Kategorie: Autorenwahnsinn

Ich und das Schreiben – Passion, Obsession oder nur ein exzessives Hobby?

(ein etwas länglicher Artikel darüber wie ich das Schreiben, mich und die Welt um mich herum wahrnehme)

Lucifer Morningstar: Tell me, Sonea, what do you desire?

Me [breathless and paralysed]: I want to write.

Lucifer [rolls his eyes]: Boring! That girl didn’t murder anyone! Except [he flashes a devilish grin] in her stories. Ah, she’s a naughty one.

Hin und wieder, wenn ich aus meiner Gedankenwelt auftauche und die Welt um mich herum wahrnehme, merke ich zwei Dinge ganz deutlich:

  1. Ich verstehe diese Welt nicht. (Nicht mehr? Habe ich sie jemals verstanden? Ich weiß es nicht.)
  2. Ich bin anders als die anderen. (Klar, jeder ist anders. Aber ich meine so anders anders. So wie ein Alien, das auf dem falschen Planeten gestrandet ist. Seit ich das vor ein paar Jahren erkannt habe, halte ich an dieser Beschreibung fest, weil ich sie so treffend finde.)

Ein zentraler Teil dieses Andersseins ist das Schreiben. Ich verbringe jede freie Minute mit Schreiben oder denke über Plot und Charaktere nach. Oft muss ich mich dazu zwingen, auch mal etwas anderes zu machen, einen Film zu schauen, ein Buch zu lesen, Spazieren zu gehen, ins Kino zu gehen, Sport zu machen. Zum Glück habe ich ein Sportprogramm, an das ich mich sklavisch halte, aber wenn es dann soweit ist, ins Fitnessstudio oder zum Yoga zu fahren, ärgere ich, weil das Zeit ist, in der ich nicht schreiben kann. Meistens bekomme ich mich nur dazu überredet, indem ich mir sage, dass eine Pause für die Regeneration meiner kreativen Batterien wichtig ist und ich mit Abstand besser über aktuelle Schreibprobleme reflektieren kann.

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Autorenwahnsinn Reloaded: Charakterbögen? Never!

Der Autorenwahnsinn geht weiter. Doch anders als im Januar mit einer Frage jeden Freitag, die man in den Sozialen Medien oder auf dem eigenen Blog im Laufe der Woche beantworten kann. Ich werde vermutlich nicht immer mitmachen, aber jedes Mal, wenn ich meinen Senf dazu geben will. So habe ich mich letzte Woche z.B. nicht daran beteiligt, weil ich keine Schreibziele für Februar habe, bzw. meine Pläne für die nächsten Wochen bereits in meinem Monatsrückblick von Januar kundgetan habe.

Das Schöne am Autorenwahnsinn ist, abgesehen davon, dass ich mir selbst über die Dinge rund ums Schreiben Gedanken mache, dass ich damit zugleich Lesern und Autoren Einblick in meine Arbeitsweise gebe.

In der heutigen Frage dreht es sich um Charakterbögen. Und das ist wieder so ein Thema, wo ich mit meiner chaotischen Arbeitsweise völlig aus der Norm falle und von gefühlt 90% meiner Kollegen als chaotisch und inkompetent betrachtet werde. So sehr ich Ersterem zustimme, möchte ich mich zu Letzterem nicht äußern.

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Nein, ich benutze keine Charakterbögen. Ich habe noch nie welche benutzt. Und bis vor ein oder zwei Jahren, wusste ich nicht einmal, was das ist. (Ich schreibe schon viel länger als das, so 20 Jahre ca., und ich habe bis jetzt wunderbar ohne überlebt).

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