Blogumzug, Notbremse und Leseproben zur Königsmörderin

In meinem letzen Blogartikel hatte ich eine Sommerpause für den Blog angekündigt. Und dass ich vorher noch ein paar Neuigkeiten zur Folgetrilogie von „Die Bürde der schwarzen Magier“ posten will. Seitdem hat sich bei mir einiges getan. Und nicht alles davon zum Guten.

Blogumzug

Das neue Datenschutzgesetz (DSGVO) hat mich dazu gezwungen, meinen Blog auf wordpress.com zu schließen und zum Selbsthosting zu wechseln. Denn leider bietet wordpress.com die notwendigen Tools, um den Blog dsgvo-konform zu machen, nur für den teuersten Tarif an. Alle anderen bleiben auf der Strecke.

Der Umzug und alle damit verbundenen Arbeiten (z.B. das Selbsthosten von Google Fonts, das ändern sämtlicher externer Links, die unter anderem auf dem Sachakanisch-Dictionary weisen) haben mich fast eine Woche meines Urlaubs und ungezählte Nerven gekostet. Zeit, die eigentlich für meine Schreibprojekte eingeplant war. Ich will nicht wissen, wie viel länger ich gebraucht hätte, wenn ich einen anderen Brotjob hätte.

Der neue Blog hat einige Features weniger. Es gibt keine Möglichkeit mehr, Beiträge zu liken oder per Plugin in Social Media zu teilen. Wenn ihr sie teilen wollt, dann müsst ihr ganz altmodisch den Link kopieren und bei Facebook, Twitter etc. in euren Post einbinden. Auch können WordPress-User dem Blog nicht mehr über das WordPress-Folge-Plugin folgen. Das geht jetzt nur noch per Mail. Hintergrund: Ich kann diese Features von WordPress.com einbinden, habe dann aber zahlreiche Third-Party-Requests von WordPress.com und den dafür verwendeten Plugins, dass es nicht mehr dsgvo-konform ist. Und die Teilen-Buttons sind sowieso momentan umstritten.

Ihr könnt dem Blog per e-Mail folgen und ihr könnt kommentieren. Beides ist nur mit Abhaken einer Checkbox möglich, die auf eine einschlägige Datenschutzrichtlinie hinweist, die ihr lesen oder es auch lassen könnt. Denn seien wir ehrlich: Was mich vor dem 25. Mai nicht interessiert hat, interessiert mich auch nach dem 25. Mai nicht.

Lady Sonea zieht die Notbremse

Und natürlich hat mir das Leben gleich anschließend noch einen reingewürgt. Kaum, dass mein Urlaub vorbei war, habe ich mir eine Virusinfektion eingefangen, mit der ich jetzt wieder einmal mehr oder weniger flachliege. Mitten im Sommer! Nachdem ich diesen Winter schon dreimal Grippe hatte, hatte ich eigentlich gehofft, dass das jetzt ausgestanden ist, doch ich habe es seitdem weder geschafft, Stress zu reduzieren, noch mehr auf meinen Körper zu achten. Dazu kommen noch diverse andere Symptome, die alle auf Stress zurückzuführen sind, weil ich verlernt habe, die Warnsignale wahrzunehmen. Das darf so nicht weitergehen.

Seit Monaten oder eigentlich schon seit einigen Jahren existiere ich mehr, als dass ich lebe. Vor jedem Schreibcamp arbeite ich alles ab, was ich in dieser Zeit nicht machen will, um mich einen Monat lang aufs Schreiben zu konzentrieren. Ich lade zwei Geschichten parallel hoch, korrigiere vorab noch einmal die Kapitel, überlege mir für jedes Fragen und suche Teaser raus und poste diese. Bei jedem neuen Kapitel schlage ich mich mit der Formatierung herum, wenn ich es hochlade, weil der Editor bei FF.de Tags einbaut, die ich aufräumen muss. Und natürlich nehme ich mir Zeit, um Reviews zu beantworten.

Aber das alles kostet Zeit. Es ist nicht die einzige Baustelle in meinem Leben, die ich angehen muss, aber es ist eine, die ich leicht angehen kann, um mehr Energie für die eigentlichen Probleme zu haben. Darunter eine Beziehung, die seit drei Jahren auf Pause steht. Oft bin ich so auf meine Todo-Listen fixiert, dass ich darüber vergesse abzuschalten, zu leben. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich meinen letzten Kreativitätsflow für eine meiner Geschichten hatte. Ich glaube, das war bei einem Weihnachtsspaziergang und es ging um mein englisches Projekt. Aber das ist auch das einzige seiner Art auf weiter Flur. Früher hatte ich so etwas andauernd. Früher, bevor es nur noch um Todo-Listen ging, die abgearbeitet werden müssen, bevor ich schreiben kann.

Manchmal in ruhigen Momenten frage ich mich, wie ich das alles bewältigen soll. Meinen Brotjob und meinen anderen Vollzeitjob aka das Schreiben. Auf der Arbeit mache ich ständig Fehler, weil ich nicht richtig bei der Sache bin. Seit zwei oder drei Jahren schlafe ich unter der Woche oft nur fünf Stunden pro Nacht. Das ist viel zu wenig und ungesund. Aber irgendwie muss ich alles unter einen Hut bekommen.

Daher habe ich eine schwere, aber für mich notwendige Entscheidung getroffen:

In Zukunft werde ich nur noch eine Geschichte hochladen. Mich jede Woche um zwei Geschichten zu kümmern, ist einfach zu viel. Als ich in meinem Urlaub die eine vergessen hatte, habe ich gemerkt, wie viel mehr Zeit ich auf einmal habe und wie gut mir das tut. Leider war das während des Blogumzugs, also keine Zeit für Schreibprojekte, aber es war eine unglaubliche Entlastung.

Was heißt das jetzt genau?

Da Das Heiligtum von Yukai nur noch wenige Kapitel hat, hat dieses Vorrang. Das heißt, ich werde Der Zorn der schwarzen Sonnen bis dahin aussetzen. Wenn ich mit „Yukai“ durch bin, geht Akkarins Geschichte weiter. Und wenn diese zu Ende ist, beginnt Das Erbe der schwarzen Magier I – Die Königsmörderin.

  • Am 16. Juni kommt das letzte Kapitel von Der Zorn der schwarzen Sonnen, bevor diese Geschichte in Sommerpause geht.

  • Anfang August kommt der Epilog von „Yukai“ und Mitte August das Kapitel mit den Dorrien-Szenen.

  • Am 1. September geht Der Zorn der schwarzen Sonnen wie gehabt jeden Sonntag weiter. Über Weihnachten wird es wie immer eine Weihnachtspause geben. Evtl. auch über den NaNoWriMo im November, weil ich schon seit mehreren Schreibcamps merke, dass es ziemlich hart ist, mich gleichzeitlich auch noch ums Hochladen etc. zu kümmern. Aber das werde ich entscheiden, wenn es soweit ist.

  • Wenn „Der Zorn der schwarzen Sonnen“ zu Ende ist, beginnt Das Erbe der schwarzen Magier I – Die Königsmörderin. Nach meiner momentanen Planung wäre das am 4. Juni 2019, also in fast einem Jahr. Dieser Termin kann sich allerdings noch nach vorne verschieben, je nachdem wie sich die Dinge entwickeln.

Viele von euch werden jetzt vermutlich enttäuscht oder sauer sein. Ich bekomme schon oft genug zu hören, dass ich die Fortsetzung doch wöchentlich posten soll, was ich aus Gründen abgelehnt habe, die mich jetzt mit ihrer vollen Wucht treffen. Ich kann auf solche Wünsche keine Rücksicht nehmen. Wenn ich zu gestresst bin, weil ich zu viele Dinge auf einmal will, dann kann ich nicht schreiben und davon habt ihr dann nichts.

Es gibt auch weitere Baustellen, die ich angehen muss und angehen werde. Diese betreffen hauptsächlich mein Privatleben und wie ich mehr Erholung in meinen Tagesablauf bekomme und weniger am Laptop sitze. Social Media habe ich bereits drastisch reduziert, aber auch das ist nur ein kleiner Tropfen auf dem heiße Stein. Ich bin leider kein Roboter und das merke ich in letzter Zeit immer mehr. Wenn ich nicht jetzt etwas Grundlegendes ändere, kann ich vielleicht irgendwann gar nicht mehr schreiben und hochladen.

Im Augenblick weiß ich nicht einmal, ob ich es im Herbst schaffen werde, an Das Erbe 2 weiterzuschreiben. Möglicherweise wird sich das nach hinten verschieben, weil mein englisches Projekt weiterhin Priorität hat. Ich gedenke dieses bis zu einem Punkt zu treiben, ab dem alles weitere nicht mehr in meinen Händen liegt (zumindest was den ersten Teil betrifft) und dann hätte ich eine Zeitblase von mindestens einem halben bis einem ganzen Jahr für meine zweite Trilogie. Wenn ich so darüber nachdenke, dann sind die zeitlichen Rahmen, die ich mir für meine Projekte stecke, viel zu eng, weil ich unterschätze, was in ihnen steckt. Ich setze mir Meilensteine wie „Im diesen und jenem Camp will ich diese und jene Geschichte schreiben/überarbeiten“. Und um das zu schaffen, müssen andere Projekte zuvor abgeschlossen sein oder das betreffende Projekt an einem gewissen Punkt stehen (z.B. vorher nochmal alle schon geschrieben Kapitel lesen/überarbeiten). Manchmal tun sich dabei jedoch Abgründe auf oder es kommen Dinge dazwischen, die das ganze in die Länge ziehen und bei denen auch die beste Meilensteinplanung nichts hilft, wenn man nicht komplett auf Schlaf verzichten will. Was übrigens nichts bringt. Ohne Schlaf und Erholung kann man nicht sinnvoll arbeiten. Eine Weile ging das gut, aber jetzt schlägt mein Körper zurück. Bei meinem englischen Projekt haben sich in den letzten Wochen solche Abgründe aufgetan. Das meiste davon ist sprachliche Überarbeitung, die nichts mit der fremden Sprache zu tun hat, sondern damit wie man sich generell ausdrückt und wie man präziser formulieren kann. Ich habe festgestellt, dass ich die selben „Fehler“ im Deutschen mache. Aber so viel kann ich meine Fanfictions gar nicht überarbeiten, um das auszumerzen. Da ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und ich kann nur versuchen, es in Zukunft zu ändern.

Die Königsmörderin – Informationen und Leseproben

Wie angekündigt habe ich bereits letzte Woche eine Seite mit Informationen zu Das Erbe der schwarzen Magier I – Die Königsmörderin erstellt. Dort findet ihr auch ein paar Leseproben. Ich weiß, dass euch das nicht für die nun doch sehr lange Wartezeit entschädigt, aber vielleicht hält es ja ein paar davon ab, nicht abzuspringen.

Insofern tut es mir leid, dass ich keine besseren Nachrichten für euch habe, aber ich darf meine Gesundheit nicht länger vernachlässigen. Ich möchte euch Geschichten von guter Qualität bieten und einen angenehmen Austausch dazu. Das geht jedoch nur, wenn ich den Stress deutlich reduziere. Schreiben soll Spaß machen und helfen, Stress abzubauen und nicht ihn vergrößern. Dazu muss ich jedoch wieder zum eigentlichen Schreiben zurückfinden. Ich hoffe, dass mir das gelingt. Und ich hoffe, dass ich darüber in drei Wochen den CampNaNoWriMo genießen kann.

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5 thoughts on “Blogumzug, Notbremse und Leseproben zur Königsmörderin

  1. Huhu,
    Muss mich erst an das neue Design gewöhnen hier. Da ich eh per Mail folge und die social Media Butten nie genutzt habe werd ich das nicht vermissen.
    Versteh dich sehr gut bezüglich dem social Media Sachen. Allgemein glaub ich verbringt man damit zu viel Zeit find ich.
    Da ich, wie du, weißt eh eine bin die lieber am Stück liest ist das ganze für mich nicht arg schlimm darf deine Geschichten dann nur nicht vergessen, weil. Meist wenn ich wieder anfange zu lesen packt es mich und kann dann kaum aufhören 🙈 (muss immer nur das ganze noch a weng eReader konform bringen😉) . Und während der Pause zwischen yukai und Königsmörderin wird ich vielleicht die Ruhe haben um deine akkarin Storys zu lesen 🤔😉
    Wünsch dir gute Besserung und drück dir die Daumen für die umstruckturierung in deinem Leben und das es dir auf länger Sicht bald wieder besser geht
    Liebe Grüße

    1. Vielen Dank für dein Verständnis! <3
      Social Media kann echt Gift sein, wenn man zu viel Zeit damit verbringt. Leider muss man es als Autor heutzutage bis zu einem gewissen Grad betreiben und ich glaube, ich bin ganz froh, dass ich "nur" eine Fanfiction-Autorin bin.

      Dann wäre für dich die Pause zwischen den Trilogien gar nicht so verkehrt. Und ich denke, du wirst schon mitbekommen, wann es weitergeht, da ich das ja doch immer auf allen Kanälen ankündige.

      Zuletzt noch etwas Technisches: Du sagst, du folgst meinem Blog per Mail, aber ich sehe dich nicht in der Subscriber-Liste. Hast du eine Mail bekommen, als der Artikel rauskam? In diesem Fall wären die e-Mail Adressen der Subscriber mitumgezogen worden und es ist alles ok. Falls nein, müsstest du dich hier noch einmal registrieren. Leider habe ich mir nämlich, bevor ich den alten Blog abgestellt habe, vergessen eine kurze Nachricht an alle Follower zu schreiben und sie darüber zu informieren, dass der Blog offline geht (Abmahn-Panik lässt grüßen).

      Liebe Grüße,
      Lady Sonea

      1. Hi,
        Wenn man eine Auszeit bzw das eigene Leben umstrukturieren muss um glücklich zu sein bzw es einen einfach besser geht dann ist das so 😉

        Habe keine e-mail bekommen bin über Facebook auf den Artikel gekommen. Also noch in den Verteiler einschrieben.
        Entschuldigung 🤦🏼‍♀️

  2. Liebe Sonea,
    Ich kann mich da meiner Vorrednerin nir anschließen. Deine Gesundheit geht vor, egal was irgendwer sagt.
    Es muss wirklich schwierig gewesen sein das alles unter einen Hut zu kriegen, ich komme ja neben der Schule schon zu fast nichts, wobei man selbst denken muss^^.

    Auch mir persönlich macht deine neue Upload-Methode (kann man das so nennen? 😅) nichts aus, ich lese auch lieber am Stück, habe auch erst letztens wieder mit Yukai angefangen.
    Da ich auch noch den 2. Teil deiner Akkarin Geschichte lesen möchte kommt mir das auch ganz gelegen.
    Gute Besserung an dich und ich hoffe, dass es dir nach diesen Änderungen wieder besser geht^^ 🙂

    Liebe Grüße 🙂

    1. Liebe Theresa,

      Danke für deinen Kommentar und dein Verständnis. Du hast recht, das war nicht leicht und ich habe dafür an viel zu vielen Stellen Abstriche gemacht. Eine Zeitlang hat es funktioniert, aber meine Kreativität leidet tatsächlich schon seit mindestens einem Jahr darunter, wenn nicht sogar länger.

      Ich wünsche dir ganz viel Spaß mit „Schwärzer als die Nacht“. Vielleicht ist es ja auch für einige Leser angenehmer, nicht zwei Geschichten gleichzeitig lesen zu müssen

      Liebe Grüße,
      Lady Sonea

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