So etwas wie ein Update

Lange ist es her, dass ich hier zuletzt etwas gepostet habe und für die nächste Zeit wird das vermutlich auch noch so bleiben, da ich nach wie vor nicht in der Welt der schwarzen Magier verweile und es daher auch nur wenig zu berichten gibt.

Über den Sommer hat sich bei mir viel verändert. Ich arbeite aktiv an den diversen Baustellen in meinem Leben. Um mich zu entstressen und mehr Zeit für mich zu haben, habe ich mich von einigen Dingen und Aufgaben getrennt. Darauf will ich jedoch nicht näher eingehen, weil nicht alles davon schon offiziell ist und manches erst im nächsten oder übernächsten Jahr geschehen wird. Für meinen inneren Ausgleich habe ich zudem mit Yoga angefangen und mache das nun mittlerweile fast täglich.

Leider bedeutet mehr Zeit für mich auch weniger Zeit, um an meinen Schreibprojekten zu arbeiten. Ich glaube jedoch, dass diese Zeit gut investiert ist. Was nützt es mir, wie eine Besessene am Laptop zu sitzen und doch nichts zustande zu bringen, weil ich zu sehr unter Strom stehe oder mental so erschöpft bin, dass ich mich selbst blockiere und meine Zeit verschwende? Als ich noch weniger Zeit ins Schreiben investiert habe, hat es ja auch funktioniert.

Inzwischen habe ich mich ganz gut mit der Umstellung arrangiert. Im Sommer sah das noch anders aus. Das Juli-Camp war für meine Verhältnisse eine Katastrophe. Von außen betrachtet scheint das anders, ich habe immerhin 120,000 Wörter herausgeschunden – für mich wenig, aber angesichts der Umstände, in denen ich mich befand, ein gutes Resultat. Schreibcamps haben die Neigung unter widrigen Umständen stattzufinden. Im Juli ging waren diese jedoch widriger denn je.

Der Fortschritt an meinem Projekt war über den Sommer so träge wie der Jetstream auf der Nordhalbkugel. Und ironischerweise besserte sich beides zum Herbst hin. Anfang des Jahres sahen meine Pläne für den Herbst noch anders aus. Ich wollte „Das Erbe 2“ weiterschreiben. Schon im Sommer sah es so aus, als müsste ich diesen Plan auf nächstes Jahr verschieben. Jetzt, wo der NaNoWriMo vor der Tür steht, wird es Zeit, Klartext zu reden.

Ich bin im Sommer nicht so weit gekommen, wie ich wollte. Teil 2 meines englischen Projekts hat sich auf Grund der Fülle an Ereignissen als Teil 2+3 herausgestellt und beide gehören inhaltlich so eng zusammen, dass ich die Arbeit daran nicht für mehrere Monate unterbrechen möchte. Ich weiß nicht, wie gut das nachvollziehbar ist für Leute, die nicht schreiben. Zwischen zwei Projekten zu wechseln ist eine super Sache, weil es den Kopf freimacht und neue Ideen bringt, aber dazu muss auch der Zeitpunkt stimmen. Ideal ist es zu wechseln, wenn man an einer Stelle feststeckt oder einem die Ideen ausgehen. Oder wenn man nach Beenden des Drafts eine Pause braucht, um mit frischem Kopf die Überarbeitung anzugehen. Davon bin ich jedoch weit entfernt. Im November werde ich Teil 2 zu Ende schreiben und anschließend soviel von Teil 3 schreiben, wie ich schaffe. Ich bin sehr motiviert und voller Ideen und freue mich auf den November wie schon lange nicht mehr. Danach ist ein guter Zeitpunkt, die Ideen erst einmal reifen zu lassen.

Zu den schwarzen Magiern werde ich dennoch nicht sofort zurückkehren. Im Winter steht noch einmal eine erneute Überarbeitung von Teil 1 an. Meine Testlesersuche im Mai war ein wenig verfrüht und so gesehen ist es gut, dass sich nur eine Person für den Job gemeldet hat. Ich denke nicht, dass ich euch erneut damit behelligen werde, weil sich hier mittlerweile ein paar andere Möglichkeiten aufgetan haben.

Noch sind meine Pläne für danach noch vage. Vielleicht werde ich im Anschluss an die Überarbeitung von Teil 1 zunächst Teil 2 und 3 überarbeiten und Teil 3 anschließend zu Ende schreiben. Mit Sicherheit kann ich jedoch sagen, dass ich mich im nächsten Sommer, vielleicht schon ab Mai/Juni mich wieder in „Das Erbe 2“ einlesen werde und diesen Teil anschließend zu Ende schreibe. Vielleicht mit „Das Erbe 3“ im Anschluss. Das hängt davon ab, wann ich beginnen kann und wie viel Einlesen und Überarbeiten ich von dem bisher geschriebenen Teil von „Das Erbe 2“ vornehmen muss.

Eine gute Nachricht gibt es dennoch. Letzte Woche habe ich darüber auch auf Facebook geschrieben: Durch meinen Herbsturlaub hatte ich Zeit und Muße mit den beiden Bonusszenen zu „Yukai“ zu beginnen. Diese sind die Wünsche der Gewinnerinnen meines Quiz „Wer hat die Eskorte von Sonea und Dannyl getötet?“ Eine Szene ist mehr oder weniger fertig. Die zweite werde ich im Dezember schreiben. Vielleicht sogar im November, sollte mich der Hafer stechen. Hat letztes Jahr schließlich auch wunderbar funktioniert. In jedem Fall gedenke ich, die beiden Szenen noch dieses Jahr zu posten, so dass ich „Yukai“ auf Fanfiktion.de auf „fertiggestellt“ setzen kann. Eine dieser Szenen ist eine Ergänzung zu einem tragischen Ereignis, das nach der Konferenz stattfindet. Die andere Szene spielt einige Monate nach dem Epilog und macht ein paar kleine Anspielungen auf die zweite Trilogie. Stellt es euch ein wenig wie den Abspann eines Marvel-Films vor.

Ich habe noch keine Ahnung, wie der November wird. Ich bin mit einem anderen Account und in einer anderen Community unterwegs und werde nicht ganz so astronomische Wordcounts wie in früheren NaNoWriMos schreiben. Zum einen auf Grund der Sprache, zum anderen durch die etwas geringere Zeit, die ich zum Schreiben zur Verfügung habe. Ich muss mir nicht jedes Jahr beweisen, dass ich wie ein Badass 220-250k in einem Monat schreiben kann. Trotz Job, Katzen und Sport. Ich fühle mich ruhiger, entspannter und zentrierter und frei von dem Leistungsdruck früherer Jahre. Ich lasse einfach auf mich zukommen, wie viel Zeit und Energie ich tatsächlich in den NaNoWriMo stecken kann und mein sensibles Ego ist glücklich, wenn es besser läuft als im Sommer. Vielleicht stelle ich nächstes Jahr einen neuen Rekord auf, wenn ich an den schwarzen Magiern weiterschreibe. Wer weiß …

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