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Was ich momentan so treibe

Um mich ist es relativ ruhig geworden und das nicht nur wegen meines vor über einem Jahr begonnenen Rückzugs aus den sozialen Medien oder weil ich es geschafft habe, diesen Winter nicht nur zum ersten Mal überhaupt, sondern gleich ganze dreimal Grippe zu bekommen. Nein, ich stecke tief im abgrundtiefen Höllenschlund der Überarbeitung meines englischen Projekts. Das heißt, ich lebe noch. Irgendwie.

Diese Woche ward es ziemlich genau ein Jahr, dass ich die Idee zu dem Projekt hatte, das offiziell unter dem Namen „The Project which may not be named“ läuft und von dem außer mir nur eine Handvoll Personen wissen, was sich dahinter verbirgt. Ein Jahr, das mich sehr verändert hat, in dem ich viel gelernt habe und das mich in vielen Dingen weitergebracht hat. Schon lange wollte ich einen nicht-wissenschaftlichen Text auf Englisch schreiben. Weil ich fast nur noch auf Englisch lese, fühlt sich das natürlich an. Mittlerweile wünschte ich, mein Englisch wäre gut genug gewesen, um meine Fanfictions darin zu verfassen, als ich 2009 anfing, den Spion zu schreiben. Vor ein paar Jahren habe ich sogar versucht, den „Spion“ zu übersetzen – und nach ein paar Kapiteln frustriert aufgegeben. Allerdings unterscheidet sich Übersetzen erheblich von Neuschreiben. Vor einem Jahr sah ich diese Chance nun gekommen, nicht dass mir das Projekt eine Wahl gelassen hätte.

In diesem einen Jahr habe ich unglaublich viel über Sprache gelernt. Beim Lesen achte ich immer darauf, wie andere Autoren formulieren, und versuche daraus möglichst viel für mich zu ziehen. Das macht Spaß, ist aber häufig mit Ehrfurcht und darauffolgender Ernüchterung verbunden, wenn ich erkenne, dass ich so nicht einmal auf Deutsch schreiben könnte. Die Erweiterung meiner Sprachkenntnisse war jedoch nicht das Einzige, wo sich Wissen gehäuft hat und ich Neues gelernt habe, und ich wünschte mein Hirn wäre eine Festplatte mit unendlicher Speicherkapazität.

Aber es war auch ein Jahr voll mit Höhenflügen und schlimmsten Selbstzweifel. An manchen Tagen denke ich „Wow! Das ist das geilste, das du je geschrieben hast!“, während ich es an anderen Tagen für den allerletzten Scheiß halte. Continue reading „Was ich momentan so treibe“