Sachakaner erleidet man förmlich einen Kulturschock und hat nun langweilige Charakterentwicklung und Politik. Wenn man lieber Drama und Pairings liest, ist das ziemlich öde. Aber meine Geschichten drehen sich nicht um Pairings und damit verbundene Dramen, auch wenn auf Grund der großen Zahl von Charakteren diese schon aus statistischen Gründen auftauchen und ich dies zur Bereicherung der Nebenhandlungen gerne einbaue. Charakterentwicklung und der Aufbau von Konflikten sind ebenso wichtig, wie Action, Drama und Dreiecksbeziehungen. Sie bilden die Basis für die spätere Handlung und sind daher für den weiteren Verlauf meiner Trilogie leider notwendig.

Was die Action betrifft, so kann ich euch versprechen, dass ihr in wenigen Kapiteln noch genug davon bekommen werdet 😉

(Fiktive) Fremdsprachen in Geschichten (Teil 2)

In meinem letzten Blogeintrag über Fremdsprachen in Geschichten habe ich zwei Beispiele aus meinen Fanfictions dazu gebracht, wann die Verwendung einer Fremdsprache innerhalb der Geschichte Sinn macht. Einen weiteren Grund habe ich euch damals jedoch vorenthalten:

Wenn ein Charakter dabei ist, eine andere Sprache zu lernen.

Das ist sogar ein ganz zentraler Aspekt. Gerät ein Charakter im Laufe einer Geschichte in eine Situation, in der er gezwungen ist, eine Sprache zu lernen, so kann man sich als Autor entweder elegant aus der Affäre ziehen und diesen Teil in einigen wenigen Sätzen Fließtext zusammenzufassen – oder man geht den harten Weg und schreibt das detailliert aus. Für eine realistische und lebendige Darstellung ist es hier jedoch empfehlenswert, den Text mit Wörtern der zu lernenden Sprache zu spicken.

Weil ich zur Veranschaulichung zwei Auszüge aus einem Kapitel aus Unter tausend schwarzen Sonnen, das ich bei Teil 1 dieses Artikels noch nicht hochgeladen hatte, als Beispiel nehme, habe ich das im letzten Blogeintrag zurückgehalten. Und da ich euch damals versprochen habe, dass Akkarin dieses Mal herhalten muss, passt es perfekt:

„Wie heißt das?“, fragte Akkarin auf das Brot deutend. „Kashi“, antwortete Isara. „Und was heißt Frühstück?“ Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen. „Was das sein?“ „Das hier.“ Akkarin wies auf ihr Essen. „Die Mahlzeit, die man morgens zu sich nimmt.“ „Ah“, machte sie. „Morgenmahl. Konaka.“ „Konaka“, wiederholte er. „Und was heißt: Ich habe Brot als Morgenmahl?“ Über seinen Eifer lachend nannte sie ihm die Übersetzung. „U’sha’miyvo kashi kami konaka“, wiederholte Akkarin unbeholfen.

Im weiteren Verlauf dieses Gesprächs wird eine weitere Möglichkeit, wie man Fremdsprachen zugunsten der Authentizität in eine Geschichte einbringen kann, offenbar. Als Sachakanerin spricht Isara nur gebrochen Kyralisch, und wenn sie ein Wort nicht weiß oder es für sie eine zentrale Bedeutung hat wie das Wort für Meister (rachariya), dann fällt sie zurück in ihre Sprache:

„Aber“, begann Akkarin verwirrt, „wieso trägst du dann solch feine Kleider?“ Er hatte sie mit Dakova gesehen. Er war sicher gewesen, sie wäre seine Frau. Obwohl der Sachakaner sie nicht gerade respektvoll behandelte, hatte Akkarin dies nach seinen Erfahrungen mit Lonmar nicht weiter hinterfragt.

„Weil ich machen rachariya große Freude“, erklärte sie. „Ich … wie das heißen in deiner zochado?“

Nicht wissend, worauf sie hinaus wollte, hob Akkarin die Schultern.

„Rachariya mit mir … sha’coloso.“

„Shakkoloso?“, wiederholte er.

Sie hob vielsagend die Augenbrauen. „Schlafen“, übersetzte sie dann.

Dakova yichivo rashariya. Ihm dienen, große Ehre“, fügte sie ernsthaft hinzu.

Das Wort, das sie benutzt hatte, klang so ähnlich wie das Wort für Meister. Aber nur so ähnlich. Akkarin schüttelte den Kopf. Diese Sprache war so grauenhaft wie das, was er bis jetzt von Sachaka gesehen hatte.

„Was bedeutet Rasha … riya?“, fragte er, um sich auf andere Gedanken zu bringen.

Isara gestikulierte mit ihrer Pachi. „Mann mit Magie.“

„Magier“, sagte Akkarin.

Sie nickte strahlend.

Stirnrunzelnd starrte er auf einen Punkt in der Ferne. Vielleicht ergab es doch einen Sinn. Oft waren Wörter einander deswegen ähnlich, weil sie eine ähnliche Bedeutung hatten. „Sind alle Magier in Sachaka Meister?“, fragte er. „Also haben sie Sklaven?“

„Ya. Aber nicht ganz. Kompli …“

„Kompliziert“, half Akkarin nach.

„Ya. Manchmal, wenn Sklave sehr sha’kemivi, Meister lehren ihn Magie, damit er helfen, sein Land bewachen. Ashaki tun das oft.“

„Was ist ein Ashaki?“

„Rashariya mit Land. Dakova haben kein Land, Dakova Ichani.“

So, das war der zweite Teil darüber, wie ich Sprachen in Geschichten einsetze. Es gibt sicher noch weitere Anwendungsfälle, doch das hier ist, was ich bereits selbst ausprobiert habe und was ich weiterempfehlen kann, solltet ihr selbst in einer Geschichte von einer Fremdsprache – egal ob fiktiv oder real existierend – Gebrauch machen.

Arbeiten am Sachakanisch-Dictionary & die Verwendung einer (fiktiven) Fremdsprache in Geschichten

Gleich mehrere Ereignisse haben dazu geführt, dass ich diese Woche neben dem Basteln an den erweiterten Karten mich der Verbesserung des Sachakanisch-Dictionaries gewidmet habe:

  1. Sowohl im 2. Teil von ’Die zwei Könige’ als auch ab dem nächsten Kapitel von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ werden weitere Sätze und Begriffe eingeführt, die bis jetzt noch nicht im Dictionary aufgeführt waren. Diese werde ich nun sukzessive ergänzen bzw. habe sie schon teilweise ergänt.

  2. Zwei Leserinnen haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass es lästig ist und den Lesefluss arg stört, wenn man bis ans Ende eines Kapitels scrollen muss, um die Übersetzungen zu finden. Tatsächlich hatte ich nicht bedacht, dass dies am PC schwieriger ist, als an einem Textdokument. Außerdem besteht dabei die Gefahr, sich selbst zu spoilern.

Für Letzteres boten sich mehrere Lösungsmöglichkeiten an, die nicht alle praktikabel sind.

  • Die Übersetzungen direkt hinter die sachakanischen Begriffe und Sätze schreiben: Natürlich will man als Leser die Übersetzung am liebsten sofort haben, aber optisch ist es einfach nicht schön.

  • Zu den in einer Szene fallenden Begriffen die Übersetzungen unter die Szene schreiben: Auch hier muss man gegebenenfalls scrollen und es besteht die Gefahr des Spoilerns. An sich aber keine schlechte Idee, wären meine Geschichten gedruckte Bücher, könnte man die Übersetzungen einfach in einer Fußzeile aufführen.

  • Die sachakanischen Begriffe verlinken.

Ich habe mich für die letztere Variante entschieden. Zwar sind Links in Geschichten verpönt, weil es kein guter Stil ist, aber ich glaube, dieses Phänomen bezieht sich eher darauf, dass manche FF-Autoren Schwierigkeiten mit Beschreibungen haben und stattdessen lieblos einen Link in die Geschichte klatschen (z.B. „Hermine trug an diesem Tag ein Kleid, das so aussieht: [Füge hier einen Link zu einem beliebigen Polyvore-Outfit ein]“). Sorry an dieser Stelle übrigens an Hermine, dass sie dafür herhalten muss.

Fremdsprachen in Geschichten sind immer ein schwieriges Thema und ich finde, dass weniger an dieser Stelle mehr ist. Ich gehe daher sparsam mit sachakanischen Wörtern und Sätzen um, zumal die Entwicklung der bisherigen Wörter und Grammatik meine rachaviya mi Sachaka-zocha vermutlich schon genug Nerven gekostet hat. Voraussetzung ist, dass der aktuelle Erzählcharakter selbst Sachakanisch als Fremdsprache betrachtet, weil es andernfalls keinen Sinn machen würde.

So setze ich die Sprache beispielsweise ein, um eine für den Erzählcharakter zentrale Stelle hervorzuheben:

Sonea machte einen Schritt auf ihn zu und ging auf die Knie. „U’yi’dicikemi aze“, sagte sie mit bebender Stimme, den Blick zu Boden gerichtet.

Marikas behandschuhte Hand fasste grob ihr Kinn und zwang sie zu ihm aufzusehen. „Und weiter?“, fragte er.

Sonea schluckte. Ihn dabei ansehen zu müssen, war beinahe unerträglich.

U’sha’nikemi-seki aze. U’yichise-seki m’aze dishimi.“ (Die zwei Könige, Kapitel 3)

Oder ich verwende es, um eine Unterhaltung auf Sachakanisch einzuleiten und wechsele dann wieder zurück ins Deutsche:

Konamasi“, grüßte Sonea unbeholfen.

„Konamasi, Sonea“, erwiderte Ienara freundlich, die Mädchen murmelten eine Erwiderung.

Moj’ize sha’coloso?

Sonea zuckte die Achseln. „Nicht viel, Meisterin Ienara“, bemühte sie sich auf Sachakanisch zu sagen. (Die zwei Könige, Kapitel 4)

An dieser Stelle tut es mir übrigens leid, dass meine Protagonistin, nachdem ich sie durch die Hölle geschickt habe, auch noch für diese Beispiele herhalten muss. Für die nächsten Beispiele nehme ich Akkarin. Versprochen 😉

Allein durch die Art und Weise, wie ich eine (in diesem Fall fiktive) Fremdsprache einsetze, würde ich es persönlich als schlechten Stil empfinden, die Bedeutung der Wörter im Text zu erklären. Für mich beinhaltet das eine Redundanz, die ich lieber vermeiden möchte. Die Alternative wäre, zu Beginn eines Gesprächs zu schreiben, dass es in einer anderen Sprache stattfindet – und fertig. Doch die Verwendung einer fremden Sprache erfüllt eine Geschichte mit Leben, ganz besonders dann, wenn der Erzählcharakter mit der Sprache nicht vertraut ist und sie vielleicht im Laufe der Geschichte lernt.

Der Einsatz anderer Sprachen in Geschichten ist ein wundervolles Stilmittel und ich bin ein großer Fan von fiktiven Sprachen. Es ist großartig, jemand gefunden zu haben, der eine fiktive Sprache für meine Geschichten erfunden hat, obwohl es ’nur’ Fanfictions sind. (An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Baronesse!)

Und nach diesem kurzen Ausflug in die Hintergründe und Motive, warum ich meine Geschichten auf diese Weise bereichere, komme ich wieder zurück zum eigentlichen Thema.

An mehreren Abenden in dieser Woche habe ich für jeden sachakanischen Satz und jedes einzelne sachakanische Wort in den bisher hochgeladenen Kapiteln von ’Die zwei Könige’ und dem am Dienstag kommenden Kapitel von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ eine eigene Seite erstellt und die Bedeutung erläutert. Wenn ihr nun auf einen sachakanischen Begriff in diesen Geschichten auf FF.de klickt (sofern er nicht schon mehrfach zuvor aufgetaucht ist), werdet ihr zu der entsprechenden Seite weitergeleitet. Angesichts der technischen Möglichkeiten ist das die beste Lösung, die ich euch bieten kann und die euren Lesefluss nur minimal stört.

Übrigens kommt ihr auf diese Seiten nun auch über das Sachakanisch-Dictionary.