Schlagwort: Unter tausend schwarzen Sonnen

Von missglückten Aprilscherzen, nackten Tatsachen und echten Zukunftsplänen

Die besten Lügen sind bekanntlich jene, die mit einem Hauch Wahrheit gespickt sind. Ich bin kein Mensch, der lügt, aber am 1. April erlaube ich mir hier gerne mal eine Ausnahme und lasse meinen inneren Schalk raus. Weil es immer wieder Spaß macht. Letztes Jahr habe ich ja anscheinend einigen mit meiner Ankündigung, von nun an nur noch Lightbringer-Fanfiction zu schreiben, einen Schrecken eingejagt – etwas womit ich so überhaupt nicht gerechnet hatte.

Der böse Aprilscherz: Was bisher geschah

Auch dieses Jahr versuchte ich es mit einer Halbwahrheit. Die Idee kam mir spontan, nachdem ich am Abend zuvor per Post Rückmeldung von einer Testleserin meines englischen Projekts erhalten hatte. Jene Testleserin (zweisprachig aufgewachsen) hat sich so sehr für mein gutes Englisch begeistert, dass der Ostersamstag zu einer kleinen Feier ausartete. Und diese freudige Begebenheit veranlasste mich Ostersonntagmorgen spontan zu folgendem Aprilscherz:

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Monatsrückblick März: Frühlingserwachen

Monatsrückblick März: Frühlingserwachen

Ich kann kaum glauben, dass seit meinem letzten ernsthaften Blogartikel ein Monat vergangen ist. Ich dachte immer, der Februar sei kurz, aber der März ist nur so dahingeflogen.

Im vergangenen Monat ist so viel passiert, wie in sonst nicht einmal in einem Jahr. So kommt es mir zumindest vor. Mein Leben ist immer noch dasselbe, die Veränderungen fanden in mir statt. Ich weiß nicht, ob es der Frühling ist, oder die Tatsache, dass ich mit Mitte 30 an einem Punkt bin, an dem ich mein bisheriges Leben bewerte und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Zukunft in Frage stelle. (Ich glaube übrigens, dass eine solche Evaluierung alle paar Jahre sinnvoll und wichtig ist)

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„Aber dadurch wird er doch erst zu dem Charakter, den du liebst“ – eine Mutmach-Geschichte #wirsindtraumfaenger

Diesen Monat nehme ich an der Wir sind Traumfänger-Challenge von der wundervollen Annika Bühnemann teil. In dieser Challenge geht es um die Liebe zu Büchern und Geschichten oder dem geschriebenen Wort an sich. Denn mit Büchern fängt man Träume ein. Es ist egal, ob man als Autor oder Leser daran teilnimmt. Den ganzen März über gibt es jeden Tag eine Aufgabe, die es auf möglichst kreative Weise zu erfüllen gilt.

Obwohl ich ’nur’ Fanfiction schreibe, habe ich mich entschlossen, mitzumachen. Denn auch ich fange mit meinen Geschichten sowohl meine Träume ein als auch, so scheint es zumindest, die Träume meiner Leser. Und als Leser kenne ich wiederum Bücher, die mich zum Träumen verleiten.

In der heutigen Aufgabe geht es darum, anderen Autoren Mut zu machen. Ich weiß nicht, ob die Geschichte, die ich für euch habe, am Thema vorbei ist, oder ob sie eher zu Tag 6 passt (und außerdem habe ich es nicht so mit hübschen Bildern mit Sprüchen drauf), aber so wie mir damals Mut gemacht wurde, kann ich vielleicht anderen Mut machen, die vor einem ähnlichen Problem stehen.

Also höret nun eine aufregende und spannende Geschichte:

„Aber dadurch wird er doch erst zu dem Charakter, den du liebst“

Vor ziemlich genau drei Jahren, im Frühjahr 2014, nahm ich zum ersten Mal an einem Schreibwettbewerb teil. Das Thema lautete „Für dich gehe ich bis ans Ende der Welt“ und man durfte sowohl mit Fanfiction als auch mit einer freien Arbeit daran teilnehmen. Ziemlich schnell hatte ich mich für eine Geschichte darüber entschieden, wie Takan Akkarin aus Sachaka folgt und zu seinem Diener wird. Dieses Thema hatte mich in den Büchern schon immer fasziniert, weil seine Motivation nicht einzig daraus zu resultieren scheint, dass er kein anderes Leben als die Sklaverei kennt.

Also schrieb ich diese Kurzgeschichte und dann kamen weitere Dinge hinzu, die dazu führten, dass mich das Thema fortan nicht mehr loslassen sollte.

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Monatsrückblick Februar – Karnevalseskapismus & Homecoming

Irgendwie ist der Februar einer dieser Monate, die viel zu schnell vergehen, und das nicht, weil er 2-3 Tage kürzer als die übrigen ist. Jetzt, wo ich den Monat Revue passieren lasse, fällt mir jedoch einiges ein, was sich in dieser Zeit in meinem Autorenleben getan hat. Insgesamt habe ich im Februar sogar recht viel geschafft, auch wenn ich insgesamt nicht so viele Kapitel überarbeitet habe, wie im Januar und Dezember. Aber Überarbeiten und eine Geschichte zu beenden ist eben mehr als nur Kapitel zu lesen und beim Lesen zu korrigieren.

Überarbeitungsstatus der ’Königsmörderin’

Auch diesen Monat konnte ich meinen Plan ein Kapitel pro Tag zu überarbeiten, nicht immer einhalten, was neben Arbeit und allgemeiner Müdigkeit auch davon abhängt, wie viel es bei einem Kapitel zu tun gibt. Da ich mich dem Ende nähere, gibt es in jedem Kapitel mehr zu tun, weil mehr Szenen angepasst oder aufgefüllt werden müssen. Die zweite Februar-Hälfte bestand weitgehend aus einer längeren ToDo-Liste für den Mittelteil, die vor dem Finale abgearbeitet werden wollte. Da ich nur die Mittagspausen und die zu kurzen Abende zur Verfügung hatte, zog sich das über eine Woche hin. Als ich anschließend mit den Folgekapiteln weitermachte, wurde mir schnell klar, dass für den weiteren Verlauf ein Brainstorming erforderlich war. Insbesondere für die Sachaka-Storyline, womit die letzte Februar-Woche dann auch gefüllt war.

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Umfrage zu Blog & Social Media – Ergebnisse

Vor etwas mehr als einem Monat habe ich eine Umfrage zu meinem Blog, meinen Geschichten und meinen Social Media Profilen gestartet. Die Ergebnisse waren, nun … interessant. Vor allem im Hinblick auf meine Follower und Leser, die wirklich aktiv oder interessiert dabei sind. Ganz besonders, wenn ich die Höchstanzahl der Stimmen mit jenen von meiner Umfrage zu Unter tausend schwarzen Sonnen – einer Geschichte, die mir sehr am Herzen liegt, aber nicht einmal mein Hauptprojekt ist – vergleiche, ist das Ergebnis ziemlich traurig und ernüchternd.

Ich weiß nicht genau, was ich mir von dieser Umfrage erhofft habe, oder inwiefern sie überhaupt repräsentativ ist. Fest steht nur, dass es meine Geschichten seit mehr als einem halben Jahr reichlich bescheiden laufen, obwohl ich alles versucht habe, was ich kann und mir zahlreiche Menschen erzählen, wie toll meine Geschichten doch wären. Daher ist meine Erwartung an die Umfrage, dass sie mir hilft, etwas an der Situation zu ändern. Ich bin es mir und meinem Bedürfnis, zu teilen, was mich bewegt und was ich liebe (meine Geschichten), darüber zu diskutieren und andere glücklich zu machen, schuldig, dass ich es noch einmal versuche. Denn sonst würde ich mich hinterher immer fragen, ob ich überhaupt alles versucht habe.

Daher kommen jetzt hier und für euch die Ergebnisse und was ich gedenke, damit zu tun. Eine Gesamtübersicht der Ergebnisse gibt es zu jeder Frage als Bild.

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Monatsrückblick Januar 2017

Monatsrückblick Januar 2017

Um irgendwie eine Struktur und Regelmäßigkeit in die Updates zu meinen Projekten zu bekommen, versuche ich von nun an, am Ende jedes Monats einen kurzen Bericht darüber zu geben, was ich in dieser Zeit geschafft habe. Damit wisst ihr, woran ich gerade arbeite und welche Schwierigkeiten und Highlights dabei aufgetreten sind. Und für mich ist es eine Bestätigung, dass ich tatsächlich etwas geschafft habe.

Mittlerweile bin ich mit meiner Überarbeitung der ’Königsmörderin’ bei Kapitel 32 angelangt. Mein Plan, ein Kapitel pro Tag zu überarbeiten, ließ sich weitgehend umsetzen, wobei es zwischendurch Tage gab, an denen das aus verschiedenen Gründen nicht möglich war und nicht etwa, weil ich der aktuellen Lektüre (Lightbringer) den Vortritt gegeben hätte (obwohl die Versuchung groß war):

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Das verflixte siebte Jahr – Lady Soneas schriftstellerischer und fangirlischer Jahresrückblick 2016

Kennt ihr das? Ihr sagt euch xxxx wird euer Jahr und seid hinterher bitter enttäuscht? Etwas Derartiges dachte ich von 2015 und im Nachhinein denke ich mir nur Schwamm drüber und sagte mir: „2016 wird mein Jahr!“ Aber abgesehen davon, dass in diesem Jahr viele meiner Kindheitshelden und Berühmtheiten, die mein Leben lang einfach nur ’’da’’ waren, starben, war 2016 keine solche Katastrophe wie 2015, auch wenn es seine eigenen Tiefpunkte hatte.

Aber es gab auch viel Schönes. Und nicht zuletzt hatten Akkarin und ich im August unser Siebenjähr – äh, meine ’’Karriere’’ als Fanfiction-Autorin ging dieses Jahr in ihr siebtes Jahr. Und wie wir alle wissen, ist das siebte Jahr das Jahr, in dem alles passieren kann.

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Von Neid, Angst und Unsicherheit und dem Bedürfnis alles hinschmeißen zu wollen

Von Neid, Angst und Unsicherheit und dem Bedürfnis alles hinschmeißen zu wollen

Eigentlich sollte es in diesem Artikel um einen Artikel des Autors Sven Hensel gehen, den ich heute Morgen gelesen habe und der mich sehr nachdenklich gestimmt hat. In jenem Artikel geht es um Neid unter Autoren, wo dessen Ursachen liegen und wie man damit umgehen kann.

Dieser Artikel löste eine ganze Kettenreaktion unerwünschte Emotionen aus, angefangen von der Erkenntnis, dass ich gegenüber anderen Autoren in meinem Fandom einen unausgesprochenen Neid empfinde, über das Begreifen, dass dieser aus Ängsten und Selbstzweifeln resultiert, was schließlich in dem unbändigen Bedürfnis endete, alles hinzuschmeißen, weil es ohnehin keinen Zweck hat.

Und dabei ging mir auf, dass es nicht mit der Zeit besser wird, weil ich abhärte und mit Niederlagen und Reviewflauten umzugehen lerne. Im Gegenteil. Es wird schlimmer. Weil ich mit jedem Mal sensibler werde, bis meine Ängste und Zweifel mich zu ersticken drohen.

Ich höre schon wieder diejenigen, die mir sagen, dass ich doch überhaupt keinen Grund habe, neidisch zu sein, weil meine Geschichten doch so viel besser wären, als die durchschnittliche Fanfiction. Aber zählt das in diesem Genre? Ist in einem Genre, in dem die meisten Leser Fanfictions lesen wollen, überhaupt Platz für Geschichten wie meine?

Oft habe ich das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen. Ich habe das Gefühl, dass ich mir noch so den Arsch aufreißen kann, um gute in-canon Geschichten abzuliefern – Geschichten, die den Geist des Originals leben – und kann damit weder den typischen Fanfiction-Leser noch die nicht-Fanfiction-Leser erreichen. Weil meine Geschichten weder klassische Fanfictions noch echte Bücher sind. Von einhundert potentiellen Lesern (= Fans des Originals) kann ich gefühlt einen für meine Geschichten begeistern. Die anderen lesen vermutlich lieber klassische Fanfictions oder echte Bücher. 1/100 mag für andere nach Erfolg klingen. Für mich schmeckt es nach Versagen.

So fühlt es sich zumindest an.

Auch fühlt es sich an, als müsste ich darum kämpfen, die Leser zu halten. Ich bemühe mich, regelmäßige Updates über meinen Schreibprozess auf Twitter, FB und meinem Blog zu posten, veröffentliche Leseproben und kleine Textausschnitte. Ich antworte freudig auf Reviews und Mails, habe es ohne einleitendes Blabla vor einem neuen Kapitel versucht, sowie mit einleitendem Blabla und Danksagungen an die Reviewschreiber. Ich habe es ohne Fragen am Ende der Kapitel versucht, mit Fragen und sogar mit dem wiederholten Hinweis, dass diese optional sind, weil ich den Eindruck hatte, dass sie auf einige Leser eher verunsichernd wirken,

Vielleicht bin ich zu ungeduldig, aber seit dem Ende von ’Die zwei Könige’ ist das Interesse an meiner alternativen Fortsetzung bemerkenswert rückläufig. Bei ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ ist es ähnlich. In den vergangenen beiden Monaten war ich wiederholt kurz davor, die Geschichte ein drittes Mal abzubrechen und habe mich dann (obwohl es mich zu viel meiner Kraft kostet) dazu entschieden, die Geschichte noch zu Ende zu bringen und anschließend zu pausieren.

Im Augenblick fällt es mir schwer, diese Kraft weiterhin aufzubringen. Wenn ich bei einer der fraglichen Geschichten ein Review pro Kapitel bekomme, kann ich mich schon glücklich schätzen. Ich weiß, dass andere Autoren froh wären, überhaupt einmal ein Review zu bekommen, aber ich weiß, dass es bei mir einmal anders war.

Ich kann es nicht als vorübergehende Reviewflaute abhaken, auch wenn ich das gerne würde. Es wirft in mir die Frage auf, ob die Geschichten überhaupt noch etwas taugen. Es verursacht Angst.

Die Angst, hinter vorgehaltener Hand für meine Geschichten ausgelacht zu werden.

Die Angst, nicht zu genügen.

Und die Angst, versagt zu haben.

Im Hinblick auf ’Schwärzer als die Nacht’ bereitet mir das jetzt schon Bauchschmerzen. Und doch habe ich den Start auf nächsten Januar angesetzt, weil mir die Geschichte wichtig genug ist, um ihr diese Chance zu geben. Als wenn es mich der aktuelle Verlauf von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ nicht schon genug plagen würde, frage ich mich zugleich, ob die dreimonatige Pause bis zur Fortsetzung eine so gute Idee ist. Was, wenn sie mich auch den Rest der Leser kostet, die noch still mitlesen? Was, wenn in dieser Zeit eine andere Geschichte gepostet wird, die diese in den Schatten steht? Was, wenn eine lange vernachlässigte, aber einst beliebte Geschichte wieder aufgegriffen wird? Was, wenn meine Geschichten sich allmählich ausgelutscht haben?

Ihr seht es vermutlich schon: Neid, Zweifel und Ängste lassen wieder grüßen.

Mit ’Yukai’ ist es ähnlich. Hier frage ich mich, ob der 3. Teil die Erwartungen der Leser überhaupt noch halten kann, nachdem ’Die zwei Könige’ so voll mit Drama war. Meine Testleser, obwohl ich ihrem Urteil absolut vertraue, können dabei auch nur bedingt Abhilfe verschaffen. Sie können mich darin bestärken, dass ich mir keinen Schrott zusammengeschrieben habe. Aber sie können nicht verhindern, dass ich mich vor dem Rest entblößt fühle. Als würde ich nackt vor eine Menschenmenge stellen und alle würden mich nur anstarren oder hinter vorgehaltener Hand tuscheln.

Die Angst, Leser zu verlieren ist immer präsent. So wie die Angst vor Kritik, die Angst nicht wahrgenommen zu werden und die Angst zerrissen zu werden. Bei jeder neuen Geschichte. Bei jeder Reviewflaute

Meine Zielgruppe ist sehr klein, obwohl ich mich durch Social Media bemühe, sowohl die typischen Fanfiction-Leser, als auch nicht Nicht-Fanfiction-Leser zu erreichen. Aber das ist häufig eher mit Frust als mit Spaß verbunden. Und mit der Angst, den Leuten auf die Nerven zu gehen.

Und damit beißt sich die Katze in den Schwanz. Und damit kommt der Neid. Egal, ob die anderen wirklich beliebter und erfolgreicher sind oder bessere Geschichten schreiben, sie werden als potentielle Bedrohung angesehen, was bei genauerem Betrachten idiotisch ist. Sven hat das in seinem Artikel sehr schön beschrieben und ich kann es aus meiner Erfahrung nur unterschreiben.

Manchmal droht dieser Kampf mich aufzufressen. Ich versuche, Content zu posten, freudig und ausführlich auf Mails und Reviews zu antworten und die Leser auf dem Laufenden zu halten. Aber wenn ich mir ansehe, wie es gerade wieder einmal bei meinen aktuellen Geschichten läuft, möchte ich mich lieber tröstend unter der Dusche umarmen, als mich weiterhin fröhlich zu geben. Und dann möchte ich am liebsten alles hinschmeißen und nur noch für mich schreiben. Wissend, dass mich das auf Dauer auch nicht glücklich machen würde, weil das Bedürfnis zu teilen, was mich bewegt und erfüllt zu groß ist.

Wenn es mir so geht wie heute, dann glaube ich, dass es ein Fehler war, meine Geschichten zu veröffentlichen. Es wirft die Frage auf, ob ich für diesen ’Job’ überhaupt geeignet bin. So glücklich es mich macht, wenn ich andere glücklich machen kann, so häufig frisst es mich auf, macht mich verletzlich und stürzt mich in Selbstzweifel, die ich nicht hatte, als ich meine einzige Leserin war.

Vielleicht hätte ich es einfach lassen sollen. Ich wusste schon, als ich erstmals mit dem Gedanken spielte, meine Geschichten zu veröffentlichen, dass ich dem nicht gewachsen bin. Dass ich zu sensibel bin. Dass ich vielleicht daran kaputtgehe. Ich habe es trotzdem getan. Und jetzt stecke ich zu tief drin, als dass ich unbeschadet wieder aus der Sache rauskomme. Ich könnte mein Profil auf FF.de löschen, den Blog einstampfen und meine Social Media Profile löschen. Aber damit würde ich mir mindestens ebenso weh tun, als wenn ich es bis zum bitteren Ende durchziehe.

Diesen Schritt würde ich nur tun, wenn Weitermachen meiner Gesundheit zu massiv schaden würde. Ich hoffe zu sehr darauf, dass es eines Tages besser wird oder dass ich irgendwann endlich daran wachse. Für den Augenblick geht es mir damit jedoch schlecht und ich versuche nach dem Motto „The Show Must Go On“ weiterzumachen.

Was bleibt also?

Ich weiß, woher mein Neid kommt. Ich weiß, woher die Selbstzweifel kommen. Aber das löst das Problem für mich nicht. Ich kann mir noch so sehr vor Augen führen, was ich mit meinen Geschichten alles schon erreicht habe, mir ins Gedächtnis rufen, dass ich auf die Meinung und Kompetenz meiner Testleser vertrauen kann – es wird nicht gegen die Angst helfen, nicht wahrgenommen zu werden, nicht zu genügen und dass meine Geschichten nicht taugen, um die vielen Fans der Bücher zu erreichen. Es wird das Gefühl bleiben, mich auf unangenehme Weise zu entblößen, weil ich mit meinem Geschichten sehr Persönliches von mir preisgebe und mein Innerstes nach außen kehre.

Vielen Dank fürs Lesen.

PS: Falls jemand den ultimativen Tipp hat, wie man als hochsensibler Autor mit solchen Dingen umgehen kann, nur her damit. Was das betrifft, bin ich mit meinem Latein allmählich am Ende.

Starttermin für Teil 2 der Akkarin-Trilogie steht endlich

Nachdem ich euch gestern mit den Covern bombardiert und in der Zeit davor bei einigen von euch Andeutungen gemacht habe, dass Teil 2 meiner der Schwarze-Sonnen-Trilogie*, wie meine Trilogie über Akkarin jetzt offiziell heißt, fürchte ich, dass ich euch eine Erklärung schuldig bin.

Teil 2, der, um ins Namenskonzept zu passen, jetzt offiziell unter dem Titel ’Schwärzer als die Nacht’ läuft wird nicht wie geplant am 18. Oktober starten.

Der Grund ist folgender:

Vor ca. drei Wochen habe ich von einer der beiden Testleserinnen, denen ich die Geschichte schon geschickt hatte, das Feedback zu den ersten 10 Kapitelb bekommen, wobei sich herausstellte, dass noch einiges an der Geschichte getan werden muss. Beim Schreiben habe ich mich so sehr auf Akkarins Entwicklung konzentriert, dass mir dabei ein paar andere Dinge, die jedoch wichtig sind, um die Geschichte rund zu machen, durch die Lappen gegangen sind.

Das ist mir in dieser Form noch nie passiert und ich denke, das hat zum Teil auch mit meiner persönlichen Situation zu tun, als ich die Geschichte vergangenes Jahr schrieb. Weil ich bei Akkarin etwas heilen wollte, was ich bei einem anderen Menschen nicht heilen kann. Zudem war die Überarbeitung im April dank meines Stalkers eine regelrechte Katastrophe.

Daraufhin sagte ich der zweiten Testleserin, sie solle mit dem Lesen warten, bis ich die Anmerkungen übernommen habe – was sie zum Glück nicht getan hat. Eine weitere Meinung zu bekommen, war sehr hilfreich und ich bin den beiden Damen für ihre Arbeit und ihre Geduld in Bezug auf meinen Diskussionsbedarf zutiefst dankbar.

Also habe ich die vergangenen zweieinhalb Wochen mit der mittlerweile dritten Überarbeitung verbracht. Dieses Wochenende habe ich beiden noch einmal die ersten 10 Kapitel geschickt, weil ich unsicher war, ob ich sie nicht verschlimmbessert habe. Gerade in der ersten Woche der Überarbeitung hat mich das wiederholt in Selbstzweifel gestürzt. Ich habe mich gefragt, ob ich mit einer Geschichte über Akkarin an die Grenzen meines Schreibtalents stoße, oder ob ich in Wirklichkeit genauso schlimm bin, wie jene, über die ich mich so gerne im Stillen ärgere.

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Lady Sonea proudly presents Cover & Teaser

Hallo ihr lieben Leser,

Die letzten Tage meines kleinen Schreiburlaubs habe ich weniger mit Schreiben als mit dem Erstellen von Covern und anderen kleinen Appetizern verbracht  und bin darüber regelrecht in einen Rausch geraten. Normalerweise bin ich, was das Anpreisen meiner Geschichten angeht, eher zurückhaltend, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mich nicht länger verstecken brauche. In den letzten drei Jahren wurde mir so häufig gesagt, dass meine Geschichten weniger Fanfictions, sondern Fantasybücher auf hohem Niveau sind, dass ich allmählich anfange es zu glauben.

Außerdem hat mir das aus einer kleinen Sinnkrise bezüglich des Schreibens wieder herausgeholfen.

Während ich für die Appetizer in Form kleiner Zitate aus meiner Fotosession von vor anderthalb Jahren schöpfen konnte, habe ich für die Cover ein wenig Geld investiert, weil es keine kostenlosen lizenzfreien Bilder nach meinen Vorstellungen gab. Aber das war es mir wert. Professionell erstellte Cover hätten mich weitaus mehr gekostet und, sofern ich nicht im Lotto gewinne oder auf andere, ehrliche Weise plötzlich zu viel Geld komme, werde ich das allenfalls in Erwägung ziehen, wenn ich eines Tages einen richtigen Roman schreibe und Selfpublishing betreibe.

Generell bin ich im Designen und im Umgang mit den entsprechenden Tools zutiefst unfähig, aber irgendwie ist es mir mit Canva.com und ein wenig Hilfe von Gimp gelungen, schöne Cover und Appetizer zu erstellen.

Die Cover habe ich bereits auf den Seiten der jeweiligen Geschichten mit Direktlinks nach Fanfiktion.de eingebaut.

Bewundern könnt ihr sie in ihrer vollen Pracht auch hier – ihr seid herzlich eingeladen, euch durch die Gallerie zu klicken:

Alle bis auf das Schwarz-Weiß-Cover von ’Schwärzer als die Nacht’ sind aus Bild-Archiven. Jenes Bild ist von Canavan-Wiki und diente bereits letztes Jahr als Cover im CampNaNoWriMo. Die ZeichnerIn hat der Weiterverwendung zugestimmt. Es ist sozusagen echte Akkarin-Fanart und ich muss sagen, dass es eine der wenigen guten ist, die ich je gesehen habe.

In Zuge meiner Bastelaktion habe ich heute Nachmittag auch noch einmal das Cover von ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ aktualisiert, das ich heute schon an den Link zum neuen Kapitel auf FB und Twitter gehangen habe.

Außerdem habe ich ’Werbe-Poster’ für ’Der Spion’ und ’Unter tausend schwarzen Sonnen’ erstellt.

Weitere Poster dieser Art werde ich bei Gelegenheit erstellen, allerdings weiß ich nicht, wie viel Sinn das macht, wenn neue Leser erst einmal Teil 1 lesen müssen. Und während diesem entscheidet sich häufig, ob man dabei bleibt oder nicht.

Ich hoffe, die Resultate meines kleinen Schreiburlaubs gefallen euch ein wenig. Falls ihr für meine Geschichten irgendwo Werbung machen wollt,  so könnt ihr diese Bilder dafür verwenden und zu der jeweiligen Geschichte auf FF.de verlinken. Aber tut mir und euch selbst dabei einen Gefallen: Nervt die Leute nicht, denn zu viel Werbung macht unbeliebt  😉

Im diesen Sinne wünsche ich euch noch ein tolles, restliches Spätsommerwochenende  <3